Bundesliga

Hany Mukhtar verlässt Hertha, neuer Sponsor aus Asien kommt

Das Elektro-Unternehmen Ryobi wird wie der Reifen-Hersteller Kuhmo Tyres Partner von Hertha. Zudem beantragt der Fußball-Bundesligist für die Saison 2015/16 vorsichtshalber die Lizenz für die Zweite Liga.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Sportlich betrachtet läuft Hertha BSC noch im Vorbereitungsmodus. Knapp drei Wochen Zeit bleiben Trainer Jos Luhukay mit der Mannschaft bis zum Rückrunden-Start am 1. Februar bei Werder Bremen. Nach einem Laktattest am Montag steht heute der erste Test im neuen Jahr an. Im Amateurstadion geht es ab 13 Uhr gegen Drittligist Hallescher FC, der Eintritt ist frei (Liveticker: www.immerhertha.de).

Nicht mehr dabei ist Hany Mukhtar, 20. Wie erwartet, wechselt der U20-Nationalspieler zu Benfica Lissabon. Hertha einigte sich mit dem portugiesischen Meister auf eine Ablöse von 500.000 Euro. In Berlin hatte Mukhtar einen Vertrag bis Juni dieses Jahres. In Lissabon wird er einen Fünf-Jahres-Kontrakt erhalten.

Auch im wirtschaftlichen Bereich von Hertha wird es Veränderungen geben. So sind die Berliner zuversichtlich, noch in diesem Monat einen weiteren neuen Sponsor aus Asien präsentieren zu können. Nach Morgenpost-Informationen handelt es sich um Ryobi, ein Unternehmen für Elektro- und Gartenwerkzeuge.

Ryobi gehört zu Techtronic Industries

Ryobi gehört zu Techtronic Industries, einem der weltweit größten Unternehmen für Elektrowerkzeuge mit Sitz in Hongkong (Umsatz 2011: 3,7 Milliarden Dollar). Vorstandschef von Techtronic ist Horst Julius Pudwill. Der vor 40 Jahren nach Hongkong ausgewanderte Pudwill hatte im August 2014 Genussscheine bei Hertha im Wert von sechs Millionen Euro gezeichnet. Der Vertrag mit Ryobi – deren Bohrer und Rasenmäher sind in Deutschland in großen Baumärkten zu finden – wird sich mutmaßlich im Bereich eines Hertha-Partner-Paketes belaufen und mit etwa 300.000 Euro dotiert sein. Bereits im Dezember 2014 hatte Hertha einen Partner-Vertrag mit "Kuhmo Tyres" abgeschlossen, einem Reifenhersteller aus Südkorea, der gut 200.000 Euro wert ist.

Schritt für Schritt scheint die Hoffnung von Hertha aufzugehen, die mit dem Einstieg von Finanzinvestor KKR im Januar 2014 verbunden war: Dass Hertha (neben den 61 Millionen, die KKR direkt investiert hat) vom internationalen Netzwerk der Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in New York profitieren kann. Pudwill, der vom Magazin "Forbes" in der Liste der reichsten Leute der Welt geführt wird, hat sein Interesse an Hertha explizit mit dem Einstieg von KKR erklärt.

Arbeit an den Lizenzunterlagen

Doch so erfreulich das Interesse aus der fernöstlichen Wirtschaft ist, der Schwerpunkt der Arbeit von Herthas Finanzchef Ingo Schiller liegt auf der Vorbereitung für das Lizenzierungsverfahren 2015/16. Die Unterlagen müssen zwar erst im März bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) abgegeben werden. Die Zusammenstellung der insgesamt mehreren hundert Seiten für die DFL läuft schon.

Mit Blick auf die Tabelle ist klar, dass Hertha eine zweigleisige Etat-Planung für das kommende Spieljahr kalkulieren muss.

Hertha mitten im Kampf um den Klassenerhalt

Die Blau-Weißen liegen als Tabellen-13. lediglich einen Punkt vor den Abstiegsrängen. Im Moment sieht es so aus, als ob aus dem Pulk von neun Teams (Paderborn, Köln, Mainz, Hertha, HSV, Stuttgart, Bremen, Dortmund und Freiburg) zwei Absteiger und ein Relegationsteilnehmer hervorgehen werden.

Wie Schiller der Morgenpost bestätigte, wird Hertha, um für den schlechtesten Fall gerüstet zu sein, für 2015/16 sowohl eine Lizenz für die Bundesliga beantragen als auch für die Zweite Liga.

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