07.12.12

Nur 84 Treffer?

Spanische Zeitung zweifelt Gerd Müllers Rekord an

Lionel Messi gegen Gerd Müller. Die Jagd des Argentiniers auf den Torrekord des Deutschen elektrisiert die Fußballwelt. Ein Video legt nahe, dass Müller 1972 ein Eigentor zugesprochen wurde.

Vier Pflichtspiele absolviert der FC Barcelona in dieser Saison noch. Vier Spiele, in denen Superstar Lionel Messi den Torrekord von Gerd Müller von 85 Treffern in einem Kalenderjahr brechen kann. Wenn der Argentinier denn fit wird. Nach seiner Knieverletzung aus dem Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon, ist noch nicht sicher, ob Messi am Sonntag bei Betis Sevilla auflaufen kann.

Bislang kommt Messi auf 84 Saisontore. Eine fehlt also zum Ausgleich, mit zwei Erfolgen wäre er alleiniger Rekordhalter. Geht es nach einer spanischen Zeitung, würde Messi dafür aber schon ein Tor genügen. "Marca" will heraus gefunden haben, dass eines von Müllers Toren aus dem Jahr 1972 fälschlicher Weise dem "Bomber der Nation" zugesprochen wurde. Und legt dafür auch Beweise auf den Tisch.

Es geschah beim 4:1 gegen die Sowjetunion

Es handelt sich um das Länderspiel zwischen Deutschland und der Sowjetunion. Das Freundschaftsspiel wurde am 26. Mai kurz vor der EM vor 80.000 Zuschauern im Münchner Olympiastadion ausgetragen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit drehte die Nationalelf mächtig auf und gewann das Spiel noch 4:1. Alle vier deutschen Treffer erzielte Gerd Müller. Wirklich?

Das Video vom Spiel legt nahe, dass Müller einen seiner Treffer tatsächlich nichts selbst erzielt, sondern es sich um ein Eigentor handelte. In der fraglichen Szene springt der Ball vom rechten Pfosten zurück ins Spielfeld. Müller versucht abzustauben, erwischt das Spielgerät aber nicht richtig. Nach der Berührung des deutschen Stürmers springt der Ball Jewgeni Rudakow an die Hand. Der sowjetische Torwart lenkt ihn über die Linie. Ohne sein Zutun wäre der Ball deutlich am Tor vorbei geflogen.

Dass die Uefa ihre Statistiken 40 Jahre danach überarbeitet, daran glaubt aber nicht mal die "Marca" selbst. Messi muss wohl also noch zweimal ran.

Quelle: SUF
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