14.12.2012, 07:39

Hertha BSC Preetz verlängert Vertrag mit Fabian Holland vorzeitig


Im kommenden Sommer trägt Fabian Holland das Trikot von Hertha zehn Jahre

Foto: Oliver Mehlis / picture alliance / ZB

Im kommenden Sommer trägt Fabian Holland das Trikot von Hertha zehn Jahre Foto: Oliver Mehlis / picture alliance / ZB

Der 22-Jährige kann vorerst bis 2016 bei den Berliner Blau-Weißen spielen. Das kann auch eine Signalwirkung für andere Talente sein.

Ankündigungen gab es viele bei Hertha BSC. "Wenn zwei gleich gut sind, spielt der Jüngere", hatte etwa Ex-Trainer Markus Babbel gesagt. "Wir kaufen keine Stars, die bilden wir künftig selbst aus", hatte einst Ex-Manager Dieter Hoeneß bei der Einrichtung der Nachwuchsakademie formuliert.

Aber in der Realität des Profifußballs, mit dem Druck, unter dem Mannschaft und Trainer Wochenende für Wochenende stehen, war es weit schwieriger als gedacht, Eigengewächse bei Hertha BSC zu entwickeln. So richtig systematisch scheint der Einbau von Talenten seit der Verpflichtung von Jos Luhukay zu funktionieren. So überrascht es nicht, dass der Fußball-Zweitligist die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Fabian Holland (22) bekannt gab. Der bis Juni 2013 datierte Kontrakt wurde um drei Jahre bis 2016 verlängert. "Wir freuen uns sehr, dass Fabian seine Chance ergriffen hat", sagte Manager Michael Preetz. Der Vertrag gilt für die erste und die Zweite Liga.

Holland, der eine lange Krankenhistorie einschließlich einer Herzoperation hinter sich hat, war im Februar unter Otto Rehhagel erstmals berücksichtigt worden. In der Vorbereitung unter dem neuen Trainer Luhukay hinterließ der gebürtige Berliner einen guten Eindruck. Folge: Wegen seiner Vielseitigkeit im defensiven Mittelfeld und als linker Verteidiger blieb Holland bei den Profis, stattdessen wurde Fanol Perdedaj an den dänischen Zweitligisten Lyngby BK ausgeliehen.

Hollands Vertragverlängerung ist Signal an andere Youngster

Seine Chance kam rasch. Um die anfänglich wankende Defensive zu stabilisieren baute der Trainer um. Nico Schulz musste seine Position räumen, seit dem dritten Spieltag verteidigt hinten links Holland. "Fabian ist menschlich ein Junge mit sehr guter Einstellung, ein absoluter Teamspieler", erzählte Luhukay. "Er ist mehr der kontrollierende, defensive Linksverteidiger, nicht so sehr der stürmende." Für die Balance im Team waren diese Qualitäten gefragt, da mit Adrian Ramos, Änis Ben-Hatira oder aktuell Ben Sahar jeweils sehr offensiv ausgerichtete Profis auf der Außenbahn vor Holland agierten. "Die Verteilung auf links war immer so, dass Fabian mehr für die Defensive zuständig war", sagte Trainer Luhukay.

Dieser Vertrag ist Teil einer Entwicklung – und ein Signal an andere Youngster. Entgegen der Dauerbrenner-Diskussion, die eigenen Talente könnten bei Hertha nichts werden, belegt das Beispiel von Holland: Schritt für Schritt gehen, die Ruhe bewahren. Dann kann es klappen mit der Karriere im eigenen Verein. Der Trainer hat von zehn Spielern aus dem Hertha-Nachwuchs bis auf den Rekonvaleszenten Shervin Radjabali-Fardi die anderen neun mittlerweile alle aufgestellt. Neben Holland kommen Schulz (19), John Brooks (19) und Hany Mukhtar (17) regelmäßig zum Einsatz. Folge: Ehe man sich versieht, gehört man zu den Dienstältesten. Im kommenden Sommer trägt Holland das Trikot von Hertha zehn Jahre.

(ub)
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