Sponsorstreit
ISP geht mit dem 1. FC Union vor Gericht
Ziemlich unzweideutig zweifelte Union-Präsident Dirk Zingler zuletzt daran, dass der ehemalige Sponsor ISP wirklich gegen den Fußball-Zweitligisten vor Gericht ziehen will. Doch das dürfte sich als Trugschluss erweisen.
Union-Präsident Dirk Zingler nahm bislang an, Ex-Sponsor ISP, von dem sich die Köpenicker im Unfrieden getrennt hatten, könne die Verfahrenskosten gar nicht aufbringen. Das dürfte sich als Trugschluss erweisen. "Egal, was die deutsche Justiz an Verfahrenskosten für angemessen hält, die ISP wird dem nachkommen", versicherte ISP-Chef Dieter Fietz.
Die Höhe der Summe wird am 9. Dezember 2009 vor dem Berliner Landgericht festgesetzt. Die Köpenicker, die gleich mehrere mögliche Instanzen durchgerechnet haben, gehen offenbar von mehr als 180.000 Euro aus. Die anwaltliche Vertretung der ISP, Simon Bergmann, hält 26.000 Euro für angemessen.
In der eigentlichen Sache wird an diesem Tag nicht verhandelt. Kernpunkt des Konflikts ist, dass Union noch Geld fordert von der ISP, die Rede ist von etwa 220.000 Euro. Für solche Fälle hatte die Firma ein Aktienpaket im Gesamtwert von 2,5 Millionen Euro hinterlegen müssen. Eine einstweilige Verfügung, erwirkt von der ISP, verbietet dem Klub allerdings die Verwendung der Aktien. Das soll nun gerichtlich überprüft werden. Und scheinbar wird es jetzt auch tatsächlich dazu kommen, obwohl man bei den Köpenickern daran nicht recht glauben wollte.
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