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27.10.11

Offener Brief

Friedrich-Freundin widerlegt Schwulen-Gerüchte

Linn Rödenbeck, die Freundin von Fußball-Profi Arne Friedrich, äußert sich in einem Offenen Brief zu Gerüchten über die angebliche Homosexualität ihres Partners.

© dpa/DPA
Friedrich, Rödenbeck
Arne Friedrich und Linn Rödenbeck leben in Berlin

Ex-Herthaner Arne Friedrich hatte am Sonntag in der rbb-Sendung "Sportplatz" zu den immer wieder auftauchenden Gerüchten, er sei schwul, Stellung bezogen. Seine Freundin Linn Rödenbeck tat es jetzt mit einem Offenen Brief in der "Bild"-Zeitung. "Ich bin seit zehn Jahren mit meiner Freundin zusammen und sehr glücklich", hatte der 32-Jährige, der im September seinen Vertrag mit dem VfL Wolfsburg auflöste, gesagt.

"Ich habe keine Lust irgendetwas zu rechtfertigen. Aber scheinbar muss es einmal schwarz auf weiß stehen. Und vorab eine Entschuldigung an alle, die nun aus allen Wolken fallen", schrieb nun 31 Jahre alte Linn Rödenbeck. "Nein, Arne ist nicht schwul und ich bin mir sicher, dass er der Letzte wäre, der nicht dazu stehen würde." Weiter heißt es: "Ich kann verstehen, dass das Thema Homosexualität gerade im Bereich Profifußball spannend ist. Aber haben wir keine andere Sorgen als zu überlegen, ob jemand homo- oder heterosexuell ist?"

Die Kommunikationsdesignerin ärgert vor allem die Art und Weise, wie über das Thema diskutiert wird. "Es stellt Homosexualität als etwas Widernatürliches oder Schlechtes dar. Was sagt das über unsere Gesellschaft aus?!"

Friedrich hatte zuvor erklärt, dass sein Name wie auch die anderer Nationalmannschaftskollegen immer wieder im Zusammenhang mit Homosexualität auftauchen, verwundere ihn. "Es ist schon sehr komisch, wenn man im Internet Namen als Suchwörter eingibt und da steht dann direkt 'schwul' dahinter. Ich bin seit zehn Jahren mit meiner Freundin zusammen und sehr glücklich", sagte er. Diese Gerüchte seien Dinge, "mit denen lebt man einfach", meinte Friedrich. "Ich habe keinen Spieler erlebt, von dem ich überhaupt meinen könnte, dass der schwul ist, aber wenn es so sein sollte, wäre das auch okay." Allerdings sei es "nicht einfach, gerade im Fußballgeschäft, wenn man sich da outet, das würde schon auf einigen Gegenwind stoßen", glaubt Friedrich.

Quelle: sei/dpa
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