22.11.12

Hertha BSC

Trainer Luhukay muss Ersatz für verletzten Pekarik finden

Erst nach der Winterpause kommt der Verteidiger wieder zum Einsatz bei den Berlinern. Marcel Ndjeng wird ihn aller Voraussicht vertreten.

Von Uwe Bremer und Jörn Meyn
Foto: dapd

Allrounder: Marcel Ndjeng
Allrounder: Marcel Ndjeng

Draußen zeigte das Thermometer 30 Grad, drinnen saß Marcel Ndjeng im Mannschaftshotel. Im Sommertrainingslager im Burgenland erzählte der Neue von Hertha BSC von seinem Credo: "Über allem steht der Erfolg für Hertha. Dem muss sich jeder unterordnen." Auf die Frage, ob das auch für ihn, den Mittelfeldspieler, gelte, antwortete Ndjeng: "Na klar."

Sonntag wird im Erzgebirge mit Temperaturen um den Gefrierpunkt gerechnet. Und von Ndjeng in der Partie in Aue genau das erwartet: das eigene Ego zurückzustellen und einen weniger geliebten Job zu verrichten.

Konkret muss Hertha den Ausfall von Peter Pekarik verkraften. Der slowakische Nationalspieler wurde in München in der Atos-Klinik von Professor Peter Habermeyer an der Schulter operiert. "Die Schulter wurde stabilisiert, alles ist gut verlaufen", sagt Herthas Teamarzt Uli Schleicher. Pekarik wird in den nächsten Tagen zur Beobachtung in München bleiben, nach der Winterpause soll er dem Team zur Verfügung stehen.

Manager Michael Preetz hatte den Außenverteidiger für diese Saison ablösefrei vom VfL Wolfsburg verpflichten können. Und in den folgenden neun Spielen war die Problemzone rechts in der Abwehrkette zum Bollwerk umfunktioniert. Hertha hat mit Pekarik kein Spiel verloren.

Hertha hat Erfahrung mit "Notnägeln"

Aber nun muss Luhukay eine Lösung für die fünf ausstehenden Partien bis Jahresende finden. Ein logischer Nachrücker hat sich selbst aus dem Rennen genommen. Alfredo Morales kassierte mit Herthas U23 am vergangenen Wochenende eine Rote Karte wegen Tätlichkeit (0:1 gegen Jena). "So viele Alternativen haben wir nicht", sagte Trainer Luhukay, "und Marcel hat das ja schon gemacht."

Zu Saisonbeginn hatte Ndjeng mit mittelprächtigem Erfolg rechts hinten ausgeholfen. Im Derby bei Union (2:1) war Fabian Lustenberger dort im Einsatz. Ndjeng sagte: "Ich muss mal gucken, wie der Trainer mir das beibringt. Wenn es der Fall sein sollte, mache ich das natürlich." Gleichzeitig lässt er durchblicken, dass es keine Garantien gibt. "Ich muss gucken, wie ich mich fühle. Ich bin da launisch."

In der Tat ist die Position eine anspruchsvolle. Nur den wenigsten gelingt es wie Pekarik, die Defensive im Griff zu haben. Und als verkappter Rechtsaußen in der Offensive unterwegs zu sein. Luhukay lobte "die Stabilität" und "tolle Einstellung" von Pekarik: "Es ist schade, dass uns Peter jetzt wegbricht." Gleichwohl hat Hertha gute Erfahrung mit "Notnägeln" gemacht. Lustenberger hat sich vom Aushilf-Innenverteidiger zum Abwehrchef gemausert, Talent John Brooks zeigt, dass er, ins kalte Wasser geworfen, sofort schwimmen kann. Und Linksverteidiger Fabian Holland ist eigentlich gelernter Mittelfeldspieler. Unter diesen Vorzeichen auf Platz zwei der Zweiten Liga zu stehen, macht Mut.

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