16.02.13

Werder Bremen

Arnautovic-Transfer nach Kiew so gut wie perfekt

Nach Informationen der Berliner Morgenpost ist sich Werder Bremen mit Dynamo Kiew einig, Marko Arnautovic an diesem Wochenende in die Ukraine ziehen zu lassen. Die Bremer wollen und müssen mit ihm Kasse machen.

Foto: dpa
Marko Arnautovic
Marko Arnautovic kam im Sommer 2010 für 6,5 Millionen Euro von Twente Enschede.

Werder Bremen steht vor dem Abschluss eines lukrativen Transfers. Die Hanseaten sollen sich nach Informationen der Berliner Morgenpost mit Dynamo Kiew einig sein, Offensivspieler Marko Arnautovic gen Ukraine ziehen zu lassen. Die Ablösesumme soll zwischen acht und zehn Millionen Euro betragen. Werder konnte bei dem zu erwartenden Erlös nicht Nein sagen.

Arnautovic kam im Sommer 2010 für 6,5 Millionen Euro von Twente Enschede nach Bremen. Er galt als hochtalentiert, konnte aber erst in dieser Saison die sportlichen Erwartungen ansatzweise erfüllen (fünf Tore in 17 Spielen). Werders Trainer Thomas Schaaf hätte den 23 Jahre alten Nationalspieler Österreichs zwar gern behalten, ließ aber wohl wirtschaftliche Vernunft walten.

Denn er muss im Sommer allem Anschein nach den Kader verkleinern und einige Millionen einsparen. Die Einnahme durch den Verkauf Arnautovic' bringt Schaaf und dem neuen Sportchef Thomas Eichin Spielraum, um im Sommer die Mannschaft punktuell verändern zu können. Im Gegensatz zu Deutschland, wo Transfers seit dem 31. Januar nicht mehr möglich sind, ist die Transferliste in der Ukraine bis zum 31. März geöffnet.

Eichin aber dementiert vorerst noch. Er sagte: "Ich bin am Donnerstag hier angekommen. Da war meine Marschroute, in den nächsten Wochen mal mit Marko zu sprechen über eine Verlängerung seines Vertrages über 2014 hinaus. Das Interesse von Kiew ist da, das streiten wir auch überhaupt nicht ab. Wir haben aber auch gesagt, dass das momentan für uns überhaupt kein Thema ist. Die Wechselperiode ist für uns abgeschlossen, die ist zwar in der Ukraine noch auf. Marko ist jedoch ein wichtiger Spieler für uns. Wir haben noch Ziele, die wir erreichen wollen."

Nach Informationen der Berliner Morgenpost wird Werder aber bei dem zu erwartenden Erlös wohl nicht anders können, als nachzugeben.

Arnautovic wollte in Bremen mehr verdienen

Bei Arnautovic hätte im nächsten Sommer eine Verlängerung seines Vertrags angestanden, der Ende Juni 2014 endet. Der österreichische Nationalspieler strebte eine Verbesserung seines Gehalts an, das bei rund 2,3 Millionen Euro liegen soll.

Das hätten sich die klammen Bremer nicht leisten können und wollen. Arnautovic ist aus Bremer Sicht keiner wie etwa der ehemalige Stürmer Claudio Pizarro, für den der Klub beim Gehalt bis an die Schmerzgrenze gegangen ist.

"Ob ich bleibe, ist eine schwere Entscheidung für mich", hatte Arnautovic zuletzt gesagt. Sein Bruder Daniel, gleichzeitig sein Berater, soll sich aber mit Kiew bereits einig geworden sein und Arnautovic selbst grünes Licht für den Wechsel gegeben haben.

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