25.02.13

Interview

Lautern-Boss Kuntz hat "viel Vorfreude" auf das Hertha-Spiel

Vor dem Spitzenspiel gegen Hertha BSC spricht Kaiserslauterns Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz über das Aufstiegsrennen.

Von Jörn Meyn
Foto: Bongarts/Getty Images

Da geht es lang: Kaiserslauterns Vorstandsboss Stefan Kuntz (r.) im Gespräch mit seinem Trainer Franco Foda
Da geht es lang: Kaiserslauterns Vorstandsboss Stefan Kuntz (r.) im Gespräch mit seinem Trainer Franco Foda

Vor dem Spitzenspiel der zweiten Liga am heutigen Montag zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Kaiserslautern (20.15 Uhr/Sport1 und im Live-Ticker bei Morgenpost.de) redet der Vorstandsvorsitzende der Pfälzer, Stefan Kuntz, über das Aufstiegsrennen und sein Nachrüsten im Winter. Für Herthas Cheftrainer Jos Luhukay hat er nur lobende Worte.

Berliner Morgenpost: Herr Kuntz, mit welchem Gefühl reisen Sie zum Spitzenspiel?

Stefan Kuntz: Ich habe sehr viel Vorfreude im Bauch. Bei der Partie weht ein Hauch von Bundesliga, und da wollen wir ja schließlich alle wieder hin. Zudem ist es ein sehr wichtiges Spiel für uns.

Ist das Spiel die letzte Chance für den FCK, noch einmal Platz zwei anzugreifen?

Kuntz: Nein. Ich denke, dass man Prognosen erst um den 30. Spieltag herum machen kann. Wir haben ja selbst gesehen, wie schnell es gehen kann. Vor Beginn der Winterpause haben wir nur einen Punkt aus vier Spielen geholt und dabei elf Zähler verspielt. Das ist alles möglich. Und daher geht es für uns zunächst darum, uns bis zum 30. Spieltag in eine gute Ausgangssituation zu bringen. Dann beginnt noch einmal die ganz heiße Phase der Saison.

23. Spieltag der 2. Fußball Bundesliga Live-Ticker

Dennoch wäre ein Sieg in Berlin ein Big Point für den FCK.

Kuntz: Ja, absolut. Hertha hat in meinen Augen die qualitativ bestbesetzte Mannschaft der Zweiten Liga. Es wäre toll, wenn wir es schaffen würden, dort zu punkten.

Sie sagen "punkten". Trauen Sie sich einen Sieg nicht zu?

Kuntz: Nein, das hat etwas mit Respekt vor dem Gegner zutun. Hertha spielt in dieser Saison unglaublich stabil und hat 20 Spiele nicht mehr verloren. Bevor wir große Sprüche klopfen und sagen, dass wir in Berlin gewinnen werden, sage ich lieber, "wir wollen punkten". Das schließt einen Sieg ja nicht aus.

Herthas Manager Michael Preetz hat gesagt, dass das Problem des FCK nicht die eigene Leistung ist, sondern die Stabilität von Braunschweig und Hertha.

Kuntz: Ja, das kann man so sagen. Wobei uns ja auch niemand daran gehindert hat, ähnlich erfolgreich zu sein. Wir haben die Konstanz, die Hertha und Braunschweig gezeigt haben, zum Ende des Jahres eben nicht gehabt. Und deshalb stehen wir auch zu Recht nur auf dem dritten Platz.

Warum haben Sie im Winter noch einmal mit sechs Neuen nachgerüstet?

Kuntz: Es gab mehrere Gründe dafür. Wir haben einerseits den im Sommer begonnenen Umbruch fortgesetzt und außerdem nach der Analyse der Vorrunde zusammen mit unserem Trainer Franco Foda beschlossen, taktisch mehr Variationsmöglichkeiten haben zu wollen. Deshalb haben wir die beiden Flügelspieler Christoph Drazan und Mitchell Weiser geholt. Zudem mussten wir auf unsere Langzeitverletzten reagieren. Und Chris Löwe war ein Transfer, der mit Blick in die Zukunft getätigt wurde.

Hertha kann sich aus finanzieller Sicht ein zweites Jahr Zweite Liga eigentlich nicht erlauben. Wie groß ist der Druck beim FCK, aufsteigen zu müssen?

Kuntz: Das ist bei uns anders als bei Hertha. Wir haben wirtschaftlich keine Sorgen. Die Wintertransfers konnten wir aus unserem Budget finanzieren und mussten keine Schulden machen. Dennoch steht außer Frage, dass die Bundesliga einem Verein wie dem FCK wirtschaftlich guttun würde.

Es hat im Mai Gerüchte gegeben, dass auch der FCK an Jos Luhukay interessiert gewesen ist. Wie beurteilen Sie seine Leistung?

Kuntz: Die Arbeit von Jos Luhukay spricht absolut für sich. Da muss man sich ja nur die Tabellensituation anschauen. Es war nach dem Abstieg sicherlich nicht einfach, bei Hertha wieder Ruhe rein zu bekommen. Das hat er geschafft, und ich habe großen Respekt vor Luhukay.

Wer steigt am Ende der Saison auf?

Kuntz: Ich denke, dass die drei Mannschaften aufsteigen werden, die jetzt vorn stehen.

Mit Ihrem Klub auf Platz drei?

Kuntz: (lacht) Das weiß ich nicht. Warten wir es ab.

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