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Hertha BSC

Sofian Chahed muss sich einen neuen Job suchen

Hertha BSC hat den Vertrag von Sofian Chahed nicht verlängert. Offenbar hat sich der Abwehrspieler mit seinen Gehaltsvorstellungen von mehr als einer Million Euro verpokert. Für Ersatz hat Hertha schon gesorgt: Die Berliner verpflichten Christoph Janker. Und Pal Dardai bleibt.

Fußball - Sofian Chahed (Hertha BSC Berlin)
Foto: dpa
Sofian Chahed scheiterte bei Hertha BSC offenbar an seinen Gehaltsvorstellungen. Jetzt muss er sich einen neuen Verein suchen

Sofian Chahed genießt derzeit seinen Urlaub. Gemeinsam mit seiner Freundin Rosanna sowie seinem Freund Andrey Voronin und dessen Frau Yuliya entspannt er auf Barbados. Nach seiner Rückkehr nach Berlin muss der Verteidiger von Hertha BSC wohl seinen Umzug vorbereiten. Denn für Hertha wird Chahed nicht mehr spielen.

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Bei dem Bundesligisten, der die vergangene Saison als Tabellen-Vierter abschloss, erhält er keinen neuen Vertrag. Für die kommende Saison muss sich der 26-Jährige einen neuen Klub suchen. „Wir haben lange abgewogen und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Sofian ist ein Eigengewächs und hat solide Leistungen gezeigt. Unsere Entscheidung ist der sportlichen Entwicklung geschuldet, denn wir haben unter anderem mit Lukasz Piszczek Alternativen in der Abwehr“, sagte Herthas Manager Dieter Hoeneß Morgenpost Online.

Vor allem aber hat sich Chahed in den Verhandlungen mit Hertha verpokert. Die Verantwortlichen des Vereins waren bereit, sein Gehalt von 750.000 auf rund eine Millionen Euro zu erhöhen. Chahed nahm dieses Angebot über Monate nicht an. Er und sein Berater Jörg Neubauer forderten weit mehr als eine Million Euro pro Jahr. Jetzt steht er ohne Anstellung da.

Der Abwehrspieler war seit 1999 im Verein. Seinen einzigen Titel gewann er mit der B-Jugend vor neun Jahren und wurde Deutscher Meister. Im Finale gegen den FC Bayern München erzielte er per Freistoß das entscheidende 1:0. In der Bundesliga absolvierte er 89 Spiele und war Herthas bester Elfmeterschütze (vier von vier Strafstößen verwandelt).

Als Ersatz werden die Berliner Christoph Janker verpflichten. Der 24-Jährige erhielt am Freitag einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2011 plus ein Jahr Option (abhängig von der Anzahl der Einsätze). „Christoph Janker ist ein vielseitiger Spieler, der auf mehreren Positionen im Abwehrbereich eingesetzt werden kann“, sagte Dieter Hoeneß. „Für mich ist ein Wechsel zu Hertha BSC der nächste Schritt in meiner sportlichen Entwicklung. Ich möchte so viele Spiele wie möglich machen und freue mich schon jetzt auf die tolle Atmosphäre im Olympiastadion“, so Janker. Er wechselt ablösefrei von der TSG Hoffenheim 1899 an die Spree. Mit einem Jahresgehalt von 500.000 Euro kostet er weniger als halb so viel wie Chahed. Für Hertha ein wichtiges Argument – der Klub muss seinen Personaletat zur neuen Saison von 33,6 auf 28 Millionen Euro reduzieren.

Janker erfüllt die Anforderungen von Trainer Lucien Favre und ist vielseitig einsetzbar. Bei der TSG spielte er zuletzt sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite der Abwehrkette und kann auch als Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. In der vergangenen Saison absolvierte er 17 Bundesligaspiele und sorgte wegen einer Doping-Probe für Schlagzeilen. Am 7. Februar waren er und sein Mitspieler Andreas Ibertsberger nach dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach zehn Minuten zu spät zur Kontrolle erschienen. Der Fall sorgte für eine öffentliche Diskussion um die Genauigkeit bei Dopingkontrollen, Hoffenheim musste 75.000 Euro Strafe an den Deutschen Fußball-Bund zahlen. Beide Spieler wurden negativ getestet.

Verlängert hat der Fußball-Bundesligist den Vertrag mit Pal Dardai - um ein Jahr bis zum 30. Juni 2010 verlängert. Der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler, der seit 1997 bei Hertha spielt, werde nach Vertragsende der U23 von Trainer Karsten Heine zur Verfügung stehen und eventuell noch ein zweites Jahr spielen, oder aber Aufgaben im Nachwuchsbereich übernehmen, teile der Verein mit.

Der Ungar, der bisher 269 Mal für die Berliner in der Bundesliga spielte, kann Sziedats Hertha-Rekord (280 Bundesliga-Spiele) in der kommenden Saison überbieten.

Nach Abschluss der Saison haben bisher die Torjäger Marko Pantelic und Andrey Voronin sowie Abwehrspieler Leonardo Cufré den Verein verlassen.

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