17.07.12

Olympia-Ticker

Feueralarm und eine Entführung in London

Ein Feueralarm hat in London einen ganzen U-Bahn-Streckenabschnitt lahmgelegt. Außerdem: Ein libyscher Sportfunktionär wurde entführt, ein Chinese trainiert wegen des Wetters lieber in Deutschland.

Quelle: dapd
17.07.12 1:30 min.
Nach der Kritik am Sicherheitsmanagement der Olympischen Spiele und dem ersten Verkehrschaos auf der Autobahn M4, schießt Londons Bürgermeister Boris Johnson nun zurück.

700.000 Tickets sind noch zu haben

Da geht noch was: Rund 700.000 Karten für die Spiele gibt es noch zu kaufen. Die meisten davon, etwa 250.000 Tickets, sind für das Fußball-Turnier. Sollten die Organisatoren nicht alle Karten loswerden, wollen sie die Sitzplätze in den Wettkampfstätten reduzieren.

Sicherheitsleiter: "Beschämendes Chaos"

Der Vorstandschef der Olympia-Sicherheitsfirma G4S, Nick Buckles, hat sich erneut für die Pannen bei der Rekrutierung von Sicherheitspersonal entschuldigt. "Dem kann ich nicht widersprechen", sagte er vor dem Innenausschuss des Unterhauses auf die Frage eines Abgeordneten, ob sein Unternehmen ein "beschämendes Chaos" hinterlassen habe. Buckles räumte ein, G4S werde bis zum Beginn der Spiele nur 7000 Sicherheitsleute rekrutieren können. Das Unternehmen hatte sich jedoch vertraglich verpflichtet, 10.400 Männer und Frauen für die Security bereitzustellen.

Organisationschef: "Sind in ziemlich guter Form"

Trotz Pannen bei der Sicherheit und Verkehrschaos: London hat sich zehn Tage vor der Eröffnungsfeier bereit für die Spiele gemeldet. "Wir sind in ziemlich guter Form", sagte der Präsident des Organisationskomitees, Sebastian Coe. "London beginnt jetzt wirklich wie eine Olympiastadt auszusehen." Coe gab auch Tipps zum Umgang mit dem Dauerregen: "Die Leute müssen sich die richtigen Schuhe und die richtige Kleidung anziehen."

Spitzensport-Bosse für erneute deutsche Olympia-Bewerbung

Gibt es in absehbarer Zeit wieder Olympische Spiele in Deutschland? Viele Spitzenfunktionäre wünschen es sich. "Ich würde das schon befürworten. Es würde uns gut zu Gesicht stehen, wenn man eine Bewerbung macht", sagte Werner von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes, und findet Zustimmung bei vielen Kollegen. "Deutschland muss sich grundsätzlich um Olympische Spiele bewerben, egal ob Winter oder Sommer", meinte auch Michael Müller, Sportdirektor des Deutschen Boxsportverbandes." Dabei soll bei einer Winterspiele-Kandidatur München, das sich vergeblich für 2018 beworben hatte, noch mal ins Rennen gehen. Geht es um Sommerspiele, werden Berlin und Hamburg ins Spiel gebracht.

Die Wohnungen im Dorf bekommen Bewohner

Endlich Leben in der Bude: Vor kurzem standen die 2818 Appartements im olympischen Dorf noch leer. Nun sind über 100 der 204 gemeldeten Nationen zumindest mit einem kleinen Teil ihrer Sportler eingezogen. Insgesamt werden rund 10.500 Athleten und 6000 Betreuer im Dorf unterkommen.

Sauer aufs britische Wetter: Chinese trainiert nun in Düsseldorf

Der chinesische Hürden-Läufer Liu Xiang zeigt es dem britischen Wetter und bereitet sich ab sofort nicht mehr in London auf den Wettkampf vor, sondern in Düsseldorf. "Wegen der niedrigen Temperaturen haben sich bereits viele chinesische Athleten und andere Mannschaften nach einem neuen Ort für das Training umgeschaut", sagte Lius Trainer. Was das Wetter in London angeht, besteht übrigens kein Grund zur Hoffnung: Für die nächsten Tage sind weiter Regenschauer und Temperaturen unter 20 Grad gemeldet.

"Doping in der Natur der Leichtathletik"

Für Helmut Digel, den Ehrenpräsidenten des Deutschen Leichtathletikverbands, hat die Leichtathletik ein "besonderes Dilemma": Man könne gute und schlechte Leistungen voneinander unterscheiden, weil sie gemessen würden. Weil es deshalb immer gelte, bestehende Zeiten und Weiten zu unter- bzw. überbieten, sei die Sportart besonders anfällig für Doping. "Das Problem liegt in gewisser Weise in der Natur der Leichtathletik", so Digel. Für Rekorde sollten deshalb auch keine Prämien mehr ausgelobt werden.

Feueralarm in der Londoner U-Bahn

Ein Feueralarm hat in der britischen Hauptstadt einen ganzen Steckenabschnitt lahmgelegt. Am Dienstagmorgen schrillte die Sirene in der Station Charing Cross. Die sogenannte Bakerloo Linie, die zwischen Paddington Station und Elephant and Castle fährt, stellte daraufhin ihren Betrieb ein. In der Londoner "Tube" herrschen ohnehin täglich chaotische Zustände. Immerhin haben die Spiele noch nicht begonnen. In dieser Zeit werden voraussichtlich mehr als eine Million Menschen das Verkehrsmittel nutzen.

Libyscher Sportfunktionär entführt

Der Chef des libyschen Olympischen Komitees ist entführt worden. Bewaffnete in Uniform hätten das Fahrzeug von Nabil al-Alam in der Hauptstadt Tripolis gestoppt und sich als Angehörige der Armee ausgegeben, berichten lokale Medien. Der Sportfunktionär sei ihnen freiwillig gefolgt, seitdem aber nicht mehr gesehen worden. Nachdem der Diktator Muammar al-Gaddafi im vergangenen gestürzt wurde, hat die neue Regierung große Mühe, im Land für Sicherheit zu sorgen. Lokale Milizen versuchen, Unruhe zu stiften.

Tennisstar Nadal läuft seiner Form hinterher

Rafael Nadal ist noch nicht in Olympiastimmung, zumindest in sportlicher Hinsicht. Der spanische Tennisstar kämpft schon lange mit chronischen Knieproblemen. In Wimbledon schied er kürzlich bereits in der zweiten Runde aus. Er hadert mit seiner Form, verspricht aber: "Ich arbeite so hart wie ich kann." Das sollte er auch. In London hat Nadal schließlich seinen Titel aus Peking zu verteidigen.

Drei Nigerianer unter Dopingverdacht

Auch in Nigeria versuchen die Sportler offenbar, sich mit unerlaubten Mitteln Vorteile zu verschaffen. Drei stehen nun unter Dopingverdacht. Angeblich handelt es sich ausschließlich um Leichtathleten.

Petkovic: Spiele sind wichtiger als ein Grand Slam

Da ist jemand heiß auf London: "Olympia ist schon besonderer als ein Grand Slam, würde ich vom Gefühl her sagen", sagt die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic. Mit dem Gefühl ist das allerdings immer so eine Sache. Dazu kommt, dass noch gar nicht sicher ist, ob Petkovic ihrer These nachgehen darf. Nach einem doppelten Bänderriss im rechten Knöchel aus dem April muss sie noch zittern, ob es mit ihrem Olympia-Debüt klappt.

Quelle: sid/dpa/jds
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