08.01.2013, 10:26

Weltfußballer-Wahl Mesut Özil vereint Nord- und Südkorea

Di, 08.01.2013, 09.09 Uhr

Zum vierten Mal in Serie ist Lionel Messi zum Weltfußballer gekürt worden. Zum Trainer des Jahres wurde Spaniens Coach Del Bosque gekürt. Weltfußballerin wurde die US-Amerikanerin Abby Wambach.

Video: Reuters
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Der Star des Abends war bei der Weltfußballer-Wahl natürlich Sieger Lionel Messi. Für eine Überraschung aber sorgte Mesut Özil. Unter anderen votierten die Spielführer von Nord- und Südkorea für ihn.

Bundestrainer Joachim Löw hat bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres fest zu seinen Nationalspielern gehalten. Der 52-Jährige hatte als einziger Wahlberechtigter seine ersten beiden Stimmen für Mesut Özil (Real Madrid) und Torwart Manuel Neuer (Bayern München) abgegeben. An dritte Position hatte Löw den Spanier Xavi gesetzt.

Beim vierten Triumph des Argentiniers Lionel Messi belegte Özil mit 0,41 Prozent der Stimmen den 14. Platz, Neuer erreichte Rang 19 (0,21). Damit blieb Rekordnationalspieler Lothar Matthäus der einzige deutsche Weltfußballer des Jahres (1990/inoffiziell und 1991).

Auch aus Aruba bekam Özil Unterstützung

Die weiteren Stimmen für Özil und Neuer waren aus eher exotischen Gebieten gekommen. So gab unter anderem Baten Raymond, Kapitän der Nationalmannschaft Arubas, Özil seine Zweitstimme. Auch in Korea erfreut sich der Spielmacher anscheinend großer Beliebtheit - die Spielführer sowohl von Nord- als auch von Südkorea hätten Özil gerne als dritten Finalisten bei der Gala im Züricher Kongresshaus gesehen.

Neuer wurde unter anderem vom Trainer des Libanon, Bucker Johannes Theodor, nach Messi für den Titel vorgeschlagen. Löw hatte bei der Abstimmung zum Trainer des Jahres den neunten Platz vor Bayern Münchens Jupp Heynckes belegt. Bester deutscher Trainer war Jürgen Klopp von Meister Borussia Dortmund auf Rang sechs. Die Abstimmung wurde weltweit unter Journalisten sowie den Spielführern und Trainern der Nationalmannschaften durchgeführt.

(sid/pk)
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