11.02.2013, 14:15

70.000 Euro Schaden Fan-Randale – DFB ermittelt gegen Dynamo Dresden


Dresdner Fans zünden im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern bengalisches Feuer

Foto: Uwe Anspach / dpa

Dresdner Fans zünden im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern bengalisches Feuer Foto: Uwe Anspach / dpa

Pyrotechnik, Ausschreitungen, Verletzte und ein Schaden von 70.000 Euro – so die Bilanz des Spiels zwischen Kaiserslautern und Dynamo Dresden. Der Deutsche Fußball-Bund ermittelt nun gegen Dresden.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden wegen der Fan-Auschreitungen beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern eingeleitet. Beide Vereine wurden angeschrieben und zu Stellungnahmen aufgefordert.

Im Dresdner Zuschauerblock war am vergangenen Freitag unmittelbar vor Spielbeginn und während der zweiten Halbzeit mehrfach Pyrotechnik entzündet worden. Zudem hatte die Polizei einschreiten müssen, als eine Gruppe Dynamo-Anhänger den Nachbarblock stürmen wollte.

Dresdner Hooligans hatten außerdem auf dem Messeplatz in Kaiserslautern randaliert und dabei unter anderem die Pendelbusse angegriffen. Ein Bus-Insasse erlitt Schnittwunden durch herumfliegende Splitter, eine Frau einen Schock. Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf 70.000 Euro.

"Da fehlen mir die Worte"

Gegen den achtmaligen DDR-Oberligameister ist noch ein anderes Verfahren beim DFB anhängig. Wegen der Ausschreitungen beim Pokalspiel bei Hannover 96 hatte der Verband die Dresdner aus dem Pokalwettbewerb für die kommende Saison ausgeschlossen, gegen dieses Urteil legte Dynamo Berufung ein. Bis zum Freitag muss der Klub dem DFB eine Berufungsbegründung liefern.

"Allein schon vor diesem Hintergrund sind die Aktionen so hanebüchen dumm, dass einem die Worte fehlen", sagte Dynamos Geschäftsführer Christian Müller.

(sid/mh)
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