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2. Liga

Union ist die Nummer eins im Nordosten

Pro Woche zählt der 1. FC Union 50 Eintritte. Mit mehr als 6100 Mitgliedern ist Union mittlereile der größte Verein im Nordosten des Landes. Damit sind auch die Migliedsbeiträge ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor. Allerdings gibt es beim Etat trotz eines Rekordgewinns erheblicher Nachholbedarf.

1. FC Union Berlin v Hansa Rostock - 2. Bundesliga
Foto: Bongarts/Getty Images/Getty
Union hat immer mehr Fans - auch als zahlende Vereinsmitglieder

Die Schlussworte waren Uwe Neuhaus vorbehalten. Da stand der Trainer des 1. FC Union also am späten Freitagabend und beendete die Mitgliederversammlung des Berliner Fußball-Zweitligisten mit einem wahren Loblied auf seinen Arbeitgeber („Diese Bodenständigkeit habe ich schon längst verinnerlicht“), seine Trainerkollegen Andre Hofschneider und Holger Bahra („So etwas habe ich vorher noch nie gemacht“) und auf seine Mannschaft („Ihr habt das Vertrauen voll gerechtfertigt“).

Ein unerwartetes und zugleich würdiges Ende einer Versammlung, die klar gezeigt hat, wo die Köpenicker gut gerüstet sind, wo aber auch noch Nachholbedarf besteht. Da sind die 6124 Mitglieder, die Union zum größten Verein im Nordosten des Landes machen, und pro Woche kommen 50 neue Vereinseintritte hinzu. „Das ist durch die Mitgliedsbeiträge inzwischen auch kein unwesentlicher wirtschaftlicher Faktor geworden“, erklärte Klubchef Dirk Zingler. Im Vergleich aller Erst- und Zweitligisten bedeutet dies Rang 21. „Damit könnte ich mich auch am Saisonende anfreunden“, sagte Zingler mit einem Augenzwinkern. Soll heißen: Relegationsplatz drei, hinter 18 Bundesligisten und zwei Aufsteigern.

Luft nach oben ist trotz der Rekordsumme von 11,3 Millionen Euro beim Etat. Hier liegt Union im Zweitliga-Vergleich auf Platz 15. Nur Rot-Weiß Ahlen (11,0), der FSV Frankfurt und TuS Koblenz (beide 10,0) planen mit noch weniger. An die Liga-Schwergewichte Kaiserslautern, 1860 München, St. Pauli und Bielefeld (alle 21,0) reicht der Aufsteiger jedoch nicht annähernd heran. Zingler: „Keine Frage, hier müssen wie uns steigern.“ Zwar zählt Union derzeit 155 Sponsoren, auch 1000 Businessseats sind verkauft. Der Aufbau eines zweiten Vip-Zeltes und die daraus resultierenden Überlegungen, den Trainingsbetrieb vom Stadiongelände auszulagern, zeigen jedoch, wie wichtig der Bau der neuen Haupttribüne samt Multifunktionsgebäude ist. Eine Voraussetzung dafür will Uwe Neuhaus mit seinem Team erfüllen: „Wir werden nicht absteigen, das unterschreibe ich.“ Zu mehr ließ sich der Coach des Zweitligavierten nicht hinreißen.



Erschienen am 14.11.2009

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