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27.01.12

Knallharte Abrechnung

Leverkusen würde Ballack auch sofort abgeben

Geschäftsführer Holzhäuser erklärt die Ballack-Verpflichtung zum Fehler und bringt eine vorzeitige Trennung vom einstigen Superstar ins Gespräch.

Bongarts/Getty Images/Getty

In der letzten Partie des 18. Spieltags wollte Bayer Leverkusen mit einem Sieg gegen Mainz 05 den Rückstand auf den Fünften Werder Bremen verkürzen.

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Michael Ballack, ehemaliger Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, verliert in seinem Verein Bayer Leverkusen weiter an Unterstützung. Dort ist inzwischen ganz offen die Rede davon, dass das "Projekt Ballack" gescheitert ist.

"Es ist der Zeitpunkt erreicht, wo wir uns alle eingestehen müssen, dass unsere Überlegungen, die wir vor 20 Monaten hatten, nicht aufgegangen sind", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser dem Kölner "Express" – eine ernüchternde Bilanz der zweiten Ära Ballack.

Holzhäuser wirft dem Mittelfeldspieler mangelnde Unterstützung für Trainer Robin Dutt vor. "Ballacks Verhalten hat mich enttäuscht. Von ihm ist zu wenig gekommen. Er kann durch seine Aura auf das Publikum einwirken – das hat er nicht getan", sagte er. Dutt hatte Ballack im ersten Spiel der Rückrunde gegen Mainz 05 ausgewechselt und war daraufhin von den Fans ausgepfiffen worden. Ballack verweigerte seinem Trainer den Handschlag .

Auch Sportchef Rudi Völler hatte die Leistung des 35-Jährigen im Spiel gegen Mainz kritisiert: "Ich hätte ihn schon zur Halbzeit ausgewechselt." Völler galt bisher immer als Befürworter des ehemaligen Nationalspielers, der die von Voller betreute deutsche Nationalelf 2002 ins WM-Finale geführt hatte.

Ballacks Vertrag in Leverkusen läuft im Sommer 2012 aus. Beide Seiten haben kein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit. Ballacks Abschied aus der Bundesliga ist beschlossene Sache, eine Option ist ein Wechsel in die US-Profiliga MLS.

Geschäftsführer Holzhäuser bringt sogar eine vorzeitige Trennung ins Gespräch: "Er hat noch drei Monate Vertrag. Den werden wir professionell abwickeln. Aber wenn ein Verein kommt, werden wir reden."

Ballacks zweites Engagement bei Bayer hatte von Anfang unter keinem guten Stern gestanden. Der Mittelfeldspieler war im Sommer 2010 vom Premier-League-Klub FC Chelsea an den Rhein gewechselt, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen aber lange Zeit nicht erfüllen. Vor allem zwei schwere Verletzungen, aber auch das schwierige Verhältnis zum damaligen Bayer-Trainer Jupp Heynckes machten ihm zu schaffen.

Am Samstag im Spiel bei Werder Bremen (15.30 Uhr) droht Ballack beim Anpfiff ein Platz auf der Ersatzbank.

Quelle: cc/jr
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