15.01.13

Zweite Liga

Hertha spielt ohne Kraft, Ramos und Ronny gegen den HSV

Trainer Jos Luhukay hat einen straffen Trainingsplan erstellt: Sechs Testspiele in 18 Tagen. Das erste Pflichtspiel ist Anfang Februar.

Von Uwe Bremer
Foto: dapd

Torwart Thomas Kraft darf wegen einer Erkältung nicht gegen den HSV ran
Torwart Thomas Kraft darf wegen einer Erkältung nicht gegen den HSV ran

Der Tag begann mit einer Krafteinheit. Daran schloss sich ein Lauftraining an. Am Nachmittag ließ Trainer Jos Luhukay die Profis mit Ball arbeiten: Passübungen, Ballstafetten und zum Ende ein Trainingsspiel. Die Folgen des intensiven Trainingstages werden am Mittwoch zu betrachten sein, wenn Hertha BSC zum internen Test beim Hamburger SV antritt. Der Bundesligist hat mit Blick auf den Rückrunden-Start am Sonntag (beim 1. FC Nürnberg) längst die Belastung heruntergefahren. Für die Gastgeber hat der freundschaftliche Vergleich vor allem deshalb Bedeutung, weil er zum Härtetest für den rekonvaleszenten Raffael van der Vaart wird. Der niederländische Star soll eine Halbzeit zum Einsatz kommen.

Für den Zweitligisten aus Berlin beginnt das Pflichtspiel-Jahr erst Anfang Februar bei Jahn Regensburg. Weshalb Hertha noch mitten in der Arbeit steckt. So war es bereits am vergangenen Wochenende beim VfL Wolfsburg (1:5) zu sehen. "Bei diesem Ergebnis wird jetzt alles auf die Waage gelegt", sagte Trainer Luhukay, "aber mir sind Resultate in der Vorbereitung zweitrangig. Bei uns fehlt die Frische im Moment. Das ist normal, ich kann das einordnen."

Sechs Testspiele in 18 Tagen

Hertha geht im Moment durch eine paradox anmutende Phase. Einerseits haben sich die Blau-Weißen als stabile, eingespielte Mannschaft präsentiert, sind seit 17 Spielen in der Zweiten Liga ungeschlagen und haben 42 Punkte geholt. Andererseits hat der Trainer einen Vorbereitungsmarathon zusammengestellt, der sechs Spiele innerhalb von nur 18 Tagen vorsieht. Es begann vor einer Woche mit einem 2:1 gegen Wolfsburgs U23, es folgte die Schlappe bei den VfL-Profis. Heute geht es gegen den HSV. Im Trainingslager in der Türkei trifft Hertha auf Bayern Münchens U23 mit ihrem Trainer Mehmet Scholl (22. Januar), auf den FC Lugano (24.) sowie auf Sturm Graz (25.).

Warum so viele Spiele? Und wie soll dabei vernünftig trainiert werden? Die Erklärung liefert Manager Michael Preetz. "Wir haben so viele Rückkehrer, die benötigen jede Minute Spielpraxis." So geht es für den Trainer nicht nur darum, mit der eingespielten Crew die Form des vergangenen Halbjahres zu konservieren. Sondern vor allem darum, nach langen Pausen Maik Franz, Peter Pekarik, Pierre-Michael Lasogga, Änis Ben-Hatira, Christoph Janker, Levan Kobiashvili, Nico Schulz und Shervin Radjabali-Fardi wieder an Wettkampf-Niveau heranzuführen. Aus diesem Grunde absolviert der Zweitliga-Zweite mehr Testspiele als sonst in einer Winter-Vorbereitung.

Franz, Lasogga und Kobiashvili haben ihre ersten Einsatzminuten bereits bekommen. Ben-Hatira (seit dem 19. Oktober 2012 ohne Spiel) hofft im Trainingslager in der Türkei reichlich Wettkampfpraxis zu sammeln. "Im Idealfall sind möglichst viele der Rückkehrer Anfang Februar einsatzfähig", sagte Preetz.

Einer wird sich jedoch gedulden müssen. Peter Pekarik steht nach seiner Schulter-Operation zwar wieder auf dem Trainingsplatz. Doch fußballtypische Situationen mit Zweikämpfen kommen für den Slowaken noch etwas zu früh. Läuft alles normal, wird der rechte Verteidiger Mitte Februar zurückerwartet.

Franz und Lasogga hoffen

Bisher hat der Trainer sowohl bei den Tests als auch bei den internen Trainingsformen jeweils die bisherige Stammformation zusammen gelassen. Und die Rückkehrer bei den Reservisten einsortiert. Eine Herausforderung für die extrem Ehrgeizigen unter den ehemaligen Patienten. Vor allem Franz und Lasogga versuchen jedes Training, jeden Test zu nutzen, um sich positiv zu zeigen.

Beide werden am Mittwoch in Hamburg zum Einsatz kommen. Die Reise an die Elbe nicht mit antreten werden Thomas Kraft, der Torwart ist erkältet, sowie Ronny und Adrian Ramos, die zu Wochenanfang noch angeschlagen waren.

Wie er genau am Mittwoch beim klassenhöheren Konkurrenten aufstellen wird, ließ sich der Hertha-Trainer am Tag zuvor nicht entlocken. "Ich werde eine Mischung aus denen nehmen, die im Moment trainieren." Dahinter verbirgt sich Luhukays Ansinnen: Resultate sind in dieser Phase der Vorbereitung nachrangig, wichtig ist, dass der Konkurrenzkampf lebt. Und bei allem Grimmen um die deutliche Niederlage in Wolfsburg: Vor dem Kampf um Bundesliga-Niveau stehen für Hertha noch 15 Zweitliga-Begegnungen an.

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