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Spiel gegen Duisburg

Union verspricht "leidenschaftlichen Kampf"

Dem 1. FC Union ist in dieser Saison wohl keine Niederlage so im Gedächtnis geblieben wie das 1:3 Anfang Oktober 2009 gegen den MSV Duisburg. Es war der achte Auftritt des Berliner Zweitligisten nach dem Aufstieg, als es die erste Niederlage setzte. Nun brennen die Köpenicker auf Revanche - am Sonntag, 13.30 Uhr, gegen Duisburg in der Alten Försterei.

„Auch wenn der MSV leicht favorisiert ist, sollte drei Punkten eigentlich nichts im Weg stehen“, sagte Sportdirektor Christian Beeck. Und setzt dabei wie auch Uwe Neuhaus auf die Karte Außenseiter. Der Trainer ließ jedenfalls deutlich durchblicken, dass er starke „Zebras“ aus dem Ruhrpott erwartet. „Die Duisburger haben 22 ihrer 39 Punkte auswärts geholt. Und sie haben die letzten sieben Auswärtsspiele alle gewonnen“, begründete Neuhaus.

Nicht zu vergessen, dass sich der MSV noch ein wenig Hoffnung auf den Relegationsplatz macht. „Es sind nur sieben Punkte Rückstand. Duisburg wird ganz sicher noch mal alles in die Waagschale werfen, um wieder auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen zu kommen“, glaubt Neuhaus. Mit Blick auf das Straucheln der Spitzenteams ist die Hoffnung nicht unberechtigt. Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern kam gestern nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den abstiegsbedrohten FSV Frankfurt hinaus. Und bereits am Freitag musste sich der Liga-Vierte Fortuna Düsseldorf mit einem torlosen Unentschieden gegen Rot-Weiß Oberhausen zufrieden geben. „Noch ist die Chance da, das Blatt zu wenden“, sagt MSV-Mittelfeldspieler Ivica Grlic vor dem Gastspiel an der Alten Försterei angriffslustig.

Für Union geht es außerdem darum, das eigene Publikum wieder mal mit einer guten Leistung zu erfreuen. „Wir wollen gegen Duisburg unser Heimgesicht zeigen“, sagte Neuhaus. Mit „leidenschaftlichem Kampf und einer hoffentlich verbesserten Torausbeute“ soll auch der enttäuschende Auftritt von Ahlen vergessen gemacht werden. Dass die Defensive durch die Gelb-Rot-Sperre von Abwehrchef Daniel Göhlert erneut personell verändert werden muss, lassen die Verantwortlichen schon jetzt nicht als Ausrede gelten. „Die Mannschaft muss das umsetzen“, fordert der Coach. Mit Christian Stuff (Körpergröße: 1,99 Meter) und Daniel Schulz (1,91 Meter), der gegen Duisburg wohl sein Saisondebüt in der Startformation geben wird, erwarten dann Unions lange Kerls die gegnerischen Angriffe.

Einziges Manko: Bislang sind nur rund 6000 Tickets für die Partie gegen Duisburg verkauft. Es riecht nach einem Saisonminusrekord. Der wurde im ersten Rückrundenspiel gegen Oberhausen (9118 Zuschauer) aufgestellt.



Erschienen am 06.03.2010

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