21.12.12

Fußball-Bundesliga

Winterschlussverkauf – Diese Spieler sollen gehen

Die Fußball-Bundesliga geht in die Weihnachtsferien. Gleich danach wird es für die Manager viel zu tun geben, dann öffnet das Transferfenster. Welche Klubs kaufen und verkaufen wollen, lesen Sie hier.

Foto: pa/INSIDE-PICTUR/INSIDE-PICTURE
Hamburger SV - VfB Stuttgart
Der HSV will im Winter einige Verkäufe tätigen, um ein Transferplus zu erwirtschaften. Zu haben ist unter anderem Angreifer Marcus Berg

Direkt nach den Weihnachtsferien öffnet das zweite Transferfenster der Saison. Die Bundesligaklubs können nach ihrem Ausgabenrekord im Sommer wieder ein- und verkaufen. Bedarf gibt es fast überall, nur an der Tabellenspitze geben sie sich gelassen.

Etwa beim in der Vorrunde so überlegenen FC Bayern. Bei den Münchnern gäbe es höchstens Notwendigkeit in der Abwehr, sie wollen aber trotz des Kreuzbandrisses von Holger Badstuber nicht einkaufen. Auch Verkäufe sind nicht geplant.

Bei Verfolger Dortmund sieht es da schon anders aus. Zwei Profis sind mit ihrer Reservistenrolle unzufrieden: Abwehrspieler Felipe Santana und Ivan Perisic. Der 2010 für 5,5 Millionen Euro gekaufte Mittelfeldspieler hatte sich vor kurzem öffentlich über seinen Stellenwert beklagt - er fühle sich von Trainer Jürgen Klopp nicht richtig unterstützt. Bei einem entsprechenden Angebot soll der BVB zu einem Verkauf durchaus bereit sein. Bedingung wäre adäquater Ersatz.

Abschied von Renato Augusto

In Leverkusen steht ein prominenter Abgang bereits fest. Der Brasilianer Renato Augusto, einst gefeierter Spielgestalter der Werkself, geht zurück in die Heimat. Dort wird er vom 1. Januar an für Weltpokalsieger Corinthians Sao Paulo spielen. Der 24-Jährige kam in dieser Bundesligasaison nur fünfmal als Einwechselspieler zum Einsatz.

"Renato hat uns in seiner Zeit in Leverkusen viele tolle Fußballmomente beschert", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. Genau wie Borussia Mönchengladbach ist Völler im Gegenzug am 18-jährigen finnischen Stürmer Joel Pohjanpalo vom HJK Helsinki interessiert.

Große Veränderungen könnte es im Kader des Hamburger SV geben, der aus Spargründen ein Transferplus von rund sechs Millionen Euro erwirtschaften will, um das Minus aus dem vergangenen Geschäftsjahr auszugleichen. Auf der Verkaufsliste stehen: Mittelfeldspieler Gojko Kacar, Ersatztorwart Jaroslav Drobny, der glücklose Stürmer Marcus Berg sowie der als Schläger auffällig gewordene Innenverteidiger Slobodan Rajkovic. Sollte sich der Klub danach noch eine Verstärkung leisten können, soll ein Stürmer kommen.

Was wird aus Ekici?

Ein trauriges Schicksal könnte Marcos Antonio drohen. Der 29-jährige Brasilianer war im Sommer als neuer Abwehrchef von Rapid Bukarest zum 1. FC Nürnberg gewechselt. Einmal durfte er spielen. Der Auftritt gegen Stuttgart am sechsten Spieltag war derart desolat, dass er schon nach 16 Minuten wieder ausgewechselt wurde.

Club-Manager Martin Bader kündigte schon im November an: "Er kann nicht zufrieden sein, hat aber noch vier bis sechs Wochen Zeit, im Training zu zeigen, dass es funktioniert. Wenn nicht, macht es für beide Seiten wenig Sinn."

In Bremen spielt ein Mann keine Rolle mehr, der im Sommer 2011 als große Verstärkung geholt wurde. Rund fünf Millionen Euro zahlte Werder damals für Mehmet Ekici, der vom FC Bayern an Nürnberg ausgeliehen war.

Die Bilanz des Mittelfeldspielers in dieser Saison ist niederschmetternd: Er wurde dreimal eingewechselt, jeweils nach der 80. Minute. Trainer Thomas Schaf lehnte zuletzt einen Verkauf zwar ab: "Wir haben kein Interesse, Memo in irgendeiner Art und Weise herzugeben", der Spieler aber sagte, dass "alles möglich" sei.

Quelle: SUF
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