17.11.12

Zweite Bundesliga

Hertha BSC muss erneut ohne Ben-Hatira auskommen

Die Sorgen bei den Berlinern nehmen kein Ende. Für den verletzten Ben-Hatira gibt es zwar schon Ersatz, och nun droht auch Brooks auszufallen.

Von Jörn Meyn
Quelle: BMO
16.11.2012 1:38 min.
Fußball-Zweitligist Hertha BSC muss im Heimspiel gegen den FC St. Pauli am kommenden Montag weiter auf Offensivkraft Änis Ben-Hatira verzichten.

Es waren diesmal nur zwei Hertha-Profis, die unter der Woche die Reise zu ihren Nationalmannschaften antraten. Rechtsverteidiger Peter Pekarik traf mit der Slowakei auf die Auswahl Tschechiens. Erstmals spielte John Anthony Brooks mit der deutschen U20 in Polen vor.

Roman Hubnik (Tschechien), Ben Sahar (Israel) und Sami Allagui (Tunesien), die anderen Nationalspieler in Reihen des Berliner Zweitligisten, bekamen mangels Einsatzzeiten im Verein diesmal keine Einladung, sich international zu zeigen. Das sei für die Jungs zwar schade, hatte Herthas Cheftrainer Jos Luhukay die Nichtberücksichtigung kommentiert. Dennoch sei er auch nicht allzu traurig darüber, schließlich sei damit unwahrscheinlicher, dass sich seine Spieler verletzen.

Nun hat sich Luhukays Befürchtung doch bestätigt: Innenverteidiger Brooks kam mit einer leichten Oberschenkelverletzung von der Länderspielreise zurück. "Er wird behandelt und fällt zunächst für das Training aus", sagte Luhukay.

Erst am Wochenende werde er zusammen mit der medizinischen Abteilung entscheiden, ob der 19-Jährige für das Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Montagabend (20.15 Uhr bei Sport1 und bei Sky sowie im Liveticker von Morgenpost Online) einsatzfähig ist. Der Deutsch-Amerikaner, der auch vom US-amerikanischen Fußballverband umworben wird, müsse zu einhundert Prozent fit sein, damit er aufläuft.

Bastians steht als Vertretung bereit

Fällt Brooks tatsächlich für die Partie gegen den Tabellenelften aus, wird Luhukay aller Voraussicht nach erneut auf Felix Bastians (24) neben Abwehrchef Fabian Lustenberger setzen. Zuletzt hatte der junge Mann beim 1:0 gegen Dynamo Dresden am 7. Spieltag in der Innenverteidigung überzeugt, fiel danach aber knapp einen Monat wegen einer Knieverletzung aus. Beim 6:1 in Sandhausen am vergangenen Freitag ersetzte der gebürtige Bochumer Fabian Holland als Linksverteidiger.

Da dieser sich nun aber wieder fit gemeldet hat und Luhukay keinen Zweifel daran lässt, dass er weiter auf den 22-Jährigen links in der Viererkette setzen werde, bekommt Bastians möglicherweise eine neue Chance im Abwehrzentrum: "Felix ist die erste Alternative, wenn Brooks ausfallen sollte", so der Trainer, der auch noch Hubnik in der Hinterhand hat.

Zu den Personalsorgen der Herthaner gesellt sich eine weitere Hiobsbotschaft. Denn erneut passen muss definitiv Flügelspieler Änis Ben-Hatira. Der Deutsch-Tunesier laboriert seit Wochen an einer Knöchelverletzung im rechten Fuß und verpasste bereits drei Partien in Folge.

Eigentlich hatten die Berliner gehofft, dass Ben-Hatira am Montag zum Einsatz kommen könnte. Mit einer Spritzenkur und individuellem Training sollte der Mittelfeldspieler fitgemacht werden. Ohne Erfolg.

Beruhigender Blick zum Gegner

"Änis hat es zwei Tage versucht, aber er hat noch zu große Schmerzen", sagte Luhukay. In den kommenden Tagen werde der verletzte Fuß mit einem Spezialgerät ruhig gestellt. "Diese Geschichte dauert nun schon viel länger, als wir gedacht haben. Wir müssen abwarten, wann Änis wieder spielen kann", sagte er.

Für Ben-Hatira wird somit erneut Nico Schulz im linken offensiven Mittelfeld auflaufen. Der 19-Jährige ersetzte ihn schon in den vergangenen drei Partien. Luhukay hält viel von dem Jugendnationalspieler: "Er hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Ich sehe ihn ausschließlich positiv."

Falls man bei Hertha dennoch mit den Personalsorgen hadern sollte, reicht ein Blick zum Gegner. St. Paulis neuer Trainer Michael Frontzeck (vier Spiele/acht Punkte) muss nicht nur auf seinen Kapitän Fabian Boll verzichten, sondern wegen Ausfällen und Sperren auch seine komplette Hintermannschaft neu zusammenstellen.

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