07.12.12

Niederlande

Toter Linienrichter – Vierter Verdächtiger in Haft

Die niederländische Polizei hat nach dem gewaltsamen Tod eines Linienrichters nach einem Jugendspiel einen vierten Verdächtigen verhaftet. Den minderjährigen Tätern drohen maximal zwei Jahre Haft.

Im Fall des gewaltsamen Todes des Linienrichters Richard Nieuwenhuizen nach einem Jugendfußballspiel hat die niederländische Polizei einen vierten Verdächtigen verhaftet. Das gab die Behörde am Freitag bekannt.

Der 16-Jährige aus Amsterdam wurde am Donnerstagabend festgenommen. Bislang befanden sich ein weiterer 16-Jähriger sowie zwei 15-Jährige in Untersuchungshaft, sie erwarten Anklagen wegen Totschlags durch die Staatsanwaltschaft Amsterdam. Weitere Verhaftungen schloss die Polizei nicht aus.

Einzelhaft bleibt bestehen

Bislang seien etwa zehn Zeugen befragt worden, die Polizei hofft auf weitere Hinweise. Am Donnerstag hatte ein Haftrichter des zuständigen Gerichts in Lelystad die Untersuchungshaft der drei Jugendlichen um zwei Wochen verlängert. Seit Freitag dürfen sie wieder Kontakt zu ihren Eltern aufnehmen, die Einzelhaft bleibt jedoch bestehen.

Nach Jugendstrafrecht droht den 16-Jährigen eine maximale Haftstrafe von zwei Jahren, die 15-Jährigen können zu höchstens einem Jahr Haft verurteilt werden. Im Einzelfall kann der Richter bei 16-Jährigen allerdings auch das Erwachsenenstrafrecht anwenden.

Benefizspiel geplant

Bereits am Mittwoch hatte die Tageszeitung "De Telegraaf" berichtet, dass fünf statt wie zuvor vermutet drei jugendliche Fußballer des Klubs Nieuw-Sloten an der tödlichen Prügelattacke auf den 41-jährigen Nieuwenhuizen am Sonntag beteiligt gewesen sein sollen. Das Opfer war am Montag im Krankenhaus gestorben.

Unterdessen kündigte die Vereinigung der ehemaligen niederländischen Nationalspieler an, ein Benefizspiel bei Nieuwenhuizens Verein SC Buitenboys auszutragen. Das gab Frank de Boer, Alt-Internationaler und Trainer von Rekordmeister Ajax Amsterdam, bekannt.

Quelle: sid/SUF
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