Meinung 07.02.13

Nationalmannschaft

Müller ist der Gewinner beim Sieg gegen Frankreich

Es war zwar nur ein Testspiel, doch der Sieg der Nationalmannschaft gegen Frankreich dürfte für Bundestrainer Joachim Löw recht aufschlussreich und zukunftsweisend gewesen sein.

Von Julien Wolff
Foto: REUTERS

Thomas Müller feiert das Tor seines Teamkollegen Sami Khedira
Thomas Müller feiert das Tor seines Teamkollegen Sami Khedira

Auf wen ist Verlass? Diese Frage tat sich rund um das Frankreich-Spiel auf. Wichtige Spieler wie Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose fehlten verletzt, und nun boten sich Chancen für andere. Bundestrainer Joachim Löw hat beim 2:1 klare Antworten bekommen. Nicht jede davon dürfte ihm gefallen.

Verlassen kann sich Löw auf Sami Khedira, Mesut Özil und Thomas Müller. Die drei bilden im Mittelfeld ein wichtiges Gespann und haben am Mittwochabend bewiesen, dass sie die Mannschaft führen können, dass sie in der Hierarchie gleich hinter den Routiniers kommen. Eine wichtige Erkenntnis und/oder Bestätigung für Löw, der 2013 als Jahr der Entwicklung sieht.

Diese Spieler sind im richtigen Alter und bilden den Kern für die Nationalelf der Zukunft. Auch Verteidiger Per Mertesacker überzeugte, der junge Ilkay Gündogan zeigte im defensiven Mittelfeld zudem phasenweise gute Ansätze.

Mario Gomez überzeugte nicht

Es war lediglich ein Länderspiel, aber es ging nach 26 Jahren ohne Sieg gegen Frankreich um Prestige und einen guten Start in das Jahr. Druck war schon da, und die genannten Spieler sind mit ihm gut umgegangen. Doch es gab auch Spieler, die ihre Chance nicht nutzen. Und enttäuschten. Allen voran Lukas Podolski.

Der Arsenal-Profi bestätigte die Tendenz des Vorjahres: In der Nationalelf kommt er nicht mehr an die Leistungsgrenze, warum auch immer. Auch Mario Gomez spielte nicht gut, der Stürmer bekam allerdings auch wenig Pässe und hat wegen seiner Reservistenrolle beim FC Bayern keine Spielpraxis. Podolski ist die größere Enttäuschung der Paris-Reise.

Löw hat angekündigt, den Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders in den nächsten Monaten zu forcieren. Podolski wird es also schwer haben, André Schürrle, Marco Reus und Mario Götze drängen auf Einsätze. Das Spiel im Stade de France und Löws Äußerungen in Paris lassen darauf schließen, dass in diesem Jahr Spieler in den Fokus rücken, die bislang eher in der zweiten Reihe standen. Das ist gut so.

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