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Kajak

Peking 2008 – Kein Olympia ohne Fischer-Gold

Deutschlands erfolgreichste Olympionikin Birgit Fischer ist erstmals nicht aktiv bei Olympischen Spielen dabei. Doch nun setzt ihre Nichte Fanny die goldene Familientradition fort. Im Kajak-Vierer holte sie den olympischen Sieg. Und auch bei Tante Birgit kullerten Freudentränen.

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Britta Steffen
Foto: DPA
"Ich habe mir erst gesagt: Genieß diesen Augenblick, egal, was es geworden ist. Dann habe ich mich umgedreht und gedacht: Haha, tatsächlich gewonnen." — Britta Steffen nach ihrem Erfolg als neue Schwimm-Olympiasiegerin über 100 Meter Freistil.

Die deutschen Kanuten haben am ersten Finaltag der olympischen Wettbewerbe von Peking zweimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze gewonnen. Und sogar Rekord-Olympionikin Birgit Fischer bekam beim deutschen Medaillen-Rausch „Gänsehaut“. Schließlich hatte das Boot ihrer Nichte für den ersten großen Paukenschlag des Tages gesorgt.

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Fanny Fischer hat die Familientradition fortgesetzt. Im Kajak-Vierer gewann sie zusammen mit Nicole Reinhardt (Lamperheim), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Conny Waßmuth (Magdeburg) Gold in Peking. Beim Start-Ziel-Sieg ließ das Quartett dem Erzrivalen Ungarn keine Chance und gewann in 1 Minute und 32,231 Sekunden.

„Jetzt habe ich auch eine Goldene bei Olympia. Das ist phantastisch, ein Traum. Da kann die Tante stolz sein", sagte eine sichtlich gerührte Fanny Fischer. Und Tante Birgit war es. Als sie ihrer Nichte Fanny zum nächsten Fischer-Gold gratulierte, kullerten im Familienkreis die Freudentränen.

Für Fischers Teamkollegin Wagner-Augustin war es bereits das vierte olympische Gold. Sie stieg damit zur erfolgreichsten Kanutin der Welt nach Birgit Fischer auf. An diesem Samstag hat sie im Kajak-Einer ebenso eine weitere Medaillenchance wie Fanny Fischer und Nicole Reinhardt im Kajak-Zweier.

Überraschungsgold im Herren-Kajak

Nur eine Viertelstunde nach dem Damen-Vierer schrien sich dann Martin Hollstein und Andreas Ihle nach dem überraschenden Gold-Coup im Kajak-Zweier über 1000 Meter im Shunyi-Park die Euphorie aus dem Leib.

Während der dreimalige Canadier-Olympiasieger Dittmer bei seinen vierten Spielen erstmals leer ausging, paddelten zwei andere Boote noch auf Podestplätze. Allerdings konnte Tomasz Wylenzek den Silber-Rang hinter Weißrussland nach seinem Canadier-Zweier-Krimi mit Christian Gille nicht einnehmen, weil er zwischenzeitlich völlig entkräftet ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Beim Sieg des weißrussischen Vierers fuhr das deutsche Kajak um Geburtstagskind Norman Bröckl Bronze ein und machte denDeutschen Kanu-Verband (DKV) zur Nummer 1 in der Regatta-Halbzeitwertung.dpa/sid/apä

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