24.01.13

Zweite Liga

Beim 1. FC Union sind nur noch zwei Plätze frei

Die Elf ist eine Neun: Beim Zweitligisten Union scheint der Kampf um die Stammplätze eine Woche vor dem Punktspielstart entschieden.

Von Michael Färber
Foto: dapd

Union-Trainer Uwe Neuhaus hat seine Stammelf für die Rückrunde so gut wie zusammen
Union-Trainer Uwe Neuhaus hat seine Stammelf für die Rückrunde so gut wie zusammen

Die Worte waren deutlich. "Keiner hat einen Stammplatz", sagte Uwe Neuhaus, der Trainer des 1. FC Union. Der Hintergrund dieser Aussage dürfte klar sein. Kein Spieler des Berliner Fußball-Zweitligisten soll sich auch nur ein wenig zu sicher fühlen, jeder ist aufgerufen, den Coach in den Übungseinheiten immer wieder zu überzeugen. Dennoch hat sich beim 4:2 im Test gegen den FC Lausanne ein Großteil der Formation herauskristallisiert, die wohl auch in den verbleibenden 15 Saisonspielen auflaufen wird. Kurzum: Unions Elf ist eine Neun.

Neben Torwart Daniel Haas, an dessen Position als Nummer eins bei den Köpenickern nicht zu rütteln ist, haben acht weitere Profis beste Aussichten. Die Innenverteidiger Christian Stuff und Fabian Schönheim sind da ebenso zu nennen wie Unions linke Seite mit Patrick Kohlmann (Abwehr) und Michael Parensen (Mittelfeld). Gleiches gilt für Markus Karl im defensiven Mittelfeld und Kapitän Torsten Mattuschka davor. Und im Angriff bilden Simon Terodde und Adam Nemec ein immer besseres Gespann.

Jopek ist zu schade für die Bank

Interessant wird es jedoch beim Blick auf die rechte Seite. Im Mittelfeld duellierten sich bislang Christopher Quiring und Patrick Zoundi um den Platz auf der Außenbahn. Gegen Lausanne löste Neuhaus das Problem, indem er beide auf die Bank setzte und stattdessen Björn Jopek spielen ließ. "Schon in der vergangenen Saison waren wir mit Chinedu Ede auf der rechten Seite wesentlich schwieriger auszurechnen und haben dadurch viele Partien überzeugt", erklärte der Trainer. Die "spielerische Qualität im Mittelfeld" wollte er nun mit Jopek erneut erhöhen, die "Zielstrebigkeit, die Quiring mitbringt", war nicht gefragt.

Und Jopek – eigentlich Linksfuß – machte seine Sache gut, bot sich gegen Lausanne auch immer wieder im Zentrum an, wenn Not am Mann war. Der Coach ließ mit Blick auf den letzten Test bei Eintracht Braunschweig am Sonnabend (13 Uhr) zwar schon wissen, "dass wir anders auflaufen werden". Doch Jopek auf rechts ist eine bessere Variante, als ihn auf die Bank zu setzen. Seine technischen Qualitäten haben Union bereits in der Hinrunde gut getan. Zumal auf der linken Seite Parensen gesetzt ist.

Duell um den Platz rechts in der Abwehrkette

Das zweite Fragezeichen befindet sich rechts in der Abwehrkette. Björn Kopplin schickt sich jedenfalls an, Marc Pfertzel den Platz streitig zu machen. Gegen Sandhausen am 1. Februar dürfte Kopplin sein Pflichtspiel-Debüt für das Neuhaus-Team geben. Pfertzel muss wegen der fünften Gelben Karte zuschauen. Gegen Lausanne deutete Kopplin bereits an, dass er mehr sein könnte als nur der Ersatzmann für den Franzosen. Hier und da ließ er seine Schnelligkeit aufblitzen. Zwar fehlt ihm in manchen Situationen noch das richtige Timing, doch bis Freitag nächster Woche ist ja noch etwas Zeit. Zeit, die auch die übrigen Profis des Zweitligisten nutzen werden, um den Vorsprung der anderen Spieler nicht größer werden zu lassen.

© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Gaza-Konflikt Vermittlungen zwischen Hamas und Israel erfolglos
James Rodriguez Das ist der neue 80-Millionen-Mann von Real Madrid
Tschechien Starke Regenfälle überschwemmen Straßen in Prag
Unfallserie Bahnunglück mit Todesfolge in Südkorea
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

"Tatort"-Krise

Furtwängler & Co. – "Tatort"-Kommissare zum Weinen

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote