Saisonstart
Union geht mit drei Neuen in das Spiel gegen Lautern
Die Köpenicker haben ein schweres Auftaktprogramm. Doch die Berliner sind gut in Schuss, das zeigte die Vorbereitung.
Viel härter hätte es gar nicht kommen können, man muss nur mal auf die Aufgaben der nächsten Wochen schauen. Den Anfang macht am Montag der 1. FC Kaiserslautern (20.15 Uhr, Sport1 live), Bundesliga-Absteiger Nummer eins, dann kommt Braunschweig, zur Abwechslung folgt mit Sandhausen ein Aufsteiger, aber dann geht es weiter: Derby gegen Hertha BSC, Bundesliga-Absteiger Nummer zwei, dann die hochgerüsteten Ingolstädter, das halbe Dutzend macht Köln voll, Bundesliga-Absteiger Nummer drei. "Wir haben ein sehr schweres Auftaktprogramm", sagt Uwe Neuhaus, Trainer des 1. FC Union, vor dem Start der Berliner Fußballprofis in die Zweite Liga.
Neuhaus versucht, das harte Los positiv zu betrachten. "Vielleicht ist besser so, bevor sich alle Teams gefunden haben", sagt der 52-Jährige, der in seine mittlerweile sechste Saison mit den Köpenickern geht. Bei einigen der Konkurrenten sind die Kader stark verändert, Union hingegen kann auf eine weitgehend eingespielte Mannschaft setzen. Vielleicht erweist sich das tatsächlich als Vorteil.
Jedenfalls ist Union gut in Schuss, das hat die Vorbereitung gezeigt. Selbst der ambitionierte niederländische PSV Eindhoven vermochte es nicht, die Berliner zu schlagen (1:1). "Wir wähnen uns auf einem guten Weg, das werden wir in Kaiserslautern überprüfen", sagt der Trainer. Für ihn zählen die Pfälzer zu den großen Favoriten auf den Aufstieg. Außerdem geht Neuhaus davon aus, dass der Klub nach dem Abstieg alles versuchen wird, um das Publikum mit einem guten Start wieder "hinter sich zu bringen". Kaiserslautern wird also eine echte Härteprobe für Union.
Kaiserslautern macht den Anfang
Die Berliner werden sie wohl mit drei ihrer sechs Neulinge angehen. Fabian Schönheim, der vom Bundesligisten Mainz kam, ist in der Innenverteidigung gesetzt, Roberto Puncec, Zugang von Maccabi Tel Aviv, könnte Christian Stuff den Platz an Schönheims Seite streitig machen. "Puncec ist ein ganz anderer Spielertyp, sein Vorteil ist die Schnelligkeit", sagt Neuhaus. Insgesamt hätten sich alle Neuen gut integriert. Von ihnen könnte Daniel Haas, der aus Hoffenheim kam, gegen Kaiserslautern im Tor stehen. Rechtsverteidiger Björn Kopplin (aus Bochum) hatte sich in der Vorbereitung verletzt. Stürmer Adam Nemec (Ingolstadt) und Mittelfeldspieler Felipe Gallegos (Santiago/Chile) sind erst kürzlich verpflichtet worden und brauchen noch Zeit.
Unions Transferaktivitäten vermitteln den Eindruck, dass die Mannschaft nicht nur Zugänge, sondern echte Verstärkungen bekommen hat. Besonders in der Defensive, die in der Vorsaison trotz Platz sieben zu den schwächsten der Liga zählte. "Wenn man sich die Auswärtsbilanz und die Gegentore der vergangenen Saison anschaut, wird Kaiserslautern ein guter Test", sagt Uwe Neuhaus. Aber er ist zuversichtlich, Unions hohe Ziele sprechen eine klare Sprache: Platz fünf bis sieben peilt der Klub an. "Wir wollen ja nicht schlechter sein als in der vergangenen Saison. Wir versuchen hart daran zu arbeiten und können uns jeder mit dem Ziel identifizieren", sagt Linksverteidiger Patrick Kohlmann. Aus der guten Vorbereitung ließe sich zudem genügend Selbstvertrauen ziehen, um auch in Kaiserslautern drei Punkte anzustreben.















