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Zweite Bundesliga

Union schaftt nur Nullnummer gegen Augsburg

Plötzlich war der Ball im Tor der Augsburger. In der Nachspielzeit. Endlich. Erlösender Jubel von den Rängen des Stadions an der Alten Försterei? Freudentaumel im Lager des 1. FC Union? Fehlanzeige. Längst hatte Schiedsrichter Michael Kempter (Sauldorf) die Partie wegen eines Foulspiels unterbrochen. Kurz darauf war Schluss. Union null, Augsburg null – und es waren nur die Gäste, die sich über diesen Punkt freuen konnten. Die Berliner waren „nicht wirklich zufrieden", wie Mittelfeldmann Dominic Peitz bekannte.

Die 12.168 Zuschauer, die die 90Minuten vor Ort verfolgt hatten, konnten es ebenfalls nicht sein, auch wenn sie – traditionell – ihre Mannschaft nach diesem torlosen Remis ausgiebig feierten. Weil die Unioner im Duell des Aufsteigers gegen den Aufstiegskandidaten keineswegs wie ein Außenseiter auftraten. „Union war immer aggressiver, körperlich stark, und hat bei diesen Bodenverhältnissen teilweise auch noch gut kombiniert“, war Augsburgs Trainer Jos Luhukay voll des Lobes für den Gegner. Einziges Manko: „Wir müssen einfach ein Tor machen“, sagte Michael Parensen.

Chancen gab es mehr als genug. Nicht zuletzt, weil sich Trainer Uwe Neuhaus für die offensivere Variante entschieden hatte: mit nur einem Mann im defensiven Mittelfeld (Peitz), zwei Angreifern (John Jairo Mosquera, Kenan Sahin) und Hüzeyfe Dogan dahinter. Torsten Mattuschka rückte dafür auf die rechte Außenbahn. Und nach knapp zehn Minuten, in denen sich die Hausherren erst in der neuen Formation zurechtfinden mussten, ging das muntere Vorbeischießen los. Sahin von der Strafraumgrenze (8.), Mosquera, kurz danach Dogan (beide 17.), wieder Sahin mit dem Kopf (20.), Freistöße an Latte (Parensen, 23.) und Außennetz (Mattuschka, 31.), dann verfehlt Dogan aus vier Metern (41.) und Peitz köpft vorbei (44.) – schon zur Pause hätte Union klar führen müssen.

Nichts war zu sehen von der Augsburger Torfabrik. Michael Thurk, mit 19 Treffern bester Torschütze im deutschen Profifußball, trat erstmals kurz vor der Pause in Erscheinung, als er sich mit einem Schlag gegen Peitz für ein Foul revanchieren wollte (41.). Später vergab er Augsburgs einzige Torchance kläglich, sein Freistoß segelte zwei Meter über das Tor (72.).

Unions tragische Figur hieß John Jairo Mosquera. Nach Parensens Hereingabe brachte es der Kolumbianer selbst aus fünf Metern nicht fertig, Simon Jentzsch zu überwinden (60.). Auch sein Fallrückzieher landete beim FCA-Torwart (71.), schließlich setzt er in der Nachspielzeit noch einen Kopfball links am Tor vorbei. „Uns hat heute das Quäntchen Glück gefehlt“, bilanzierte Trainer Neuhaus. Der Abstand zu den Aufstiegsplätzen ist mit acht Zählern jedenfalls gleich geblieben. Nur ihrem Saisonziel, der 40-Punkte-Marke, sind die Berliner wieder einen Punkt näher gekommen. Es hätten drei sein müssen.

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