08.01.13

Weltfußballer-Wahl

Mesut Özil vereint Nord- und Südkorea

Der Star des Abends war bei der Weltfußballer-Wahl natürlich Sieger Lionel Messi. Für eine Überraschung aber sorgte Mesut Özil. Unter anderen votierten die Spielführer von Nord- und Südkorea für ihn.

Quelle: Reuters
08.01.13 1:33 min.
Zum vierten Mal in Serie ist Lionel Messi zum Weltfußballer gekürt worden. Zum Trainer des Jahres wurde Spaniens Coach Del Bosque gekürt. Weltfußballerin wurde die US-Amerikanerin Abby Wambach.

Bundestrainer Joachim Löw hat bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres fest zu seinen Nationalspielern gehalten. Der 52-Jährige hatte als einziger Wahlberechtigter seine ersten beiden Stimmen für Mesut Özil (Real Madrid) und Torwart Manuel Neuer (Bayern München) abgegeben. An dritte Position hatte Löw den Spanier Xavi gesetzt.

Beim vierten Triumph des Argentiniers Lionel Messi belegte Özil mit 0,41 Prozent der Stimmen den 14. Platz, Neuer erreichte Rang 19 (0,21). Damit blieb Rekordnationalspieler Lothar Matthäus der einzige deutsche Weltfußballer des Jahres (1990/inoffiziell und 1991).

Auch aus Aruba bekam Özil Unterstützung

Die weiteren Stimmen für Özil und Neuer waren aus eher exotischen Gebieten gekommen. So gab unter anderem Baten Raymond, Kapitän der Nationalmannschaft Arubas, Özil seine Zweitstimme. Auch in Korea erfreut sich der Spielmacher anscheinend großer Beliebtheit - die Spielführer sowohl von Nord- als auch von Südkorea hätten Özil gerne als dritten Finalisten bei der Gala im Züricher Kongresshaus gesehen.

Neuer wurde unter anderem vom Trainer des Libanon, Bucker Johannes Theodor, nach Messi für den Titel vorgeschlagen. Löw hatte bei der Abstimmung zum Trainer des Jahres den neunten Platz vor Bayern Münchens Jupp Heynckes belegt. Bester deutscher Trainer war Jürgen Klopp von Meister Borussia Dortmund auf Rang sechs. Die Abstimmung wurde weltweit unter Journalisten sowie den Spielführern und Trainern der Nationalmannschaften durchgeführt.

Internationale Pressestimmen zu Messis Wahl

ITALIEN

"La Gazzetta dello Sport": "Messi IV. Ein historischer vierter Titel. Keiner ist wie Leo"

"Corriere dello Sport": "Der vierte Weltfußballer des Jahres-Titel. Historisch! Viele Tore, kein Titel."

"Tuttosport": "Messis Super-Poker" 

SCHWEDEN

"Dagens Nyheter": "Im Alter von erst 25 scheint Messi der größte Spieler zu sein, den die Welt je gesehen hat. Die 46 Ligatore von Cristiano Ronaldo für Real Madrid und ein EM-Halbfinale mit Portugal waren einfach nicht genug."

ARGENTINIEN

"La Nacion": "Messi ist einzigartig und genial."

"Olé": "Jetzt will er auch die WM."

ENGLAND

"Daily Telegraph": "Ronaldo und Iniesta sind Große. Aber Messi ist vom Genie berührt."

"The Times": "Barcelonas Tore-König holt sich die vierte Krone."

"The Guardian": "Er hat in acht aufeinanderfolgenden Spielen je zweimal getroffen – und fast alle Tore waren von einer Brillanz, die kaum zu begreifen ist."

SPANIEN

"El Mundo": "Messi ist einzigartig. Die Bedeutung von Leo Messi im zeitgenössischen Fußball ist so groß, dass er nicht einmal große Titel gewinnen muss, um auf dem Thron zu bleiben. Der Argentinier ist einzigartig, unvergleichlich, der Beste"

"Marca": "Vergöttlichung der spanischen Liga: SPAIN!! EINZIGARTIG, unerreichbar, MESSI"

"Mundo Deportivo": "GOLDENER MESSI. Messi ist der Größte. Riesig. Einzigartig. (...) Er pulverisiert Rekorde mit einer erschreckenden Geschwindigkeit. Der Fußball heißt Messi."

NORWEGEN

"VG": "Es war so überraschend wie Schnee im Dezember in Oslo. Das einzige Argument für Ronaldo war, dass Messi schon so oft gewonnen hat, dass Ronaldo am Zug gewesen wäre."   

Quelle: sid/pk
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