Hannover

Nach Randale: Bahn wirft 250 Hertha-Fans aus dem Zug

Nach Randale im Bistro verweigert das Zugpersonal zunächst die Weiterfahrt. Polizei verhängt Strafanzeigen wegen sexueller Beleidigung.

Hertha-Fans mit Berlin-Flagge im Olympiastadion

Hertha-Fans mit Berlin-Flagge im Olympiastadion

Foto: Rundfunk Berlin-Brandenburg

Einige Fans von Hertha BSC zwangen am Sonnabend einen ICE auf der Rückfahrt aus Köln zu einem längeren Zwischenstopp am Hauptbahnhof Hannover. Einem Sprecher der Bundespolizei zufolge hat die Gruppe in dem Zug so stark geraucht und gelärmt, dass er nicht weiterfahren konnte. Dazu wurden Aufkleber im Zug angebracht.

Die 250 Anhänger waren nach dem Auswärtsspiel der Berliner in Köln im ICE in Richtung Berlin-Gesundbrunnen unterwegs. Der Fahrplan sah eine Abfahrt von Hannover um 21.51 Uhr vor. Letztlich ist er um 22.58 Uhr abgefahren. Nicht an Bord waren 250 Hertha-Fans. Sie mussten in Hannover aussteigen. Laut Polizeisprecher hat das Personal eines ICE aus Düsseldorf, der später in Richtung Berlin unterwegs war, sich zunächst geweigert, die Fans mitzunehmen. Nach langen Diskussionen konnten etwa 200 Hertha-Anhänger zusteigen. Einige Fans übernachteten in einem Hotel in Hannover. Ein Twitter-Nutzer schrieb: "Am Infoschalter haben Sie uns gegen Mitternacht ­Taxis nach Berlin ­bestellt. Wir waren 2.40 Uhr hier am ­Hauptbahnhof."

Die Polizei verhängte gegen drei Männer Strafanzeigen wegen sexueller Beleidigungen. Die Sachbeschädigung im Zug durch die Aufkleber verfolgte die Polizei nicht weiter.

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