17.11.12

Zweite Bundesliga

Stürmer Kachunga will Hertha BSC wieder verlassen

Das Talent ist in Berlin unzufrieden und denkt über ein vorzeitiges Ende seiner Ausleihe von Mönchengladbach nach.

Von Jörn Meyn, Uwe Bremer und Philip Dallmer
Foto: City-Press
Hertha-Neuzugang Elias Kachunga
Eigentlich hatten die Berliner den Offensivspieler Elias Kachunga, der bei der Borussia noch einen Vertrag bis 2014 besitzt, für die gesamte Spielzeit ausgeliehen

Er war der Gewinner der Vorbereitung: Stürmer Elias Kachunga, den Hertha BSC erst im Sommer vom Bundesligaklub Borussia Mönchengladbach ausgeliehen hatte, traf vor der Saison, wie er wollte. Beim 3:2-Testspielsieg gegen den Premier-League-Klub Norwich City erzielte der 20-Jährige sogar alle drei Treffer.

Doch die gute Frühform half ihm wenig. In der Zweiten Liga kam Kachunga bisher kaum zum Zug. Herthas Cheftrainer Jos Luhuaky setzte den technisch starken Offensivspieler erst ein einziges Mal ein: Bei der bisher einzigen Saisonniederlage in Frankfurt (1:3) am zweiten Spieltage durfte Kachunga die letzten 15 Minuten spielen. Seit dem achten Spieltag stand der deutsche Juniorennationalspieler nicht einmal mehr im Profi-Kader.

Daher ist Kachunga in Berlin unzufrieden : "Sportlich geht es mir nicht gut", sagte der Angreifer Morgenpost Online. "So kann es auf keinen Fall weitergehen." Er sei enttäuscht, da er sich nach den vielen Toren in der Vorbereitung mehr Einsatzzeit erhofft hatte. Eine Zukunft in Berlin sei daher für ihn derzeit schwer vorstellbar.

In Mönchengladbach wird bereits spekuliert, dass der Klub den Spieler schon im Winter zurückholt, um ihn an einen anderen Verein mit besseren Aussichten auf Spielzeit zu verleihen. So soll unter anderem der Bundesligaaufsteiger Fortuna Düsseldorf interessiert sein. Kachunga wollte dies zwar noch nicht bestätigen, sagte aber: "Man muss nun gucken, wie es für mich weitergeht und ob ich zurück nach Gladbach gehe. Aber so darf es einfach nicht weitergehen."

Preetz bestätigt Gespräche

Auf Anfrage von Morgenpost Online bestätigte Herthas Manager Michael Preetz, dass es bereits Gespräche über Kachungas Zukunft gegeben habe: "Wir haben mit seinem Berater gesprochen und vereinbart, die Entwicklung bis Weihnachten abzuwarten." Wenn sich die Situation bis Ende des Jahres für den Stürmer jedoch nicht maßgeblich ändert, sei eine vorzeitige Rückkehr nach Mönchengladbach möglich.

Eigentlich hatten die Berliner den Offensivspieler, der bei der Borussia noch einen Vertrag bis 2014 besitzt, für die gesamte Spielzeit ausgeliehen. Doch auch Herthas Trainer Luhukay sagte auf Kachunga angesprochen: "Wir haben den Kader für die gesamte Saison zusammengestellt und nicht nur bis zur Winterpause. Aber wenn jemand unzufrieden ist, muss man darüber sprechen."

Kachunga war mit großen Hoffnungen und der Empfehlung von zehn Toren in 17 Spielen beim Drittligisten VfL Osnabrück, wohin er in der Rückrunde der vergangenen Saison ausgeliehen war, nach Berlin gekommen. Für ihn sei die Zweite Liga mit Hertha ein wichtiger Karriere-Schritt, sagte er nach seiner Ankunft. Und er war überzeugt, "dass ich mich bei Hertha BSC weiterentwickeln werde". Doch diese Entwicklung blieb aus, und er fand sich zumeist bei der U23 wieder, wo er allerdings regelmäßig traf.

Für Kachunga war von Nachteil, dass Hertha kurz vor Ende der Sommertransferperiode mit Sami Allagui, Sandro Wagner und Ben Sahar gleich drei Stürmer verpflichtete. Dazu platzte der geplante Wechsel von Adrian Ramos, und Kachunga war plötzlich nur noch Angreifer Nummer fünf. Weil zur Rückrunde aller Wahrscheinlichkeit nach aber auch noch Pierre-Michel Lasogga nach einem überstandenen Kreuzbandriss zurückkehren wird, werden Kachungas Chancen kaum steigen. Vorausgesetzt, keiner der Stürmer wird verkauft oder verletzt sich, wird Elias Kachunga Berlin wohl bereits im Winter wieder verlassen.

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