Meinung 06.02.13

Afrika-Cup

Für Turniersieg bekommt Nigerias Team Gratis-Sex

Der Prostituiertenverband Nigerias hat für das Nationalteam eine besondere Belohnung ausgelobt. Gewinnt es den Afrika-Cup, gibt es angeblich eine Woche Sex umsonst.

Von Lars Gartenschläger
Foto: AFP
Nigerias Nationalspieler bekamen für den Gewinn des Afrika-Cups ein unmoralisches Angebot
Nigerias Nationalspieler bekamen für den Gewinn des Afrika-Cups ein unmoralisches Angebot

Es ist seit Jahren Usus, mit Geld- oder Sachprämien auf das Handeln von Sportlern einzuwirken. Mal dienen sie der Motivation, mal einfach nur der Anerkennung. 1943 etwa bekam jeder Fußballspieler des Dresdner SC für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft einen Ausgehanzug.

Zur damaligen Zeit war das ein lukrativer Anreiz, besser zu sein als die Konkurrenz. Aber: Haben Deutschlands Fußballspielerinnen 1989 den EM-Titel nur gewonnen, weil es vom DFB zur Belohnung für jede Frau ein 40-teiliges Kaffeeservice gab?

Kaum vorstellbar. Aber es ist schon kurios, mit welch aberwitzigen Ideen versucht wird, Anreize zu schaffen. Im vergangenen Jahr durften sich deutsche Olympiasieger in London über eine Tätowierung, zwei Freiflüge innerhalb Europas sowie ein Fotoshooting freuen.

Selbst an Zweitplatzierte wurde gedacht: Ihnen wurde eine Ausbildung zum Finanzberater in Aussicht gestellt, es gab VIP-Karten für ein Fußballspiel und ein Sportwagen-Fahrertraining. Nun gut, die Bilanz der Deutschen fiel am Ende ernüchternd aus und zog eine Debatte über Zielvereinbarungen nach sich. Aber lag das nun an den Prämien?

Der Fußballmannschaft Nigerias wurden jetzt etwas ganz Schlüpfriges offeriert, um sie beim Afrika-Cup auf Erfolgskurs zu bringen. Gewinnen die Männer den Titel, heißt es, sollen sie vom nigerianischen Prostituiertenverband eine Woche Sex für lau bekommen.

Ein Sieg ist es nach dem 4:1 im Halbfinale gegen Mali noch bis zu einem Dialog wie diesem an der Haustür eines Nationalspielers. "Hallo, wie geht es deinem Mann", fragt die Nachbarin. Sagt die Spielerfrau: "Keine Ahnung. Der ist im Puff."

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