Am 15. August geht es wieder los: Berlin wird zur WM-Stadt. Hier finden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 statt. 59 Goldmedaillen sind zu vergeben. Die Veranstalter hoffen auf mehr als 500.000 Besucher im Stadion. Auch eine Fanmeile ist geplant.
Foto: AFP
Der Berliner Zehnkämpfer André Niklas kam bei den Olmypischen Spielen in Peking auf Platz acht. Er startet für die LG Nike Berlin.
Foto: dpa
Auch Janin Lindenberg startet für die LG Nike Berlin, allerdings im 400-Meter-Lauf und Weitsprung. Bei der Juniorenweltmeiserschaft 2006 kam sie mit der Vier-Mal-400-Meter-Staffel auf Platz sechs.
Foto: DPA
Carsten Schlangen von der LG Nord Berlin holte bei den Hallenweltmeisterschaften 2008 in Valenzia Bronze über 1500 Meter und kam in Peking auf Platz acht.
Foto: Iris Hensel
Florian Seitz' Bestleistung über 400 Meter liegt bei 46,94 Sekunden. Sein Verein ist der SCC Berlin.
Foto: DPA
Claudia Hoffmann vom SC Potsdam war 2006 Deutsche Meisterin über 400 Meter. Ein Jahr später wurde sie bei den Halleneuropameisterschaften Vierte.
Foto: picture-alliance
Ebenfalls vom SC Potsdam ist Antje Möldner. Sie ist amtierende deutsche Meisterin über 3000 Meter. In Peking kam sie über die Distanz auf Platz sieben.
Foto: REUTERS
Sebastian Bayer vom TSV Bayer 04 Leverkusen wurde 2006 Deutscher Meister im Weitsprung. Bei den Olympischen Spielen 2008 kam er mit 7,77 Meter nur auf Rang zwölf.
Foto: picture-alliance
Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch (LG Eintracht Frankfurt) holte 2007 bei der U23-EM Silber, ein Jahr zuvor hatte er bei der Leichathletik-EM Platz fünf belegt.
Foto: DPA
Marius Bröning bei der Präsentation der offiziellen Bekleidung der deutschen Herren-Olympiamannschaft für die olympischen Spiele in Peking. Der Sprinter vom LAV Asics Tübingen war für die Vier-mal-100-Meter-Staffel dabei, durfte aber nicht mit an den Start. Zuletzt hatte er 2008 Silber bei den Deutschen Hallenmeisterschaften geholt.
Foto: dpa
Auch Matthias de Zordo will für Deutschland an den Start gehen. Der Speerwerfer vom SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken war 2007 Junioren-Europameister.
Foto: AFP
400-Meter-Läuferin Florence Ekpo-Umoh (Erfurter LAC) hatte ihre letzten größeren Erfolge 2002, als sie vierte bei den Deutschen Meisterschaften wurde und Europameisterin mit der Staffel. Zwischen 2003 und 2005 war sie wegen eines Dopingvorfalls gesperrt, nun will sie wieder starten.
Foto: dpa
Jan Fitschen vom TV Wattenscheid 01 hat schon diverse deutsche Meistertitel über 3000, 5000 und 10.000 Meter geholt. 2006 wurde er unter anderem auch Europameister über die 10.000 Meter.
Foto: AFP
Ruwen Faller (r.) vom SC Magdeburg holte seinen letzten Titel über die 400 Meter 2006 bei der deutschen Hallenmeisterschaft. Bei den Olympischen Spielen 2008 war er mit der Staffel am Start. Die deutsche Staffel qualifizierte sich nicht für das Finale, das Faller 2004 in Athen noch erreicht hatte.
Foto: AP
Charles Friedek (Team Referenznetzwerk Leverkusen) ist im Dreisprung unter anderem fünfacher deutscher Meister. 1999 holte er sich den Weltmeistertitel und den Hallenweltmeistertitel.
Foto: AFP
Auch der deutsche Meister über 400 Meter von 2006, Kamghe Gaba (LG Eintracht Frankfurt ), will in Berlin an den Start gehen - und zwar als Einzelstarter. Auf der internationalen Bühne war er zuletzt bei den Olympsichen Spielen in Peking mit der Staffel dabei. Für ihn lief es recht gut, doch die Staffel kam nicht ins Finale.
Foto: picture-alliance
Stabhochspringerin Kristina Gadschiew vom LAZ Zweibrücken holte 2007 Silber bei der Universiade in Bangkok (Thailand) und schaffte 2008 die Olympianorm.
Foto: picture-alliance
Till Helmke vom TSV Friedberg-Fauerbach könnte in Berlin über 100 und 200 Meter an den Start gehen. Sein letzter großer Erfolg war ein dritter Platz bei den Deutschen Meisterschaften 2007 über 200 Meter. In Peking war er in der Vier-mal-100-Meter Staffel.
Foto: picture-alliance
Bianca Kappler vom LC asics Rehlingen war schon mehrfach deutsche Meisterin im Weitsprung, zuletzt 2007. Ihre persönliche Bestleistung ist 6,90 Meter.
Foto: dpa
Johanna Kedzierskis Bestleistung über 200 Meter liegt bei 23,47 Sekunden, in der Halle bei 23,41. Kedzierski startet für die MTG Mannheim.
Foto: picture alliance
Simon Kirch vom SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken will über die 400 Meter an den Start gehen. 2008 wurde er in 45,57 Sekunden Deutscher Meister.
Foto: dpa-Zentralbild
Alexander Kosenkow ist mehrfacher Deutscher Meister über 100 und 200 Meter. Er startet für den TV Wattenscheid 01.
Foto: picture alliance
Sprinter Falco Lausecker von der LG Eintracht Frankfurt holte bei den Hallenmeisterschaften 2008 den dritten Platz über die 400-Meter-Distanz.
Foto: dpa
Sprinterin Mareike Peters will in Berlin in der Staffel starten. 2008 war die 22-Jährige Teil der Vier-mal-100-Meter-Staffel bei den Olympischen Spielen in Peking, durfte aber nicht auf die Bahn.
Foto: picture-alliance
Die Halleschen Leichtathletik-Freunde schicken Norman Müller ins Rennen um die Teilnahme am Zehnkampf-Wettbewerb. Müller war 2008 gut drauf, holte sich unter anderem den deutschen Meistertitel.
Foto: DPA
Carolin Nytra (l.) (Bremer LT/VfB Komet) kam über 100 Meter Hürden in Peking ins Halbfinale. Nun will sie nach Berlin und dort noch weiter kommen.
Foto: picture-alliance
Ronny Ostwalds (TV Wattenscheid 01) einziges Ziel ist seit Monaten Berlin. er will in der Vier-mal-100-Meter-Staffel antreten - und nicht nur Ersatzmann sein.
Foto: picture alliance
Der WM-Fünfte im Hochsprung, Björn Otto (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen), war 2008 verletzt und auch nicht in Peking dabei. Nun soll in Berlin alles rund laufen.
Foto: picture-alliance
Auch Langstreckenläufer Andre Pollmächer (LAC Erdgas Chemnitz ) plagte 2008 Verletzungspech. Nun will er an die Form von 2007 anknüfen, als er den 10.000-Meter-Europacup gewann.
Foto: EPA
Bei Christian Reif (ABC Ludwigshafen ), der zuletzt 2007 Deutscher Meister im Weitsprung wurde, lief es 2008 nicht rund. Doch 2009 will er in Berlin Topleistungen zeigen.
Foto: DPA
Verena Sailer von der MTG Mannheim kam bei den Olympischen Spielen 2008 mit der deutschen Vier-mal-100-Meter-Staffel ins Finale. Außerdem ist sie mehrfache deutsche Meisterin über die Distanz.
Foto: DPA
Michael Schrader (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) ging 2008 als bester deutscher Zehnkämpfer in den zweiten Tag des Olympia-Zehnkampfes und wurde schließlich zehnter.
Foto: picture-alliance
Platz acht bei den Olympischen Spielen und Platz eins bei den deutschen Hallenmeisterschaften lautet die Bilanz der Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf für 2008. Sie startet für den LC Paderborn.
Foto: DDP
Alexander Straub von der LG Filstal wurde 2008 bei den Deutschen Meisterschaften vierter im Stabhochsprung und stand als Ersatzmann für das Olympiateam bereit.
Foto: dpa
In 45,71 Sekungen lief Bastian Swillims vom TV Wattenscheid 01 bei den Deutschen Meisterschaften 2008 auf Platz zwei. Seine persönliche Bestzeit sind 45.44 Sekunden.
Foto: picture alliance
Die deutsche Meisterin 2008 über 400 Meter Hürden heißt Jonna Tilgner (Bremer LT/VfB Komet). In Peking kam sie mit der Staffel auf Platz acht.
Foto: picture-alliance
Claudia Tonn (LAV Hamburg-Nord ) will im Weitsprung die Qualifikation zur WM 2009 in Berlin in Angriff nehmen. Dafür schob sie ihre Siebenkampf-Ambitionen beiseite. 2008 wurde sie zweite bei den deutschen Hallenmeisterschaften.
Foto: DPA
Auch Cathleen Tschirch (r.) gehörte in Peking zur Vier-mal-100-Meter-Staffel, die auf Platz fünf kam. Sie startet für den TSV Bayer 04 Leverkusen.
Foto: AP
Alexander Vieweg wurde 2008 vierter bei den Deutschen Meisterschaften und qualifizierte sich für Olympia. Er startet für den SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken.
Foto: DPA
Weitspringer Nils Winter (Team Referenznetzwerk Leverkusen) war 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen dabei. Seine persönliche Bestweite sind 8,21 Meter.
Rund 2500 Athleten starten in Berlin in 47 Disziplinen und kämpfen um die
Weltmeistertitel. Vom 15. bis 23. August finden die
Leichtathletik-Weltmeisterschaften in der deutschen Hauptstadt statt. Rund
220.000 Tickets waren 100 Tage vor dem WM-Start bereits verkauft. 545.000
Tickets will das Organisationskomitee an den Fan bringen, damit sich die
Veranstaltung auch rechnet. Ein WM-Lastwagen tourt quer durch Deutschland
und macht auf zentralen Plätzen jeweils für einen Tag Station mit einer
sogenannten Roadshow, einer Werbe-Show für die WM.
Morgenpost Online
Im Netz
Austragungsort der Wettkämpfe ist das Berliner
Olympiastadion. In 24 Disziplinen treten die Männer in Vor- und
Finalwettkämpfen an. Die Frauen kämpfen um eine Goldmedaille weniger, sie
starten nicht in der Disziplin 50-Kilometer-Gehen. Die klassischen Kurz- und
Langstreckenläufe, Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen, Hammer-, Diskus- und
Speerwurf sowie natürlich die Königsdisziplinen Zehnkampf und Siebenkampf
stehen alle auf dem Wettkampfplan.
Zwei Wettbewerbe werden allerdings nicht im Stadion ausgetragen: Erstmals in
der Geschichte der Leichtathletik-WM finden die Marathon- sowie die
Geherwettbewerbe komplett in der Innenstadt statt. Start und Ziel am
Brandenburger Tor ähneln dem Berlin-Marathon, allerdings werden die
WM-Teilnehmer nicht auf eine 42,195 Kilometer lange Strecke geschickt,
sondern bestreiten einen zehn Kilometer langen Rundkurs durch Tiergarten und
Mitte viermal. Die letzte Runde wird um eine gut zwei Kilometer lange
Schleife zum Alexanderplatz erweitert. Am 22. August ab 15 Uhr können
Hobby-Läufer die WM-Strecke beim zehn Kilometer langen „Champions Run“
übrigens selbst testen. Anmeldungen sind online unter www.championsrun.de
möglich.
Unter den Sportstars, die nach Berlin kommen, sind auch große Namen wie Usain
Bolt und Irina Mikitenko. Sprinter Bolt gilt als schnellster Mann der Welt,
seit er bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 einen neuen Weltrekord
über 100 Meter aufstellte (9,69 Sekunden). Mikitenko ist Deutschlands
erfolgreichste Langstreckenläuferin. Sie holte sich 2008 auch den Sieg beim
Berlin-Marathon und gewann 2008 und 2009 den Marathon in London.
Wie es mittlerweile üblich ist, werden auch während der WM in Berlin einige
Wettbewerbe behinderte Sportler ausgetragen, die sich so einem breiteren
Publikum präsentieren können, als bei der Leichtathletik-WM der Behinderten,
die in der Regel deutlich weniger Beachtung findet.
In der Stadt gibt es während der WM auch ein Begleitprogramm. Vor dem
Olympiastadion Berlin ist an den Veranstaltungstagen ein sogenannter Market
Square vorgesehen, auf dem ein Unterhaltungsprogramm angeboten wird. Am
Brandenburger Tor ist zudem eine Fanmeile geplant. Hier sollen
Leichtathletik-Fans miteinander ins Gespräch kommen, außerdem könnte es
Ausstellungen etwa des Berliner Sportmuseums geben. Eines ist aber klar: Es
wird keine Live-Übertragungen der Wettkämpfe auf Großleinwänden geben. Die
Organisatoren wollen die Berliner nicht davon abhalten, ins Stadion zu
gehen.
Tickets gibt es unter http://www.berlin2009.org/35-0-tickets.html
oder unter der Hotline 0180 5 1 2009 1.sh
Erschienen am
12.05.2009