03.12.12

2. Bundesliga

Hertha zahlt 600.000 Euro Nachschlag für Ramos

Auch wenn Hertha die restlichen 20 Prozent der Transferrechte an Ramos erworben hat, bleibt die Zukunft des Stürmers in Berlin ungewiss.

Von Uwe Bremer
Foto: picture alliance / dpa

Hertha BSCs Adrian Ramos klatscht nach seiner Auswechslung mit Hertha BSCs Trainer Jos Luhukay ab
Hertha BSCs Adrian Ramos klatscht nach seiner Auswechslung mit Hertha BSCs Trainer Jos Luhukay ab

Hertha BSC bestätigte der Berliner Morgenpost, dass der Fußball-Zweitligist sämtliche Transferrechte an Stürmer Adrian Ramos (26) hält. Herthas Mediendirektor Peter Bohmbach sagte dazu: "Ja, die Transferrechte liegen zu 100 Prozent bei Hertha BSC. Das ist bereits länger der Fall."

Ursprünglich hatte der Hauptstadt-Klub im August 2009 bei der Verpflichtung des Kolumbianers 80 Prozent der Rechte für 1,4 Millionen Euro (zwei Millionen Dollar) erworben. Im Juli 2011 hatte Hertha den Vertrag mit Ramos bis Juni 2015 verlängert. Im Rahmen dieser Verhandlungen hat der Klub vereinbart, die ausstehenden 20 Prozent der Transferrechte an Ramos zu erwerben. Über genaue Zahlen wurde nichts bekannt. Man darf annehmen, dass die nachzuzahlende Tranche sich auf etwas 600.000 Euro (800.000 Dollar) beläuft.

Herthas Zwiespalt bei Ramos

Am Ende der Hinrunde darf über die Zukunft von Hertha-Stürmer Adrian Ramos unterdessen weiter spekuliert werden. Der Berliner Fußball-Zweitligist und auch der 26 Jahre alte Kolumbianer sind im Zwiespalt. "Wir haben mit Adrian die Vereinbarung, dass wir nur über einen Wechsel nachdenken, wenn wir ein Angebot haben, das alle Seiten zufriedenstellt", hatte Hertha-Manager Michael Preetz jüngst auf der Mitgliederversammlung des Klubs die Situation umrissen. Ramos hat in Berlin noch einen Vertrag bis zum Sommer 2015.

Der Marktwert für den Stürmer liegt derzeit laut Internetportal transfermarkt.de bei 3,75 Millionen Euro. Bei einem Angebot von rund fünf Millionen Euro wäre wohl die Situation erreicht, bei der Herthas Nachdenken einsetzen würde.

Hertha weiß natürlich auch, dass ein Abgang von Ramos (fünf Tore in 15 Partien vor dem Cottbus-Spiel) sportlich schmerzen würde. Die Konkurrenz beobachtet die Entwicklung um Ramos und Hertha genau. "Der Verein verkauft ihn vielleicht im Winter. Und das wäre eine Schwächung", sagte der Cottbuser Trainer Rudi Bommer unmittelbar vor dem Berlin-Brandenburg-Derby des FC Energie gegen Hertha in der "Bild"-Zeitung" (Montag). "Mal sehen, was mit Hertha passiert, wenn Ramos gehen sollte", ergänzte Bommer.

Preetz hofft, dass Ramos bleibt

Schon mehrfach hatte Ramos selbst geäußert, dass er in der 1. Liga in Deutschland oder in Spanien spielen möchte. Manager Preetz verwies darauf, dass der Kolumbianer mit Jos Luhukay den Trainer gefunden habe, "der Adrian volles Vertrauen schenkt und aus dem Formtief herausgeführt hat, der ihn auf der Position einsetzt, auf der er am besten zur Geltung kommt". Vielleicht, so ergänzte Preetz, "setzt sich auch bei Adrian die Erkenntnis durch, dass er wegen des guten Umfeldes bei Hertha bleibt und das Ziel 1. Liga hier erreicht".

Es sei aber auch so, "dass Lasogga das Training wieder aufgenommen hat und im Januar wieder richtig zur Mannschaft stößt, um wettbewerbsfähig zu sein", bemerkte Preetz mit dem weiteren Hinweis, dass Hertha im Angriff "breit aufgestellt" sei. Stürmer Pierre-Michel Lasogga hat wegen eines Kreuzbandrisses in dieser Saison noch nicht eingreifen können. "Ich glaube und hoffe, das Adrian bei uns bleibt", sagte Preetz auch: "Somit planen wir nicht, in der Winterpause jemanden zu holen. Und auch nicht, jemanden abzugeben."

Ramos hat in 108 Spielen für den Hauptstadt-Klub 36 Tore erzielt und 23 vorbereitet. Heute Abend tritt Hertha BSC zum Berlin-Brandenburg-Duell bei Energie Cottbus an (20.15 Uhr).

Quelle: mit dpa
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