07.12.12

Auswärtsspiel

Hertha-Coach Jos Luhukay warnt vor Paderborn

Zwischen 2005 und 2006 war der 49-Jährige Übungsleiter beim SCP. Doch nicht nur deshalb fordert er vor der Partie volle Konzentration.

Foto: dpa

Nur nicht nachlassen: Jos Luhukay erwartet von den Hertha-Profis gegen Paderborn eine konzentrierte Leistung
Nur nicht nachlassen: Jos Luhukay erwartet von den Hertha-Profis gegen Paderborn eine konzentrierte Leistung

Die Zufriedenheit war Jos Luhukay anzusehen. Geradezu gelöst wirkte Herthas Cheftrainer am Donnerstag, drei Tage nach dem Derbysieg gegen Cottbus zum Ende der Hinrunde und zwei Tage vor Beginn der Rückrunde in Liga zwei gegen den SC Paderborn an diesem Sonnabend (13 Uhr/Sky). Sie können die Partie auch im Live-Ticker der Berliner Morgenpost verfolgen.

Der Niederländer hat ja auch die allerbesten Gründe, zufrieden mit sich und seiner Mannschaft zu sein. Ist es ihm doch in wenigen Monaten gelungen, aus einem verunsicherten Bundesligaabsteiger einen nunmehr seit 15 Spielen ungeschlagenen Aufstiegsaspiranten zu formen. Mit 36 Punkten, Tabellenrang zwei und acht Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz hat Luhukays Team eine der besten Hinrunden der Vereinsgeschichte hingelegt.

Luhukay warnt vor Selbstzufriedenzeit

Doch jene Zufriedenheit über das Erreichte weckt in dem 49-Jährigen auch Skepsis. Seine Mannschaft dürfe sich nun nicht darauf ausruhen, warnt Luhukay vor dem wichtigen Rückrundenauftakt in Paderborn. Voreilige Selbstzufriedenheit gönnt er seinen Profis nicht: "Natürlich freue ich mich, dass wir so schnell Stabilität bekommen haben. Aber mit der Mannschaft spreche ich nicht über unsere Serie. Wir fokussieren uns lieber auf das nächste Spiel. Was in der letzten Woche war, holt einen schnell ein und kann zu Bequemlichkeit und Nachlässigkeit führen", sagte der Übungsleiter. Vielmehr müsse es nun für Hertha darum gehen, die erarbeitete Ausgangssituation im Kampf um die Aufstiegsplätze in den verbleibenden zwei Partien vor der Winterpause nicht wieder herzuschenken: "Wir müssen uns jetzt noch einmal voll auf diese Spiele fokussieren, damit wir mit einem guten Gefühl Weihnachten feiern können", so Luhukay.

Auch Herthas Manager Michael Preetz dämpft vernehmlich die Euphorie: "Wir haben die Hinrunde sehr stabil gespielt. Aber wie wir alle wissen, reicht das noch nicht für den Aufstieg." Es gebe keinen Grund, sich zurückzulehnen, so der 45-Jährige. "Wir sind gut beraten, unseren positiven Weg konzentriert weiterzugehen." Preetz hat gute Gründe, Paderborn nicht zu unterschätzen. Schon einmal fuhr Hertha mit einer beachtlichen Serie ungeschlagener Spiele nach Ostwestfalen und verlor. In der Aufstiegssaison 2010/2011 begann für den damaligen Trainer Markus Babbel mit der Niederlage in Paderborn eine Durststrecke mit vier Pleiten aus fünf Partien. Hertha rutschte von Platz eins bis auf Rang fünf ab, und Babbel musste um seinen Job fürchten.

Ramos und Allagui sind fit

Damit dies nicht noch einmal passiert, hält man bei Hertha die Konzentration hoch. Die guten Ergebnisse, die tollen Statistiken, "das alles ist nur Theorie. Wir müssen uns das in jedem Spiel wieder neu erarbeiten", sagte Luhukay, der spätestens nach dem glücklichen 2:2-Unentschieden gegen Paderborn zu Saisonbeginn gewarnt sein dürfte.

Damals war Hertha noch auf der Suche nach sich selbst, und die Westfalen hinterließen einen bleibenden Eindruck: "Sie waren fußballerisch das beste Team, das wir bisher im Olympiastadion zu Gast hatten", sagte Luhukay. Am Sonnabend kann der Trainer wieder auf seinen bevorzugten Stoßstürmer Adrian Ramos zurückgreifen, der in Cottbus noch krankheitsbedingt passen musste. Auch Sami Allagui, der eine leichte Oberschenkelblessur aus der Lausitz mitgebracht hatte, wird gegen Paderborn wieder einsatzbereit sein.

Quelle: mey
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