01.08.12

London 2012

Berliner Ruderer feiern den deutschen Gold-Achter

Gold für den Deutschland-Achter und Silber für die Frauen im Doppelvierer: In beiden Erfolgsbooten saßen jeweils zwei Athleten aus Berlin.

Foto: DPA
London 2012 - Rudern - Achter - Deutschland
Gold-Jungs: Filip Adamski, der Berliner Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Richard Schmidt, Lukas Mueller, Florian Mennigen, Kristof Wilke (v.l) und werfen ihren Steuermann ins Martin Sauer ins Wasser. Der Berliner hat es sich verdient

Als der Deutschland-Achter im olympischen Finale von London triumphierte, war auch der Jubel im Vereinsheim des Berliner Ruderclubs groß. Denn im Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) saßen am Mittwoch auch Andreas Kuffner und Steuermann Martin Sauer - beide für den Hauptstadtclub am Start. "Wir haben mit 80 Leuten das Rennen im Fernsehen verfolgt. Das war eine prächtige Stimmung. Wir sind sehr stolz auf die Jungs!", sagte Horst Eckey, der Erste Vorsitzende des Clubs, euphorisch.

Zum Sieg geschrien

Als der Achter im Schlussspurt auf dem Dorney Lake von Eton die starke Konkurrenz aus Kanada und Großbritannien abgehängt hatte, standen einige Vereinsmitglieder im 910 Kilometer entfernten Berlin auf den Stühlen. "Wir haben die Jungs zum Sieg geschrien", berichtete Eckey: "Es war schon beeindruckend, wie ausgepumpt alle waren. Die haben Monate und Jahre auf diesen Sieg hingearbeitet."

Dieter Altenburg, der stellvertretende Vorsitzende des Landesruderverbandes, erlebte die erste Goldmedaille eines deutschen Achters seit 1988 während seines Urlaubs im Ostseebad Prerow. "Die Jungs haben die schwere Aufgabe mit Bravour gelöst. Das habe ich aber auch erwartet", sagte Altenburg, der den Erfolg des Achters auch "als Ausdruck der guten Leistung in Berlin", einordnete und einen Motivationsschub für die jungen Ruderer in der Hauptstadt erwartet.

Sekt und Stolz am Wannsee

Doch nicht nur der Achter machte viele Berliner glücklich, sondern auch die Silbermedaille des Frauen-Doppelvierers kurz zuvor. Julia Richter (Ruderclub am Wannsee) und Britta Oppelt (Rudervereinigung Hellas Titania Berlin) trugen maßgeblich zum Erfolg des Bootes bei. "Gratulation und größte Hochachtung", sagte Heike Zappe. Die Ressortleiterin Leistungssport des Ruderclubs am Wannsee und die anderen Vereinsmitglieder stießen mit Sekt auf Richter und die anderen Athletinnen an.

"Das ist auch eine Bestätigung unserer Leistung im Verein und sehr erfüllend", freute sich Zappe: "Viele Junioren haben zugeschaut und sind sehr stolz auf die Mädels." In ihrer Freude über den Berliner Erfolg vergaß sie auch nicht den Beitrag des Frauen-Bundestrainers zu würdigen. "Ich möchte mich ganz herzlich bei Sven Ueck für seine Arbeit bedanken."

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