Zweite Bundesliga
Was sich Union gegen die Löwen vorgenommen hat
Eines ist sicher: Der 1. FC Union wird als eine der besten sieben Mannschaften der Zweiten Liga ins neue Jahr gehen. Die Frage, ob nicht doch ein wenig mehr möglich ist als Rang sieben, soll am Sonntag geklärt werden, gegen 1860 München (13.30 Uhr, Alte Försterei, Sky live). Wobei es für einen gelungenen Jahresabschluss, sprich drei Punkte, ohne Zweifel bequemere Gegner gibt als die Löwen.
Von Michael Färber
Denn während Union seit fünf Partien auf einen Sieg wartet, hat 1860 sein Tief überwunden und kommt nach zehn Punkten aus den vergangenen vier Spielen richtig in Schwung. "Wir sind jetzt ein Kollektiv, das einfach gut steht. Am Saisonanfang sind wir vogelwild herumgerannt. Wir kommen jetzt in die Regionen, wo wir hinwollen", erklärte der Münchner Mittelfeldspieler Alexander Ludwig. Es kommt nicht von ungefähr, dass Uwe Neuhaus, Coach der Köpenicker Kicker, seinen Mannen noch einmal das Bayern-Derby zwischen 1860 und dem FC Augsburg vom vergangenen Wochenende gezeigt hat. Gegen die Münchner "müssen wir Leidenschaft entgegensetzen", fordert Neuhaus also.
Und vielleicht wäre auch mal wieder ein Stürmertor nicht so schlecht. Seit Kenan Sahins Treffer beim 2:3 in Karlsruhe Anfang November wartet die Abteilung Attacke auf ein Erfolgserlebnis. Alles auf die (zwischenzeitlichen) Ausfälle von John Mosquera oder Karim Benyamina zurückzuführen, ist zu einfach. "Ganz so schlecht haben die Anderen ihre Aufgabe ja auch nicht erfüllt", sagte Neuhaus zwar. Die Kaltschnäuzigkeit der ersten Zweitliga-Wochen vor dem Tor ist dem Aufsteiger jedoch abhanden gekommen. Der Trainer selbst spricht von fehlender Durchschlagskraft. Dass der Schwerpunkt in den vergangenen Trainingseinheiten auf den Torabschluss gelegt wurde, war sicherlich kein Zufall, sondern eine Notwendigkeit.
Eine schöne Bescherung wird es für gut 200 Besucher heute in der Alten Försterei geben, die im Rahmen der Weihnachtsticket-Aktion ihre Karte geschenkt bekommen haben. Darüber hinaus waren die Spieler unter der Woche in Kinderheimen in Marzahn und Neukölln unterwegs, um den Kindern dort eine Freude zu machen. Geschenke für die Münchner Löwen soll es am Sonntag allerdings nicht geben.
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