Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
18.06.11

Nationalmannschaft

DFB und Trainer Löw schießen gegen Ballack zurück

Wirbel um Ballacks Ausmusterung aus der Nationalelf. Nach Angaben des DFB habe Ballack sich selbst äußern wollen, dann aber den Kontakt abgebrochen.

Getty Images/Getty

Englisches Pokalfinale im Mai 2010: Kevin-Prince Boateng vom FC Portsmouth trifft den damaligen Chelsea-Profi Michael Ballack am rechten Knöchel.

6 Bilder

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach hat die massiven Vorwürfe von Michael Ballack nach dessen unfreiwilligem Ende in der Fußball-Nationalmannschaft gekontert. "Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis, schon gar nicht für Begriffe wie 'Scheinheiligkeit' und 'Farce', die er in diesem Zusammenhang gewählt hat", sagte Niersbach am Samstag. "Aus meiner Sicht sind alle Gespräche absolut korrekt und fair verlaufen."

Detailliert stellte er die DFB-Sicht dar, wie und wann die Treffen mit dem langjährigen Kapitän stattfanden. Niersbach bestätigte, dass Bundestrainer Joachim Löw bereits am 30. März dem 34 Jahre alten Leverkusener gesagt habe, dass er nicht mehr mit ihm plane. Bundestrainer Joachim Löw reagierte unterdessen gelassen auf die scharfe Kritik von Ballack. "Ich weiß genau, was in meinen Gesprächen mit Michael besprochen wurde. An meinen Aussagen wird sich nichts ändern", ließ der 51-Jährige über den Deutschen Fußball-Bund (DFB) mitteilen.

"Es wurde gemeinsam – ich betone: gemeinsam – vereinbart, zunächst Stillschweigen zu bewahren, Michael auch Zeit zu geben, nochmals in aller Ruhe nachzudenken, um dann in einem abschließenden Gespräch mit Joachim Löw festzulegen, wie die Entscheidung letztlich kommuniziert werden sollte", sagte Niersbach. "Wir haben ihm sogar angeboten, sowohl gegen Uruguay als auch gegen Brasilien zu spielen, um somit am 10. August in Stuttgart die außergewöhnliche Zahl des 100. Länderspiels zu erreichen. Einen Einsatz gegen Uruguay wollte Michael aber nicht, weil ihm die Zahl nicht so wichtig war, dass er sie unter allen Umständen erreichen wollte - so jedenfalls hat er es mir vermittelt", sagte Niersbach. Nach den drei Länderspielen zum Abschluss der Saison gegen Uruguay, Österreich und Aserbaidschan habe sich Ballack laut Niersbach äußern wollen. Doch gab es seitdem keinen Kontakt mehr.

Am Donnerstag teilte Löw dann über den DFB mit, dass er künftig auf den Mittelfeldspieler verzichten werde. Einen Tag später warf Ballack dem Bundestrainer "Scheinheiligkeit" vor und lehnte ein vom DFB angebotenes Abschiedsspiel gegen Brasilien am 10. August als "Farce" ab.

Quelle: dpa/sip
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote