03.12.12

Manchester United

Ferguson wirbt um Mourinho als Nachfolger

Trainer Alex Ferguson bringt Jose Mourinho mit barschen Worten als seinen eigenen Nachfolger ins Gespräch. So ein "eingebildeter Bastard" könne absolut jeden Klub trainieren, auch Manchester United.

Foto: pa/dpa/PA_Photos
Chelseas portugiesischer Trainer Jose Mourinho (r) und sein Kollege von...
Rivalen, die sich gegenseitig schätzen: Alex Ferguson (l.) und Jose Mourinho

Der bei Real Madrid vor dem Abschied stehende Jose Mourinho muss sich um seine Zukunft keine Sorgen machen. Zumindest wenn es nach Alex Ferguson geht. Die Trainerlegende von Manchester United brachte den Portugiesen sogar als Nachfolger für den eigenen Posten ins Gespräch.

Mourinho könne absolut jeden Klub trainieren, sagte Ferguson dem britischen Fernsehsender ITV4: "Ich werde keine Prognosen darüber abgeben, was in diesem Klub passieren wird. Aber ich werde nicht für immer hier sein. Jose kann überall arbeiten, darüber gibt es keinen Zweifel."

"Wunderbare und starke Persönlichkeit"

Der 70-jährige Ferguson trainiert Manchester United seit 1986 und gewann mit dem Klub zwölf Meisterschaften und zweimal die Champions League. Erst vor kurzem wurde eine Statue von ihm vor dem Stadion in Manchester enthüllt. Es gab schon mehrmals Gerüchte über sein Karriereende, nun aber scheint Ferguson seine Nachfolge selbst regeln zu wollen. Er lobt Mourinho in hohen Tönen, die so gar nicht zu dem sonst knurrigen Schotten passen.

"Ich hätte niemals gedacht, dass ein Mann, der das Spiel selbst nicht gespielt hat, ein Toptrainer werden könne", sagte Ferguson. Mourinho aber habe ihn eines Besseren belehrt: "Er hat eine wunderbare und starke Persönlichkeit, mit der er diese Lücke schließt."

Gern denke Ferguson an die erste Pressekonferenz Mourinhos vor dessen Amtsantritt 2004 beim FC Chelsea zurück. Der Portugiese hatte sich damals als "The Special One" vorgestellt. Ferguson: "Ich dachte: 'Christus, ist das ein eingebildeter Bastard.' Verdammt noch mal, da kommt dieser Mann nach England und sagt, er sei der Besondere. Aber genau das hat all seinen Spielern gezeigt, dass sie daran glauben müssen, mit ihm die Liga zu gewinnen."

Mourinho verrät seinen Traum

Mourinho könne laut Ferguson über sich selbst lachen, und noch wichtiger: Er könne Kritik weglachen. "Er weiß, dass am Ende nur das Resultat zählt." Mourinho liegt derzeit mit Real-Präsident Florentino Perez über Kreuz, Spanien Medien rechnen mit einer Trennung spätestens zum Saisonende. Offenbar ist der französische Klub Paris St. Germain an einer Verpflichtung interessiert.

Für den Startrainer könnte ein Engagement bei Manchester United aber ungleich interessanter sein. Könnte er dort doch seinen noch unerfüllten Traum realisieren. "In meiner Karriere war alles perfekt", sagte der 49-Jährige in der gleichen Sendung des britischen TV-Senders: "Mir fehlt nur, die Champions League mit einem englischen Klub zu gewinnen."

Dass er diesem Triumph mit dem spanischen Rekordmeister Real Madrid seit 2010 vergeblich nachjagt, war ihm keine Erwähnung wert.

Quelle: SUF
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