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19.08.09

2. Fußball-Bundesliga

Rund 1000 Polizisten schützen Derby Union-Rostock

Mehr als 1000 Polizisten werden am Freitag das Ost-Derby Union Berlin-Hansa Rostock bewachen. Eine Herausforderung parallel zur Leichtathletik-WM - zumal befürchtet wird, dass Krawallmacher anderer Vereine anreisen werden.

© ddp
Ein volles Haus wollen die Eisernen sehen. Bislang liegt die Bestmarke bei 15.011 Besuchern, erzielt 2002 gegen St. Pauli
Die Union-Fans sollen am Freitag strikt von den Rostock-Fans getrennt werden

Mehr als 1000 Polizeikräfte und mehr als 300 Ordner werden im Einsatz sein, wenn der 1. FC Union Berlin in der 2. Fußball-Bundesliga an diesem Freitag Hansa Rostock empfängt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat diese Begegnung als ein Spiel mit erhöhtem Risiko eingestuft. "Es ist ein großes Problem für die Berliner Polizei, dass die Partie parallel zur Leichtathletik-WM in Berlin stattfindet. Sie muss sich deshalb mit Kräften von außerhalb verstärken. Das war auch schon bei der Partie gegen Fortuna Düsseldorf so. Es handelt sich dabei größtenteils um Hundertschaften, die in ihren Regionen mit Fußballspielen befasst sind", sagte Unions Sicherheitschef Sven Schlensog, der auch die Anreise von "Krawalltouristen" anderer Vereine befürchtet.

Die Rivalität zwischen Union und Rostock erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Schließlich gab es das letzte Pflichtspiel der beiden früheren Fahrstuhlmannschaften der DDR vor genau 20 Jahren. "Das sind traditionelle Rivalitäten im ostdeutschen Raum. Eine Feindschaft hat sich erst in den letzten Jahren unter den jüngeren Fans herausgebildet. Dass hat auch damit etwas zu tun, dass Hansa und Union einander überschneidende Einzugsgebiete haben", glaubt Schlensog.

Statt 18.950 Zuschauern werden maximal 17.940 Besucher eingelassen, da es erstmals im neuen Stadion An der Alten Försterei eine Pufferblock-Regelung zwischen heimischen und auswärtigen Fans gibt. Der Kartenverkauf erfolgte eingeschränkt. In Berlin wurden die Tickets beim Vorverkauf nur gegen Vorlage des Personalausweises an Berliner und Brandenburger abgegeben. Der FC Hansa nahm wegen der begrenzten Anzahl von Plätzen in den beiden Entlastungszügen lediglich 1800 der von Union zur Verfügung gestellten 2200 Tickets in Anspruch. Maximal vier Karten wurden nur an Mitglieder und in Verbindung mit einem Zugticket verkauft.

"Wir appellieren damit an Verantwortungsbewusstsein unserer Mitglieder und rechnen mit 1400 bis 1500 Rostocker Fans in Berlin", sagt Hansas Fanbeauftragter Axel Klingbeil. Wegen der organisierten Anreise der Rostocker Anhänger, die nach ihrer Zugankunft von der Polizei zum Stadion begleitet werden, ist vor allem zwischen 14 und 16 Uhr sowie zwischen 20 Uhr und 21.30 Uhr mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen in Köpenick zu rechnen.

Quelle: dpa/sh
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