02.01.13

Zweite Liga

Der Machtkampf bei 1860 München eskaliert

Investor Hasan Ismaik attackiert die 1860-Vereinsführung und nennt Präsident Schneider einen "alten Mann", der nur aus "persönlichen Interessen und Öffentlichkeitsdrang" an seinem Posten festhalte.

Foto: pa/dpa
Hasan Ismaik und Dieter Schneider
Der jordanische Investor Hasan Ismaik (r.) und Vereinspräsident Dieter Schneider tragen derzeit einen Machtkampf beim Zweitligaklub TSV 1860 München aus

Mit harten Angriffen auf die Vereinsführung um Präsident Dieter Schneider hat Investor Hasan Ismaik " den Machtkampf beim Fußball-Zweitligisten 1860 München befeuert. "Das Vereinsmanagement treibt politische Spielchen und käut die gleiche Geschichte über den Geist und die Tradition und die Schuldenfreiheit des Klubs wieder", sagte der Jordanier in einem Interview der Münchner Tageszeitung "tz". "Die Wahrheit ist, dass sie sich nicht wirklich um den Klub kümmern, sondern um ihre Ämter und ihr Ansehen in den Medien."

Vor allem Präsident Schneider wird von Ismaik in dem Interview schwer angegriffen. "Warum sollte ein alter Mann wie Schneider am Präsidentenposten festhalten? Die einzige Erklärung ist, dass seine persönlichen Interessen und sein Öffentlichkeitsdrang ihn dort halten", sagte der Investor über den 65-Jährigen.

Zuletzt sorgte das Thema Eriksson für Aufregung

"Ich respektiere Schneiders Alter, aber er ist nicht ehrlich im Umgang mit mir, mit den Fans und auch nicht zu sich selbst. Er gibt ständig inhaltlich falsche Statements ab und wenn man ihn damit konfrontiert, streitet er alles ab und meint, das habe er so nicht gesagt", sagte Ismaik weiter.

Zuletzt hatte es bei dem Traditionsklub heftige Irritationen um die vom Jordanier angeblich favorisierte Verpflichtung von Star-Coach Sven-Göran Eriksson gegeben. Die Vereinsführung hatte sich aber schließlich für Alexander Schmidt als "Löwen"-Trainer entschieden.

"Ich verfolge die finanziellen Belange des Vereins. Ansonsten wäre der Verein innerhalb eines Jahres kollabiert", betonte Ismaik weiter. "Ich bin derjenige, der am meisten mit dem Verein sympathisiert und sich am meisten um ihn kümmert, weil mein Geld auf dem Spiel steht."

Quelle: dpa/JHU
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