Fußball Zehn-Jahres-Vertrag mit Nike - Hertha schwimmt im Geld

Foto: Patrick Seeger / pa/dpa

Nicht nur sportlich läuft es gut für Hertha. Der Fußball-Bundesligist verlängerte seinen Ausrüstervertrag mit Nike bis 2025. Das bringt 40 Millionen Euro in die leere Hertha-Kasse. Vielleicht sogar noch mehr.

Hertha hat Konjunktur. Der Bundesligist gab bekannt, dass der noch zwei Jahre laufende Vertrag mit Ausrüster Nike um gleich zehn Jahre verlängert wird. Somit bekennt sich der Sportartikelhersteller aus den USA bis 2025 zu Hertha BSC. "Das ist ein großartiges Zeichen für den Verein, dass Nike als führende Fußballmarke und Hertha BSC die Partnerschaft so langfristig verlängern konnten", sagte Hertha-Manager Michael Preetz.

Der längste je abgeschlossene Vertrag

Die Initiative, schon jetzt die Zukunft zu klären, war von Nike ausgegangen. Deren Geschäftsführer Daniel Eppler begründete den im deutschen Profifußball ungewöhnlich langen Vertragsabschluss: "Mit der frühzeitigen Verlängerung unserer Partnerschaft mit Hertha BSC setzen wir ein klares Bekenntnis zum Hauptstadtklub und auch zu Berlin."

Auch für Hertha ist es der längste je abgeschlossene Vertrag (die bis 2020 laufende Zusammenarbeit mit Sportrechte-Vermarkter Sportfive außen vor gelassen). Hertha hat in dem neuen Zehn-Jahres-Vertrag bessere Konditionen ausgehandelt. Wie viel Geld der Klub tatsächlich erlösen wird, hängt vom sportlichen Erfolg ab.

Prämien sind auch vom Erfolg abhängig

Wenn Hertha durchgehend Bundesliga spielt, sind in der Zeitspanne Einnahmen von 40 Millionen Euro möglich – oder mehr. So wird das Erreichen der Europa League oder der Champions League ebenso zusätzlich honoriert wie etwaige Titel (DFB-Pokal, Meisterschaft). Der erfolgsabhängige Vertrag, der auch für die Zweite Liga gilt, reagiert aber auch auf schlechtere Platzierungen: Dann fällt die Summe vom Ausrüster für die dann folgende Saison wieder geringer aus.

Hertha hat tatsächlich Konjunktur. Der Vertrag mit Hauptsponsor Bahn wurde im Mai verlängert. Dazu wurde die Zusammenarbeit mit den Exklusivpartnern Audi und Coca Cola verlängert. Mit Verifox.de und direct.line wurden zwei neue Exklusivpartner gewonnen, mit Warsteiner kam ein neuer Bier-Partner. Nachdem der Verein durch zwei Abstiege in drei Jahren an Glaubwürdigkeit verloren hatte, ist Herthas Finanzchef Ingo Schiller hochzufrieden mit der derzeitigen Entwicklung. "Herthas BSC wird wieder Nachhaltigkeit zugetraut."

Klub hat Verbindlichkeiten von 37 Millionen Euro

Mit Blick auf die Verbindlichkeiten von rund 37 Millionen Euro besteht die Herausforderung für den Bundesligisten nun darin, mit dem Geld und dem somit dokumentierten Vertrauen sinnvoll umzugehen.

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