28.04.12

Gegen Hansa Rostock

Polizei sichert Heimfinale von Union Berlin

Union Berlin gegen Hansa Rostock am Sonntag gilt als Hochsicherheitsspiel. Ein massives Aufgebot an Polizei soll für Ruhe sorgen.

Von Michael Färber
Foto: Getty
FC Hansa Rostock v Union Berlin  - 2. Bundesliga
Bei Unions Hinspiel in Rostock ging es im Hansa-Block heiß her

Es ist das Heimfinale der Saison 2011/12 und für den 1. FC Union ein durchaus besonderes. Der Berliner Fußball-Zweitligist trifft am Sonntag (13.30 Uhr, Alte Försterei und hier im Live-Ticker von Morgenpost Online) auf Hansa Rostock – Ostderby, ausverkauftes Stadion und hochsommerliche Temperaturen warten auf Mannschaften und Besucher. Aber auch massive Polizeipräsenz und ein Pufferblock auf den Tribünen. Kurzum: Union gegen Hansa bringt noch einmal alles mit, was zu einem Hochsicherheitsspiel gehört. Das könnte ausgerechnet am Sonntagnachmittag zum Problem werden.

Denn es ist bei Union zur schönen Tradition geworden, dass sich Mannschaft und Trainerteam nach der letzten Heimpartie ganz dem Anhang widmen. Jeder Autogrammwunsch soll erfüllt werden, im Biergarten Hämmerlingstraße wartet ab 15.30 Uhr Live-Musik. "All das macht natürlich nur Spaß, wenn vorher alles funktioniert hat", sagt Unions Pressesprecher Christian Arbeit. Damit meint er keineswegs ausschließlich einen Sieg der Mannschaft. Es gilt, für ein friedliches Fußballfest zu sorgen, wobei die Betonung schon auf friedlich liegt. Allzu oft haben Hansa-Chaoten in dieser Spielzeit auf sich aufmerksam gemacht durch Ausschreitungen im Stadion und Randale davor. Folglich wird ein massives Aufgebot an Bundespolizei, Berliner Polizei und Ordnungskräften entschlossen für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Einschränkungen auf den Straßen

Die Erfahrung der Vorjahre zeigt, dass es in solchen Spielen an der Alten Försterei meist ruhig blieb. Darauf setzt man in Köpenick natürlich auch am Sonntag. Die Polizei sei wieder einmal "bestens vorbereitet", die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen aus Rostock im Vorfeld der Partie bezeichnete Unions Fanbeauftragter Lars Schnell als "sehr angenehm". Sogar eine Fandelegation aus Rostock hat für das Ostderby in Köpenick Mut gemacht. Ihre Demonstration in Hamburg gegen ein Ticketverbot für Hansa-Fans auf St. Pauli darf als gutes Zeichen gewertet werden. "Wir haben friedlich mit vielen Hansa-Fans dafür demonstriert, dass eine pauschale Ausgrenzung kein Mittel ist, um Gewalt aus den Fußballstadien zu verbannen", sagte Hansas Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann. Doch wie der Gäste-Anhang reagiert, sollte der Abstieg mit einer Niederlage gegen Union endgültig besiegelt werden, weiß niemand.

So wird es, wie bei Hochsicherheitsspielen üblich, wieder durch die Polizei festgelegte Regelungen geben. Wie das strikte Verbot von Pyrotechnik, Glasflaschen und Alkohol im Stadion und in dessen Umfeld. Im Stadion selbst gibt es vor und während der Partie nur alkoholfreies Bier. Erst nach Abpfiff wird es an allen Zapfstellen einen Fasswechsel geben. Auch mit weit reichenden Einschränkungen auf den Straßen, insbesondere auf der Spindlersfelder Brücke und der Straße an der Wuhlheide, ist zu rechnen. Die per Sonderzug anreisenden Hansa-Fans – insgesamt werden gut 1500 erwartet – werden vom Bahnhof Spindlersfeld zum Stadion und nach der Partie wieder zurück geleitet. Alle Besucher müssen sich auf intensive Einlasskontrollen einstellen. Die Stadiontore sind ab 12 Uhr geöffnet.

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