19.12.2012, 07:36

Zweite Bundesliga Preetz bescheinigt Hertha-Präsident Gegenbauer Rückgrat


Verbündete: Hertha-Präsident Gegenbauer (r.) und Michael Preetz, der Manager des Vereins

Foto: Soeren Stache / picture alliance / dpa

Der Manager fordert Geschlossenheit im Vereinspräsidium. Lob erntet indes der Präsident. Ohne ihn wäre Preetz wohl nicht mehr im Amt.

Zum Jahresende wird Bilanz gezogen, so auch bei Michael Preetz (45). Nach einem Jahr samt Abstieg sowie einer unerwartet guten Halbserie in der Zweiten Liga griff Herthas Geschäftsführer Sport Teile des Präsidiums von Hertha BSC scharf an.

Im Magazin "11 Freunde" antwortet Preetz auf die Feststellung, dass Jörg Thomas, Ingmar Pering und Christian Wolter im Mai öffentlich die Ablösung von Preetz gefordert hatten: "Davon habe ich nur in der Zeitung gelesen. Vergangene Saison haben wir uns mit dem Präsidium turnusmäßig alle 14 Tage getroffen, aber da gab es keine einzige offene Auseinandersetzung. Einige versuchten wohl, die Gunst der Stunde zu nutzen, um Wahlkampf zu machen. In einer sportlich schwierigen Zeit, in der es eklatant wichtig gewesen wäre, nach innen und außen Geschlossenheit zu demonstrieren."

Die finanziellen Folgen des Abstieges bezifferte Preetz so: "Ein Zweitliga-Jahr bedeutet einen Einnahmenverlust von 50 Prozent." Selbstkritisch räumte er ein, nach der Entlassung von Trainer Markus Babbel "die hochdynamische Situation im Team unterschätzt zu haben."

Die Entlassung von Trainer Michael Skibbe nach sechs Wochen sei "ein sehr düsterer Moment" gewesen. Preetz lobte Präsident Werner Gegenbauer, der seine Wiederwahl im Mai an die Bedingung geknüpft hatte, dass der Manager im Amt bleibt.

"Im Fußball gibt es nur wenige Leute, die so viel Rückgrat haben wie Werner Gegenbauer." Auf die Frage, ob er ohne die Unterstützung des Präsidenten nicht mehr im Amt wäre, sagte Preetz: "Vieles spricht dafür, dass ich es wohl nicht mehr wäre."

(ub)
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