17.01.2013, 15:11

Wegen Dopings IOC bestätigt – Armstrong verliert Olympiamedaille

Mi, 16.01.2013, 11.42 Uhr

Rad-Profi Lance Armstrong hat mit seinem Doping-Geständnis bei Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey die Radsport-Welt erschüttert. Sein Jahrzehnte langes Abstreiten wirkt nun besonders abstrus.

Video: dapd
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Nun steht also doch schon vor Lance Armstrongs Doping-Fernsehbeichte fest: Der Amerikaner muss dem Internationalen Olympischen Komitee seine Medaille aus Sydney zurückgeben. Der nächste Tiefschlag.

Nun also endgültig: Der des Dopings überführte Ex-Radstar Lance Armstrong muss Medienberichten zufolge seine Olympia-Bronzemedaille von Sydney 2000 zurückgeben. Das hat das Internationale Olympische Komitee entschieden. Armstrong hatte bei den Spielen in Sydney im Einzelzeitfahren hinter dem Russen Wjatscheslaw Jekimow und Jan Ullrich Bronze gewonnen.

Der ehemals siebenmalige Tour-de-France-Sieger ist inzwischen des Dopings überführt. In einem TV-Interview, das am Donnerstag und Freitag ausgestrahlt werden soll, hat Armstrong die Einnahme leistungsfördernder Mittel offenbar gestanden.

"Schriftliche Aufforderung"

"Wir haben Armstrong schriftlich aufgefordert, die Medaille zurückzugeben", zitierte die BBC am Donnerstag einen IOC-Sprecher. Die Entscheidung sei von der IOC-Exekutive vor Weihnachten getroffen worden. Zuvor hatte der Rad-Weltverband UCI Armstrong bereits seine sieben Tour-Titel aberkannt. Da der 41-Jährige die dreiwöchige Einspruchsfrist gegen diese Entscheidung ungenutzt verstreichen ließ, handelte auch das IOC.

Die Bronzemedaille solle nicht neu vergeben werden, berichtete die Nachrichtenagentur AP. Der Brief mit der Rückforderung des Edelmetalls sei bereits am Mittwoch auch an das Nationale Olympische Komitee der USA gesendet worden.

(dpa/JHU)
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