14.02.13

Bitteres Resultat

Gladbach kassiert in letzter Minute den Ausgleich

Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat gegen Lazio Rom im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League ein bitteres Remis hinnehmen müssen. Dennoch hat das Team Geschichte im Europapokal geschrieben.

Foto: AFP
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Mönchengladbachs Stürmer Luuk de Jong (hinten) im Zweikampf mit Lazios Lorik Cana

Der Traum vom Achtelfinaleinzug in der Europa League ist für Borussia Mönchengladbach fast schon beendet. In einem verrückten Spiel kassierte der fünfmalige deutschen Fußball-Meister in der Nachspielzeit durch Libor Kozak (90.+4) gegen Lazio Rom den Ausgleich zum 3:3 (1:0) im Zwischenrunden-Hinspiel. Damit stehen die Fohlen am 21. Februar in der italienischen Hauptstadt vor einer schweren Aufgabe.

Martin Stranzl brachte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre per Foulelfmeter in Führung (17.), doch Sergio Floccari (57.) und Libor Kozak (64.) drehten zwischenzeitlich die Begegnung. Der eingewechselte Thorben Marx sorgte mit seinem Foulelfmeter in der 84. Minute für den Ausgleich, dann traf Juan Arango per Freistoß zum 3:2 (88.).

"So ein Gegentor darf nicht passieren. In so einer Minute und so einer Situation darf man nicht den Kopf verlieren", haderte Gladbachs Torhüter Marc-André ter Stegen nach dem späten Ausgleich. "So ein Treffer in der letzten Sekunde ist immer bitter", meinte auch Marx.

Die drei Strafstöße von Gladbach aber bedeuteten ein Stück Geschichte in der Europa League. Noch nie zuvor hatte ein Team in diesem Wettbewerb drei Elfmeter zugesprochen bekommen.

Stranzl war zuvor mit einem weiteren Foulelfmeter an Torhüter Federico Marchetti gescheitert (70.), Lazio-Akteur Andre Dias (69./wiederholtes Foulspiel) hatte Gelb-Rot gesehen.

Lazio war effektiver

Vor 46.279 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park scheuten beide Mannschaften in der Anfangsphase das Risiko. Die Gäste, bei denen Nationalspieler Miroslav Klose wegen eines Außenband-Teilabrisses im rechten Knie fehlte, waren zwar von Beginn an spielbestimmend, große Tormöglichkeiten entwickelten sich daraus zunächst aber nicht.

Weitaus effektiver erwiesen sich die Gastgeber. Als der schnelle Patrick Herrmann nur durch ein Foul des unsicheren Andre Dias zu bremsen war, knallte Ersatzkapitän Stranzl den Ball unhaltbar für Marchetti zur Führung unter die Latte. Es war das 300. Gladbacher Tor in einem europäischen Wettbewerb.

Danach nahm die Begegnung Fahrt auf. Beide Mannschaften leisteten sich auf dem schwer bespielbaren Platz zwar immer wieder Fehlpässe im Aufbau, doch das Spielniveau steigerte sich bis zur Pause stetig. Lazio übte immer mehr Druck aus.

Die Gladbacher, die auf Peniel Mlapa (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Branimir Hrgota (Außenband- und Kapselriss im linken Sprunggelenk) verzichten mussten, konterten aber geschickt. Ein Kopfball von Luuk de Jong verfehlte sein Ziel jedoch knapp (34.), ein gefühlvoller Freistoß von Kunstschütze Juan Arango landete nur am Pfosten (41.).

Ter Stegen stand im Mittelpunkt

Auf der anderen Seite rückte aber auch Marc-André ter Stegen immer mehr in den Mittelpunkt. Bei einem Freistoß von Antonio Candreva (25.) und einem Kopfball von Klose-Ersatz Floccari (38.) reagierte der Nationaltorhüter glänzend. Beim abgefälschten Schuss von Candreva zwei Minuten vor dem Seitenwechsel wäre aber auch ter Stegen machtlos gewesen.

"Wir haben ein Spiel gesehen, in dem wir einiges sehr ordentlich gemacht haben. Teilweise haben wir im Mittelfeld zu leichte Ballverluste. Das darf uns nicht zu oft passieren, da sind die Italiener zu ausgebufft", sagte Sportdirektor Max Eberl in der Halbzeitpause.

Hektik in der Schlussphase

Nach dem Wechsel brachte Rom in Kozak eine zweite Spitze. Der Erfolg ließ nicht lange auch sich warten. Floccari bestrafte die mangelnde Zuordnung in der Gladbacher Innenverteidigung und traf freistehend aus kurzer Distanz zum Ausgleich. Bei Kozaks Führungstreffer sah die Gladbacher Defensive erneut schlecht aus.

Dann wurde es hektisch. Dias foulte Stranzl und flog vom Platz. Der Gladbacher verpasste aber seinen zweiten Elfmetertreffer und traf eine Minute später aus kurzer Distanz nur den Pfosten. Dann aber waren Marx und Arango zur Stelle, ehe erneut Kozak zuschlug.

Quelle: sid
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