11.12.12

Urteil gegen Dresden

Linkspartei-Chefin wirft DFB Ostfeindlichkeit vor

Katja Kipping, Chefin der Linkspartei, hält den DFB-Pokal-Ausschluss von Dynamo Dresden nach Fanrandalen für falsch. Sie stellt in Frage, dass ein westdeutscher Klub ähnlich hart bestraft worden wäre.

Quelle: SID
11.12.12 1:27 min.
Dynamo Dresden hatte auf Milde gehofft, doch das DFB-Sportgericht griff konsequent durch: Wegen Ausschreitungen seiner Fans wurde der Verein vom DFB-Pokal in der kommenden Saison ausgeschlossen.

Nach dem Ausschluss des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden aus dem DFB-Pokal für die kommende Saison hat die Linke schwere Vorwürfe gegen das Sportgericht erhoben. "Die Sportrichter müssen sich fragen lassen, ob sie ein vergleichbar hartes Urteil gegen einen westdeutschen Verein gefällt hätten", sagte Linke-Vorsitzende Katja Kipping.

Das Urteil sei "überzogen und unverhältnismäßig", fügte die aus Dresden stammende Kipping hinzu. Es treffe den Verein und die ganze Region, obwohl nur einige wenige Chaoten durchgeknallt seien. Aber natürlich sei es richtig, gegen Gewalt in den Stadien vorzugehen, sagte sie.

Geldstrafe für Hannover

Das DFB-Sportgericht hatte Dresden am Montag wegen wiederholter Ausschreitungen seiner Fans vom Pokalwettbewerb 2013/14 ausgeschlossen. Grund dafür waren Randale vor, während und nach eines Pokalspiels am 31. Oktober in Hannover. Hannover 96 erhielt derweil eine Geldstrafe in Höhe von 70.000 Euro.

Das Strafmaß für Dresden erkläre sich aus den zahlreichen, einschlägigen Vorbelastungen und dem Ausmaß der Ausschreitungen, sagte der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, zur Begründung.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der DFB den Klub nach Randalen in Dortmund für ein Jahr gesperrt, das Urteil wurde in der Berufungsverhandlung aber in eine Geldstrafe von 100.000 Euro und ein Geisterspiel in der zweiten Liga umgewandelt.

Quelle: dapd/SUF
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