Es war ein gelungener und insgeheim auch erhoffter Auftakt für die deutsche Mannschaft bei der Leichtathletik-WM in Berlin. Der Neubrandenburger Kugelstoßer Ralf Bartels holte die erste Medaille für Deutschland. Und am ersten Tagen schürten andere deutsche Athleten - wie die Stabhochspringerinnen - große Hoffnungen.
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Zum Abschluss bedankten sich die Athleten bei der Gastgeber-Stadt-Berlin für die tolle Stimmung während der Leichtathletik-WM.
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Auch den Helfern war nach Späßen zumute.
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Die 20 Jahre alte Bai Xue (übersetzt: "Weißer Schnee") gewann am Sonntag bei der Leichtathletik-WM vor 450.000 Zuschauern in 2:15:15 Stunden den Marathon der Frauen.
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Sabine Mockenhaupt aus Köln eroberte als beste Deutsche auf Rang 17 die Herzen des Publikums. Am Ziel musste sich die Marathon-Läuferin von Helfern betreuen lassen.
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Küsschen für Mutti: Superstar Usain Bolt herzt bei einer Pressekonfernez in Berlin seine Mutter Jennifer Bolt.
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Maskottchen Berlino feierte mit Usain Bolt dessen dritte Goldmedaille. Der Jamaikaner hatte sie am Abend mit der 4 x 100 Meter-Staffel gewonnen.
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Berlino hatte eine kleine Überraschung vorbereitet: "Ich bin ein Bolt", stand auf seinem Trikot. Einen Tag zuvor hatte Bolt behauptet, er sei ein Berlino.
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Sie schoben sich überraschend in einem großartigen Rennen auf Platz 3 vor: Die deutsche 100-Meter-Staffel der Frauen.
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Die Leichtathletik-WM in Berlin feierte eine Weltpremiere. Vor Hunderttausenden begeisterten Berlinern und Touristen liefen die Langstreckler die klassischen 42,195 Kilometer erstmals nicht im Olympiastadion sondern auf einem Rundkurs vorbei an zahlreichen historischen Schauplätzen der Hauptstadt.
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Schon am Brandenburger Tor beim Start säumten die Zuschauer die Stadtstrecke hinter den Sicherheitsgittern in Zehnerreihen. Manche hatten sich schon gut 80 Minuten vor dem Start die besten Plätze gesichert.
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Sieger bei einer Weltpremiere: Der Kenianer Abel Kirui gewann den WM-Marathon in 2:06:54 Stunden.
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24 Stunden nach Favoritin Ariane Friedrich flog auch Außenseiter Raul Spank (Dresden) zu Hochsprung-Bronze.
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Der Olympia-Fünfte kam vor 42.400 Zuschauern im Olympiastadion mit übersprungenen 2,32 Meter gemeinsam mit Sylwester Bednarek aus Polen auf Rang drei. Gold holte der dreimalige Vize-Weltmeister Jaroslaw Rybakow (Russland) vor dem Zyprer Kyriakos Ioannou, die auch jeweils
2,32 Meter meisterten.
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Bianca Kappler, die WM-Fünfte von Osaka, verpasste das Weitsprung-Finale. In der Qualifikation kam für die 32-Jährige aus Rehlingen mit der Weite von 6,29 Meter das vorzeitige Aus.
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Unter ihren Landesfahnen versteckten sich bei Regen die Silber- und Bronze-Medaillen-Gewinner über 400 Meter Jeremy Wariner (USA, l.) und Renny Quow (Trinidad und Tobago, r.). LaShawn Merritt (USA) gewann in neuer Jahresbestleistung Gold und entschied das Duell wie schon im Finale der Olympischen Spiele 2008 für sich.
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Der siebste WM-Tag begann mit ohrenbetäubendem Donner. Als die Geher dann auf die 50-Kilometer-Strecke gingen, war aber Schluss mit dem Regen, nur Pfützen waren noch auf den Straßen.
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Durch das Brandenburger Tor hindurch ging es los für die Geher,...
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...da kam die Sonne schon wieder kurz heraus.
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Unter den Linden immer auf und ab müssen die Starter gehen.
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Der deutsche 50-km-Geher Andre Höhne war vor zwei Jahren bei der WM in Osaka über 20 km kurz vor dem Ziel dehydriert stehengeblieben und später im Wassergraben kolabiert. In Berlin ließ es sich besser an.
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Höhne ging eine neue persönliche Bestzeit und kam auf Rang fünf.
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Im Ziel war völlig entkräftet...
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...und brauchte Hilfe.
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Sieger wurde der Russe Sergej Kirdjapkin, der noch fröhlich über die Ziellinie lief, sich dann aber...
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...ebenfalls nicht mehr halten konnte.
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Völlig entkräftet lag der neue Weltmeister am Boden.
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Das Ende von Tag sechs: Die Frankfurterin Ariane Friedrich ist an WM-Gold vorbei gesprungen. Mit 2,02 Meter holte die 25-Jährige bei der Leichtathletik-WM in Berlin Bronze.
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Ariane Friedrich scheiterte nach übersprungenen 2,02 m zweimal an 2,04 und dann im letzten Versuch an 2,06 m.
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Die drei weltbesten Hochspringerinnen auf dem Siegerpodest im Berliner Olympiastadion: Die Kroatin Blanka Vlasic gewann den Wettbewerb mit 2,04 m, die Russin Anna Tschitscherowa holte Silber und Ariane Friedrich Bronze.
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Sprinter unter sich: WM-Maskottchen Berlino und Usain Bolt.
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Der 100-Meter-Weltmeister Usain Bolt hat sich in Berlin auch über die doppelte Distanz Gold mit Weltrekord gesichert. Es gibt das Gerücht, Berlino werde sein künftiger Trainingspartner...
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Nach ihrem Sieg über 400 Meter Hürden konnte die Jamaikanerin Melaine Walker nahezu entspannt für die Fotografen posieren.
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Dieser Freudenflug war sicher viel zu schnell vorbei. Trey Hardee (USA) wurde Zehnkampf-Weltmeister.
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Ließ sich im Berliner Olympiastadion für seinen Sieg feiern: Kraftprotz Robert Harting holt sich die Goldmedaille im Diskuswurf. Vor Begeisterung über die eigene Leistung zeriss er sich gar das Trikot.
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Für diesen Moment waren seine harten Verbalattacken gegen Dopingopfer und Funktionäre vergessen.
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Das Berliner Publikum hatte eine klaren Vorschlag, wie sich die Leistung steigern lässt.
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Auch so können Sieger aussehen: Brigitte Foster-Hylton gewann über 100-Meter-Hürden die dritte Goldmedaille für Jamaika bei der Leichtathletik-WM in Berlin.
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Hier sieht man ihr die Freude über den Sieg schon eher an.
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Wem gehören diese Beine? So sehen die Knie von Sprinter Usain Bolt aus.
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Auch das gehört zum Sportfest in Berlin. Die syrische Läuferin Munira Al-Sayeh verletzt sich im Vorlauf über 200 Meter und muss von Ärzten medizinisch versorgt werden.
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Sie holte bei dieser WM das erste Gold für Deutschland: Speerwerferin Steffi Nerius.
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Da gratulierte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.
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Das Maskottchen der WM, Berlino, war vor lauter Begeisterung nicht zu halten. Es überrannte die Sportlerin und warf sie zu Boden.
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Tag drei der WM war auch der Tag der Tränen. Der deutsche Hammerwerfer Markus Esser war von sich selbst und seinem sechsten Platz unendlich enttäuscht. Er habe den schlechtesten Wettkampf seiner Karriere abgeliefert, sagte er.
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Auch bei Silke Spiegelburg flossen die Tränen. Die deutsche Stabhochspringerin wurde vierte...
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...mit der gleichen Höhe wie die beiden Zweitplatzierten aber mehr Fehlversuchen.
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Ausschließlich Fehlversuche brachte der russsische Stabhochsprung-Star Jelena Isinbajewa auf die Matte. Es war die erste große Überraschung der WM.
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Statt Isinbajewa jubelte die Polin Anna Gogowska über Gold - und warf Maskottchen Berlino fast aus seinen riesigen Schuhen.
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Falls Sie auch so verliebt sind in Berlino - es gibt ihn auch für die Handtasche.
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Einige Gesichter strahlten aber auch an Tag 3: Jennifer Oeser...
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...und Nadine Kleinert bekamen endlich ihre Medaillen ausgehändigt, die sie sich am Tag zuvor in Siebenkampf und Kugelstoßen erkämpft hatten.
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Und auch die Siegerehrung der schnellsten Männer der Welt fand statt,...
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...und zog die Fotografen geradezu magenetisch an.
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Einen Scheck über 100.000 Dollar gab es für Sieger Usain Bolt dazu für seinen Weltrekord.
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Bei den Frauen holte sich Shelly-Ann Fraser aus Jamaika vor ihrer Landsfrau Kerron Stewart den Titel über 100 Meter.
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Lachend lag sie auf dem Boden und konnte gar nicht wieder aufhören, sich zu freuen.
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Anschließend wollten die Fans Bolt gar nicht mehr weglassen.
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Der zweite WM-Tag war aus deutscher Sicht der Tag der Silver-Girls: Jennifer Oeser und Nadine Kleinert holten zweimal Silber für Deutschland.
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Als erste konnte Jennifer Oeser ihre Silbermedaille im Siebenkampf feiern.
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Nur zwei Minuten später jubelte Nadine Kleinert über ihre Platzierung.
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Sie hatte die Kugel 20,20 Meter gestoßen.
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Für Jennifer Oeser gab es ein Küsschen von Berlino.
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Dann wollte sie mit Julia Mächtig in "Danke Berlin"-T-Shirts auf Stadionrunde gehen - doch sie mussten warten bis die Sprinter fertig waren.
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Denn er war der eigentliche Star des Abends: Usain Bolt, der nach seinem Weltrekord über 100 Meter nicht umhin kam, sich von Berlino drücken zu lassen.
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Gemeinsam mit Landsmann Asafa Powell, der Dritter wurde, feierte Bolt,...
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...während Tyson Gay für seinen zweiten Platz vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit bekam.
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Jessica Ennis, die beste Siebenkämpferin der Welt.
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Die Zuschauer feierten einen großen WM-Abend im Olympiastadion.
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Tag zwei der WM: Weltmeisterschaften bedeuten immer auch Zusammentreffen verschiedener Kulturen.
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Rakia Al-Gassrathe startet für Bahrain - mit etwas anderer Startvorbereitung als ihre Kolleginnen. Sie schaffte die Qualifikation für den nächsten Lauf.
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Auch die Fans kommen aus aller Welt: Großbritannien,...
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...Norwegen,...
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...USA...oder natürlich...
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...auch Deutschland. Das erinnert doch an das Sommermärchen zur Fußball-WM 2006.
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Savannah Sanitoa (M.) aus amerikanisch Samoa schaffte es nicht über den Vorlauf hinaus, war mit 14.23 Sekunden Drittletzte - lief aber persönliche Bestzeit.
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Eigentlich ist Sanitoa Kugelstoßerin und Diskuswerferin, hatte sich in diesen Wettbewerben aber nicht qualifizieren können. "Also bin ich auf die Bahn und habe da trainiert," sagte die Schülerin.
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Es lief eben nicht für jeden Rund...
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Linda Züblin hatte sicherlich anders landen wollen.
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Janeth Jepkosgei Busienei stürzte im 800-Meter-Vorlauf, Caster Semenya musste aufpassen, dass sie nicht auch fiel.
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Sabine Krantz schien beim 20-Kilometer-Gehen Unter den Linden zunächst gut dabei zu sein, doch letztlich musste sie vor dem Ziel aufgeben. Auch anderen erging es nicht gut, ...
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...so schaffte es die Brasilianerin Tania Regina Spindler zwar ins Ziel, brach dort aber entkräftet zusammen.
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Und auch Larisa Emeljanova aus Russland ging es nicht besser.
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Da hatte es auch nicht geholfen, dass rund 100.000 Menschen am Straßenrand die Athletinnen anfeuerten.
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Temperaturen von mehr als 30 Grad machten doch einigen zu schaffen.
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Die Siegerin Olga Kaniskina aus Russland strahlte allerdings im Ziel.
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Und die Irin Olive Loughnane, die auf Platz zwei kam, wollten die Fans gar nicht wieder loslassen. Sie ist erst die vierte irische Medaillengewinnerin der WM-Geschichte.
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Auch die Deutsche Verena Sailer hatte ein strahlendes Lächeln...
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...für die Fans im Olympiastadion.
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Ebenso wie die zweite deutsche Starterin Marion Wagner überstand Sailer den Vorlauf über 100 Meter.
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Diese Herren springen bei der Hitze nicht etwa ausgelassen ins Wasser - sie sind Hürdenläufer im Olympiastadion.
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Speerwerferin Linda Stahl schien hingegen bei dem warmen Wetter sehr entspannt.
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Speerwerferin Christina Obergföll gab für den Laien ein perfektes Bild ab, doch...
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...es lief nicht rund. Nur knapp schaffte die Deutsche es in Finale.
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In der strahlenden Sonne kamen die Athleten schon am Morgen ins Schwitzen, die langen Kleider...
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...machten es Leila Rajabi aus dem Iran sicher nicht leichter.
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Mit Bronze für Ralf Bartels im Kugelstoßen ging der erste WM-Tag zu Ende.
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Für diesen Erfolg gab es von Siebenkämpferin Jennifer Oeser eine stürmische Umarmung.
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Siebenkämpferin Jennifer Oeser hatte am ersten Tag ein Gänsehautgefühl und macht Hoffnungen.
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Olympiadämmerung über Berlin: Die Hauptstadt wurde nach dem guten WM-Start zu einer Olympiabewerbung ermuntert.
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Wenn es nacht wird im Olympiastadion: Die Qualifikation der Stabhochspringerinnen bei Sonnenuntergang.
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Eine Sportart, die einfach gut aussieht.
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Berlin setzt Maßstäbe: Ertsmals starteten die Geher und die Marathonläufer bei einer Leichtathletik-WM mitten in der Stadt.
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Vor dem Brandenburger Tor ging es los.
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Das gibt beste Haltungsnoten.
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100.000 Zuschauer jubelten den Athleten zu.
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Eine ganze Gruppe Schiedsrichter passte auf, dass jeder ging und keiner lief.
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Stramme Waden gab es zu sehen.
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Die Sonne brannte auf die Geher,...
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...manche Zuschauer versuchten zu helfen.
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Waleri Bortschin aus Russland hieß der Sieger,...
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...auf Platz zwei und drei kamen Wang Hao aus China (l.) und Eder Sanchez aus Mexiko .
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Die Kameras waren auf den Sieger gerichtet,...
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...doch einige hielten auch auf den deutschen Geher Andre Höhne, der am Ende war.
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Am Abend gab es die Medaillen im Olympiastadion.
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Natürlich waren auch Bundespräsident Horst Köhler, seine Frau Eva Luise, Bundeskanzlerin Angela Merkel und DLV-Präsident Clemens Prokop dabei,...
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...sowie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (2.v.r.).
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Mit dem Hürdenlauf der Siebenkämpferinnen hatte zuvor im Olympiastadion alles angefangen - die WM begann, auch wenn die offizielle Eröffnung erst am Nachmittag anstand.
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Hürdenlauf ist auch Kunst.
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Jenna Ennis (r.) war die erste, die über einen kleinen Sieg jubeln durfte. Sie gewann den ersten Vorlauf.
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Auf Bahn fünf von links lief die Deutsche Lilli Schwarzkopf, die von zahlreichen Fans angefeuert wurde.
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So machen Siebenkämpferinnen sich warm - dürfte Spaß machen.
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Bevor die Zuschauer ins Stadion durften, war die Polizei dran, die aber nichts Verdächtiges fand.
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Die Fans durften ins Stadion und ordentlich Stimmung machen.
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An den Ticketschaltern bildeten sich Schlangen,...
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...doch ganz ausverkauft war das Stadion nicht. Dennoch herrschte gute Stimmung.
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Die Farben der Plakate erinnern doch stark an die Fußball-WM.
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Im Laufe des Tages brannte die Sonne auf die Menschen.
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Auch die Hostessen machten sich bereit, schließlich werden schon am ersten Tag die ersten Medaillen vergeben.
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Die Potsdamerin Antje Möldner konnte es kaum glauben. Im zweiten Vorlauf über 3000 Meter Hindernis stellte sie einen neuen deutschen Rekord auf.
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Bei den Männern machten die Kugelstoßer den Anfang, darunter der Deutsche Ralf Bartels.
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Auch der deutsche Kugelstoß-Star Peter Sack schaffte es ins Finale. Er jubelte verhalten...
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...während diese Damen im Ziel kein Wort mehr herausbrachten.
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Nach 3000 Metern ging nichts mehr.
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Auch den Fotografen werden während der WM Höchstleistungen abverlangt.
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3500 Journalisten aus aller Welt haben sich für die Leichtathletik-WM akkreditiert. Hier testet im Olympiastadion ein Kameramann sein Arbeitsmaterial.
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Der Stuttgarter Ingenieur Martin Finkbeiner ist ein ganz wichtiger Mann im Hintergrund, er ist...
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...für die Wettkampftechnik, auch die Hürden, zuständig.
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Eine der technischen Kuriositäten zur WM: Ein Hammerwagen mit Fernbedienung und WM-Maskottchen.
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Noch eine Kuriosität - nein, es besteht keine Schweingrippe-Gefahr.
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Sport kann so schön sein.
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Auch das ist ein perfekter Anblick,...
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...während dieser Sprung eher misslungen ist.
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Auch der Star der WM, Usain Bolt, trat am ersten Tag bereits an. Er absolvierte den Vorlauf im 100-Meter-Sprint lässig,...
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...während Martin Keller kämpfen musste, um als einziger Deutscher den Vorlauf zu überstehen.
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Bereits am Freitag war die Leichtathletik-WM inoffiziell eröffnet. Berliner Kinder stürmten am Nachmittag auf die blauen Laufbahnen am Brandenburger Tor...
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... nachdem der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit den Startschuss im dortigen Kulturstadion gegeben hatte.
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Hunderte Berliner nahmen das Areal sofort in Beschlag.
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Hier finden bis zum Sonntag, 23. August, die kulturellen Höhepunkte der WM statt.
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Eine riesige Fotografie ließ bei den Besuchern das Gefühl aufkommen, direkt im Olympiastadion zu sein.
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Dort aber herrschte noch gähnende Leere.
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Auch die deutsche U-23-Leichtathletik-Nationalmannschaft kam zum Brandenburger Tor.
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Berlin hofft, dass das drittgrößte Sportfest der Welt ähnlich spielerisch und leicht wird wie die Fußball-WM 2006.
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Am Freitagabend wurde dann am Brandenburger Tor das Willkommensfest gefeiert.
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Swing-Musiker Paul Kuhn und Sängerin Mieze der Band Mia standen zusammen auf der Bühne.
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Dann sprach Klaus Wowereit noch einmal offizielle Worte.
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Wie auch der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, Lamine Diack.
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Das Brandenburger Tor wurde zur Bühne.
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Dann wurde es dramatisch. Tänzer schienen nach den Sternen zu greifen.
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Opernsängerin Nadja Michael wuchs über sich hinaus.
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Mit Schwarzlicht angestrahlte Figuren gaben sich die Hand wie zum Symbol der Freundschaft unter den Nationen.
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Schließlich wurden die Flaggen der teilnehmenden Nationen geschwenkt.
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Morten Harket, Sänger der norwegischen Popband A-ha, sang gegen Ende der Show. Von A-ha stammt der offizielle WM-Song "Foot of the Mountain".
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Danach explodierte der Himmel über dem Brandenburger Tor in Pink.
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Mit diesen Schuhen will der jamaikanische Sprinter Usain Bolt über 100 Meter das Duell mit seinem US-Kontrahenten Tyson Gay gewinnen.
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Ein schöner Rücken... WM-Maskottchen Berlino zeigte auf dem Breitscheidplatz sein Können im Hochsprung.
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Nicht rund, sondern eckig sind die Medaillen für all jene Sportler, die auf dem Treppchen landen. Die Idee für die ungewöhnlichen Prachtstücke stammt von einer 26 Jahre alten Produktdesign-Studentin an der Universität der Künste in Berlin.
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Der Rasen im Olympiastadion wird während der Wettkämpfe eine Augenweide sein. Schön ist der Kontrast zwischen blauer Bahn und grünem Gras.
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Am Brandenburger Tor hat man von dieser Aussichtsplattform den besten Blick auf das Kulturstadion - die Fanmeile während der WM.
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Überall in der Stadt - wie hier am Bahnhof Friedrichstraße - wird für das weltweit größte Sportereignis 2009 geworben.
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Die Berliner S-Bahn setzt während der WM 24 Auszubildende auf den Bahnhöfen ein. Sie sind an ihren roten Westen zu erkennen und sollen Touristen helfen.
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Politiker trifft Sportlerin: Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) besuchte im WM-Vorbereitungslager in Kienbaum Stabhochspringerin Silke Spiegelburg bevor es ernst wurde.
Das Feixen wollte gar nicht mehr aus Ralf Bartels' rundem Gesicht weichen.
Immer wieder schlug der Neubrandenburger Kugelstoßer die Hände über dem
kahlen Kopf zusammen, ungläubig blickte er auf die Anzeigetafel, die die
Weite seines Konkurrenten Reese Hoffa auswies. Tatsächlich: Der Amerikaner
hatte im letzten Versuch neun Zentimeter weniger gestoßen und Bartels (21,37
Meter) plötzlich Bronze hinter Christian Cantwell aus den USA (22,03) und
dem Polen Tomasz Majewski (21,91) gewonnen. „Bronze ist Bronze, ich bin
überglücklich“, jubelte Bartels (31), der vor zwei Jahren in Osaka noch
Siebter geworden war. Pünktlich zum Saisonhöhepunkt gelang dem Europameister
von 2006 gleichzeitig eine persönliche Bestweite, 26 Zentimeter weiter als
bislang in diesem Jahr, was von den Zuschauern mit Sprechhören gefeiert
wurde. Bartels resümierte: „Das Publikum hatte maßgeblichen Anteil, es hat
mich zu Bronze getrieben. Ich habe gezeigt, dass das Unmögliche möglich ist.
Ich hoffe, das ist vielleicht Ansporn für andere.“
Als seine Kugel im dritten Durchgang bei der Bronze-Weite einschlug, war
Ex-Sprinterin Marlies Göhr erste Gratulantin bei dessen Trainer Gerald
Bergmann. „Das ist eine Riesengeschichte für Ralf“, sagte der Coach, der in
der Runde zuvor noch genauso verzweifelt war wie sein Schützling. Nach 20,18
Metern schüttelte Bartels beinahe desillusioniert den Kopf. Es schien nichts
zusammen zu gehen, ehe er Minuten später explodierte.
„Der Stoß war dann relativ gut getroffen“, flachste er am Stadion-Mikrophon.
„Dann bin ich in den Wettkampf reingekommen. Mit dem Publikum und dem
Adrenalin ist es dann soweit gegangen.“ Für Bartels war es nach dem
Seuchenjahr 2008 das Comeback in der Weltspitze. Wegen einer Wadenverletzung
hatte er die Teilnahme an den Olympischen Spielen verpasst. Doch die
Probleme 2008 waren noch weit vielschichtiger. Sie reichten vom Fuß über die
Wade bis hoch zur Hüfte. Alles war mal dran, doch 2009 machte Bartels dann
kurz vor der WM mit 21,11 Metern seine Ambitionen deutlich.
Es war also ein gelungener und insgeheim auch erhoffter Auftakt für die
deutsche Mannschaft, die ihre Bilanz von den Olympischen Spielen in Peking
schon jetzt erreicht hat. Vor einem Jahr hatte Christina Obergföll im
Speerwerfen mit Bronze die einzige Medaille für den DLV geholt. Von einem
holprigen Start kann sportlich also weniger die Rede sein, allerdings ließ
der Zuschauerzuspruch zum Auftakt der Welttitelkämpfe noch zu wünschen
übrig.
25.300 Zuschauer sollen es laut Veranstalterangaben am Vormittag im Stadion
gewesen sein, 42.546 am Abend. Wobei selbst IAAF-Offizielle die Ränge mit
skeptischem Blick streiften. Um 18 Uhr hatte Bundespräsident Horst Köhler
die 12. Weltmeisterschaften für eröffnet erklärt, bevor eine ebenso kurze
wie belanglose Eröffnungszeremonie mit mehr als 200 Flaggen, Chor und
Tanzdarbietung über die Bühne ging. Sollte dabei jemand Gänsehaut verspürt
haben, dürfte es wohl an einem Windzug gelegen haben.
Schon wenig später gleichwohl deutete das deutsche Publikum erstmals an, dass
es selbst in etwa mehr als halber Besetzung zu mehr Lärm in der Lage ist als
das japanische vor zwei Jahren in Osaka in einer fast voll besetzten Arena:
Carsten Schlangen (31) hielt in seinem 1500-Meter-Vorlauf lange Zeit an der
Spitze mit, bis ihm auf der letzten halben Runde die Puste ausging. „Schade,
dass ich nicht weiter bin, ich hatte mir mehr vorgenommen“, bedauerte der
Berliner, der in den vergangenen drei Wochen im Training wegen einer
Knochenhautentzündung im Schienbein vorwiegend atypisch unterwegs war: „Ich
bin ziemlich viel Rad gefahren.“
Gänsehautfeeling beim Siebenkampf
Vielfältige Trainingsformen kennt Jennifer Oeser hingegen von Disziplin wegen.
Nach dem ersten Tag im Siebenkampf und zwei persönlichen Bestleistungen
(Hochsprung 1,83 m/Kugelstoßen 14,29 m) liegt die 25-Jährige mit 3814
Punkten auf Rang drei der Gesamtwertung hinter der Britin Jessica Ennis
(4124) und Natalja Dobrynska aus der Ukraine (3817). Dabei, kicherte Oeser,
„hatte ich nach der Mittagspause mein Schwein im Hotel vergessen“. Ein
Physiotherapeut liefert den Glücksbringer aus Plüsch namens „Schwein vom
Rhein“ rechtzeitig zum abendlichen Wettkampf ab. Nach dem attestierte Oeser
dem Publikum: „Das pusht extra. Ein Gänsehautfeeling. Von mir aus könnte der
Siebenkampf an dieser Stelle beendet sein.“
Ähnliche Erwartungen wie die Siebenkämpferin schürten an einem angenehm warmen
Abend die drei deutschen Stabhochspringerinnen Silke Spiegelburg, Anna
Battke und Kristina Gadschiew: Sie erreichten alle das morgige Finale.
Während des 10.000-Meter-Laufs der Frauen schwappte dann sogar zweieinhalb
Runden lang La Ola durchs Stadion. Und als sich die Kenianerin Linet
Chepkwemoi Masai auf den letzten 80 Metern mit raumgreifenden Schritten noch
an der zu siegesgewissen Äthiopierin Meselech Melkamu vorbei ins Ziel warf,
wurde das Gebrüll der Zuschauer so richtig laut – um noch einmal getoppt zu
werden, als die winzige Japanerin Yukari Sahaku drei Minuten nach der
Siegerin lachend als Letzte über die Ziellinie hechelte. Auch das ist WM.