05.05.12

Letztes Saisonspiel

Union gibt sich gegen Cottbus kampfeslustig

Für Unions Gegner geht es am 34. Spieltag um den Klassenerhalt. Doch für ein Freundschaftsspiel fahren die Köpenicker nicht nach Cottbus.

Foto: DPA
SpVgg Greuther Fürth - FC Energie Cottbus
Braucht gegen Union einen Punkt für den sicheren Klassenerhalt: Energie-Trainer Rudi Bommer

Langsam aber sicher wirft die kommende Saison bereits ihre Schatten auf die Alte Försterei. Der Trainingsplatz vor der alten Tribüne ist inzwischen abgetragen, die Fläche wird demnächst als Fundament für die Kräne dienen, die am Bau der neuen Haupttribüne beteiligt sind. Die Arbeiten werden die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus die komplette nächste Spielzeit begleiten.

Die Fertigstellung miterleben wird Tijani Belaid. Am Freitag gab der Klub bekannt, die Option für den Tunesier gezogen zu haben, der in der Winterpause von Champions-League-Teilnehmer Apoel Nikosia zunächst nur ausgeliehen war. "Es war kein leichter Start für mich, aber nach einem Monat wurde es besser. Ich freue mich, weiter mit Torsten Mattuschka oder auch Chinedu Ede zusammenspielen zu können, und hoffe, viele wichtige Tore schießen zu können", sagte der 24-Jährige, der in seinen bislang zwölf Einsätzen jedoch noch nicht vollends zu überzeugen wusste. Dafür hat er nun zunächst bis Sommer 2013 Zeit.

"Er ist ein herausragender Techniker, keine Frage", sagte Trainer Neuhaus. Seine Defensivarbeit ist jedoch ausbaufähig, auch habe Belaid "Schwächen in der Robustheit. Doch das ist etwas, woran wir arbeiten können", erklärte der Coach. Belaids Vertrag beinhaltet eine leistungsbezogene Option und gilt für die Bundesliga und die Zweite Liga.

Schon am Sonntag hat der Offensivspieler Gelegenheit zu zeigen, dass Union richtig gehandelt hat. Es wartet das letzte Ostderby der Saison auf die Köpenicker, in Cottbus beim FC Energie. Und ähnlich wie am vergangenen Sonntag gegen Rostock (5:4) ist die Partie für Unions Gegner von existenzieller Bedeutung. Die Berliner könnten auch die Lausitzer – ähnlich wie Hansa – in die Drittklassigkeit schießen. Zumindest fast. Ein Blick auf die Ausgangslage verrät: Verliert Cottbus gegen Union, darf Aue gegen Bochum nicht punkten und Karlsruhe nicht gegen Bundesliga-Rückkehrer Eintracht Frankfurt gewinnen – sonst muss Energie in die Relegation gegen den Drittliga-Dritten.

"Cottbus reicht ein Punkt, doch das macht die Situation auch so gefährlich", sagte Neuhaus. Wie schon gegen Hansa Rostock verspricht der Union-Coach auch in Cottbus "einen fairen Wettkampf". Schützenhilfe für einen Ostklub wird es also nicht geben, denn, so Neuhaus, "wir können ja nichts dafür, dass die Konstellation so ist".

Energie-Trainerwechsel verpufft

Keine Frage, die Rückrunde hatte man sich beim FC Energie ganz anders vorgestellt. Nach dem Trainerwechsel von Claus-Dieter Wollitz, der im Winter zurück zum Drittligisten VfL Osnabrück ging, zu Rudi Bommer wollte der damals Tabellenneunte den Kontakt zumindest zum Relegationsplatz noch einmal herstellen. 16 Partien später darf festgehalten werden: Der Kontakt ist da, nur über die Richtung lässt sich streiten.

Heimlich, still und leise hat sich der einstige Bundesligist zum Drittliga-Anwärter gemausert. Doch erst jetzt will man in Cottbus mit dem Energiesparen aufhören. Nein, sagte Bommer, "wir spekulieren nicht auf einen Punkt". Ein Sieg soll her. Dass sie gewinnen kann, hat die schlechteste Rückrundenmannschaft der Liga (zehn Punkte) im Jahr 2012 ja auch schon einmal bewiesen.

Vielleicht ist es ausgerechnet Tijani Belaid, der zum Schrecken der Cottbuser wird. Ein Tor für Union fehlt dem Tunesier noch. "In Düsseldorf war ich ja schon ganz dicht dran, vielleicht klappt es am Sonntag", sagte Belaid. Es wäre ein gutes Omen für die kommende Saison. Für ihn selbst als auch für den 1. FC Union.

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