22.02.13

Europa League

Fallschirm-Bengalo bei Geisterspiel in Istanbul

Dass sie in der Europa League nicht ins Stadion durften, hielt die Fans von Fenerbahce Istanbul nicht vom Zündeln ab. Per Fallschirm schickten sie einen brennenden Bengalo in den Innenraum. Aber wie?

Foto: REUTERS

An einem Fallschirm segelte der brennende Bengalo offenbar über das Dach in die Arena von Istanbul
An einem Fallschirm segelte der brennende Bengalo offenbar über das Dach in die Arena von Istanbul

Kuriose Szene in Istanbul: Beim Spiel in der Europa League von Fenerbahce gegen Bate Borissow segelte ein bengalisches Feuer in den Innenraum. An sich nichts Besonderes, hier aber schon. Es handelte sich nämlich um ein Geisterspiel, das Feuerwerk kam nicht von der Tribüne.

Zu der Partie ohne Publikum wurde der türkische Klub von der Uefa verurteilt, nachdem seine Fans in der Vorrundenpartie gegen Olympique Marseille das Feld gestürmt hatten. Dass die Anhänger diesmal nicht rein durften, hielt einige nicht davon ab, für Unruhe zu sorgen. Wofür sie sich einiges einfallen ließen.

Das bengalische Feuer flog nämlich an einem kleinen Fallschirm ins Stadion, segelte vor der Haupttribüne vor den Augen der wenigen Besucher (Pressevertreter, Ordner, Offizielle) hinab und landete zielsicher in der Nähe der Trainerbänke. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Offenbar wurde der Fallschirm von außerhalb des Stadions auf seine Reise geschickt. Dort hatten sich tausende Fans zum Public Viewing vor einer Großbildleinwand getroffen und während des Spiels mit Feuerwerkskörpern immer wieder den Himmel erleuchtet.

Kam eine Leuchtfeuer-Pistole zum Einsatz?

Spekuliert wird, dass der Fallschirm mit einer Leuchtfeuer-Pistole abgeschossen wurde, die eigentlich in Notsituation beispielsweise auf dem Meer verwendet wird. Mit Fallschirmleuchtpatronen wird ein Leuchtsatz in die Höhe geschossen, der dann langsam herabgleitet. So ist das Signal möglichst lange sichtbar. Für Fenerbahce könnte der Zwischenfall das nächste Nachspiel haben.

Der Mannschaft wird es erst mal egal sein. Sie gewann das Spiel gegen die Weißrussen 1:0 (Hinspiel 2:2) und trifft nun im Achtelfinale auf Viktoria Pilsen.

Quelle: SUF
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