14.02.13

Talk bei Lanz

Rolf Töpperwien kennt schwule Nationalspieler

Ex-ZDF-Reporter Töpperwien bestätigt bei Markus Lanz die Geschichte der Dschungelcamp-Kandidatin Georgina, die angeblich das Angebot hatte, die Partnerin eines homosexuellen Fußballprofis zu spielen.

Von Lutz Wöckener
Foto: picture alliance / Eventpress MP

Rolf Töpperwien berichtete von 1444 Bundesligaspielen
Ein Mann der Fakten und Anekdoten: Rolf Töpperwien berichtete von 1444 Bundesligaspielen

Rolf Töpperwien hat vieles erlebt in seiner 37-jährigen Laufbahn, oder eigentlich alles, wie er wohl selbst sagen würde. "Töppi" kann sich quasi an jedes seiner 1444 gewissenhaft archivierten Bundesligaspiele erinnern, ihre Statistiken blitzschnell abrufen.

Und das lässt er auch gern andere wissen, wie der Niedersachse aus Osterode am Harz am späten Mittwochabend bei Markus Lanz einmal mehr unterstrich. Ungefragt erzählte er Anekdoten aus seinem Fundus, stets versehen mit Jahreszahl, Spielergebnis, Torschützen.

Es war wie in einer Quizshow, in der er sich selbst zum Kandidaten und gleichzeitig zum Fragesteller machte. Töpperwien grätschte sogar dazwischen, als Lanz im Gespräch mit Sky-News-Nachrichtensprecherin Britta Hofmann ein Foto einblenden ließ, das die Journalistin als jugendliche Fußballspielerin auf einer alten Tribüne hockend zeigte.

In Hamm sei das Bild aufgenommen wurden, wusste Töpperwien und freute sich wie ein Erstklässer nach einer gelösten Matheaufgabe. Er wisse das, weil er dort einmal Horst Hrubesch getroffen habe.

"Bis hin zur Ehe"

Töpperwien weiß vieles, kennt jeden. Selbst die sexuellen Vorlieben innerhalb der Branche machen da keine Ausnahme. Und so plauderte er munter drauflos, als das Tabuthema "Homosexualität im Fußball" auf die Agenda gesetzt worden war.

"Ich kenne Nationalspieler, die mit Frauen zusammengebracht wurden, bis hin zur Ehe, obwohl sie schwul sind." Es war die Bestätigung einer Geschichte, die Georgina Fleur einige Wochen zuvor im Dschungelcamp ausgeplaudert hatte.

Ob versehentlich ("Da vergisst du irgendwann die Kameras") oder nicht – Fleur berichtete von einer Anfrage einer Agentur, um für einen schwulen Bundesligaspieler die Freundin zu mimen. Allerdings habe sie abgelehnt. Wie auch Kandidatinnen der RTL-Kuppelshow "Der Bachelor", von denen ebenfalls mindestens eine angesprochen worden sei.

Töpperwien nennt keine Namen

Die Nachfrage von Lanz, wie viel Geld ihr der Auftrag eingebracht hätte, blieb unbeantwortet, da sich die 21-Jährige den Preis nicht so einfach entlocken lassen wollte und Töpperwien schnell die Initiative ergriff. Ja, die Geschichte stimme, "natürlich"! Es sei doch hinlänglich bekannt, dass es derartige Agenturen gebe, parlierte er.

Während der Dortmunder Ex-Profi Norbert Dickel und Kommentator Wolff-Christoph Fuss die Augenbrauen hochzogen, als würde der gesprächige Nebenmann gerade die ungeschriebenen Gesetze der Branche brechen, unterstrich Töpperwien noch einmal seine Aussage. Als Lanz explizit nachfragte, ob das alles nicht nur ein Gerücht sei, sagte er: "Ich weiß es nicht von Dritten, ich kenne diese Menschen persönlich. Sie haben es mir gesagt."

Namen nannte Töpperwien dann aber doch nicht, auch wenn der legendäre ZDF-Reporter wahrscheinlich viele Geschichten hätte erzählen können, samt Endergebnis und Jahreszahl.

© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Multimedia
Dschungelcamp

Georgina würgt am gekochten Schafshirn

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Shitstorm Helene Fischer macht ihre Fans mit VW-Spot wild
Neuer Geldschein Das ist die neue 10-Euro-Banknote
Supermodel-Battle Wer sieht im Bikini besser aus?
Internethändler Amazon-Mitarbeiter streiken für mehr Geld
1. Bundesliga Spielplan
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Kriminalität

Geldtransporter am Apple Store überfallen

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote