Neuverpflichtung

Für Hertha schlug Skjelbred Angebote aus Spanien aus

Nach wochenlangen Verhandlungen verpflichten die Berliner Per Skjelbred fest vom HSV. Der norwegische Nationalspieler erhält einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2017 und kostet rund 1,5 Millionen Euro.

Foto: Thomas Lohnes/SVEN SIMON / picture alliance / Sven Simon

Am Sonnabend weilte Per Skjelbred schon in Berlin. Um Fußball ging es allerdings nicht für den norwegischen Nationalspieler, den Hertha BSC für die vergangene Saison vom Hamburger SV ausgeliehen hatte und seit Wochen fest verpflichten wollte. Skjelbreds Kinder Jonathan und Elina gehen in Berlin in die Kita, und diesbezüglich musste einiges organisiert werden.

Also fuhr Skjelbred von Hamburg nach Berlin, wo seine Frau Christina und die Kinder immer noch leben, um jene Familienangelegenheiten zu klären.

Das Pendeln zwischen beiden Städten hatte der 27-Jährige schon in den vergangenen Wochen auf sich genommen. Nach Ablauf der Leihe musste Skjelbred zum Start der neuen Bundesliga-Saison wieder zurück zum HSV, wo er noch ein Jahr Vertrag hatte.

Skjelbred soll den verletzen Baumjohann ersetzen

Nun aber hat das ein Ende: An diesem Montag wird Hertha die Verpflichtung des Mittelfeldspielers offiziell bekannt geben. Nach wochenlangen, zähen Verhandlungen haben sich beide Vereine auf eine Ablöse geeinigt – knapp 1,5 Millionen Euro.

Der vielseitige Mittelfeldspieler erhält bei den Berlinern einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2017 und soll mithelfen, den monatelangen Ausfall von Alexander Baumjohann zu kompensieren, der sich zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen hat.

"Ich wollte unbedingt zurück zu Hertha. Hier hatte ich ein glückliches Jahr", sagte Skjelbred der Morgenpost. In der Zeit des Wartens auf eine Einigung zwischen den Blau-Weißen und dem HSV habe er versucht, "einfach weiter meinen Job zu machen und mich auf das Training zu konzentrieren, damit ich fit bleibe", so Skjelbred.

Mit Herthas Manager Michael Preetz, Trainer Jos Luhukay sowie Spielern der Blau-Weißen hielt er weiterhin Kontakt. Und weil er stets an den Wechsel glaubte, war auch eine Rückkehr seiner Familie nach Hamburg, die erst im vergangenen Jahr nach Berlin umgezogen war, keine Option.

Auch Bremen hatte Interesse

Ebenso keine Option war ein Wechsel zu einem anderen Klub für Skjelbred. Um in den Verhandlungen über die Ablöse Druck auf Hertha aufzubauen, machte der neue Vorstandsvorsitzende des HSV, Dietmar Beiersdorfer, ein Interesse Werder Bremens an Skjelbred öffentlich. Nach Morgenpost-Informationen aber lagen dem Spieler auch Offerten aus Spanien, England und von anderen Bundesligaklubs vor. Für den Wechsel zu Hertha schlug Skjelbred sie aus.

Vor einem Jahr kam er im Tausch mit Pierre-Michel Lasogga auf Leihbasis und etablierte sich nach dem Kreuzbandriss von Baumjohann im Mittelfeld. 28 Spiele bestritt er, 27 von Beginn an. Dabei erzielte er zwei Tore und bereitete sieben Treffer vor.

Vor allem in der Hinrunde überzeugte Skjelbred mit seiner Vielseitigkeit, spielte mal rechts, mal im defensiven Mittelfeld und bisweilen auch als Spielmacher. Auf all diesen Positionen hat Hertha nach dem Abgang Sami Allaguis und der Verletzung von Baumjohann nun wieder Bedarf.

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