02.12.12

Fußball

Gipfel zwischen Bayern und Dortmund ohne Sieger

Kroos und Götze treffen beim Remis. Badstuber wird mit Kreuzbandriss ausgewechselt. Der Herbstmeister hält seinen Punktvorsprung.

Foto: dpa
FC Bayern München - Borussia Dortmund
Bayerns Javier Martinez (l.) im Duell mit BVB-Star Mario Götze

Bayern München kann in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund einfach nicht gewinnen. Im Duell der besten Teams, die der deutsche Fußball derzeit zu bieten hat, kam der Rekordmeister gegen den Doublegewinner nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und blieb nach zuletzt vier Liga-Niederlagen auch in der fünften Partie gegen den BVB sieglos.

Zudem müssen die Bayern, die in der Liga zuletzt am 13. Februar 2010 gegen Dortmund gewonnen haben (3:1), vermutlich einige Monate auf Nationalspieler Holger Badstuber verzichten. Der Innenverteidiger wurde in der 37. Minute mit einem Kreuzbandriss ausgewechselt. Badstuber hatte sich bei einem Zweikampf mit Mario Götze das rechte Knie verdreht.

"Beide Mannschaften haben sich alles abverlangt. Wir hatten vor allem nach der Pause unsere beste Phase", bilanzierte BVB-Trainer Jürgen Klopp. "Wir haben in den ersten 20 Minuten das Spiel ganz klar beherrscht. Dann jedoch hat Dortmund mehr und mehr die Kontrolle übernommen", sagte Bayern-Coach Jupp Heynckes: "In der Schlussphase hatten wir die klareren Chancen. Aber Roman Weidenfeller hat in diesen Situationen ausgezeichnet gehalten."

Der Herbstmeister behauptete seinen Elf-Punkte-Vorsprung auf den Rivalen. Auf die zweitplazierten Leverkusener verringerte sich das Polster jedoch auf acht Zähler.

Insgesamt sahen 71.000 Zuschauer ein intensiv geführtes und von der Taktik geprägtes Spiel, in dem Toni Kroos die Münchner in der 67. Minute mit einem sehenswerten Flachschuss in Führung brachte. Mario Götze gelang in der 74. Minute jedoch der verdiente Ausgleich. Torschütze Kroos zeigte sich enttäuscht: "Sicherlich war es ein wichtiges Tor. Aber ich hätte es lieber gegen einen Sieg eingetauscht. Aufgrund der Chancen hätten wir ihn auch verdient gehabt." BVB-Torhüter Roman Weidenfeller meinte: "Auch wir hatten gute Möglichkeiten, um den einen oder anderen Punkt mehr mitnehmen zu können. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Die Meisterschaft hat dieses Spiel noch nicht entschieden. Auch wir haben noch viel vor in dieser Saison."

Bayerns Ribery mit Elan

Die Bayern starteten mit Elan und hatten durch Franck Ribery in der dritten Minute gleich die erste Chance. Doch schon im Gegenzug wurde es für die Münchner gefährlich, allerdings aufgrund eigener Nachlässigkeit. Torwart Manuel Neuer vertändelte allzu lässig einen schlampig gespielten Rückpass von Badstuber. Marco Reus und Robert Lewandowski konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen.

Für die Bayern war dies offenbar Ansporn, wieder einen Zahn zuzulegen. So konnte Marcel Schmelzer vor dem einschussbereiten Thomas Müller klären, nachdem Ribery nach innen gepasst hatte (7.). Überhaupt wirkte der 29 Jahre alte Franzose äußerst engagiert und war in seinem Elan kaum zu bremsen. Dortmund war aber auch nicht gewillt, den Bayern ganz das Feld zu überlassen. Jakub Blaszczykowski gab so in der zehnten Minute nach einem gewonnenen Laufduell gegen Dante einen Warnschuss ab, den Neuer parieren konnte.

In der Folgezeit entwickelte sich eine intensive und von der Taktik geprägte Partie mit vielen Szenen im Mittelfeld. Den Zuspielen in die Spitze fehlte auf beiden Seiten oft die Genauigkeit. Allerdings verteidigten die beiden Konkurrenten meist auch sehr konsequent und aufmerksam.

Erst als sich die Münchner nach der Verletzung von Badstuber, der von dem von einem Faserriss genesenen Jerome Boateng ersetzt wurde, sortieren mussten, prüfte der bis dahin wenig in Erscheinung getretene Reus noch einmal Neuer (44.).

Glanzparaden von Weidenfeller

Nach dem Wechsel sorgte erst einmal ein Fan, der auf den Platz stürmte, für Aufregung. Ansonsten warteten beide Teams auf Fehler des Gegners. So einer hätte fast zur Führung der Gäste gesorgt, als die Bayern-Defensive bei einem schnell ausgeführten Schmelzer-Freistoß schlief. Mats Hummels vergab die sich bietende Großchance überhastet.

Überhaupt wurde der BVB nun dominanter. Erneut musste Neuer zunächst vor Reus klären und dann einen Schuss von Götze abwehren. Aber nach gut einer Stunde wurden die Bayern-Aktionen wieder zwingender. Der Lohn war die Führung durch Kroos. Darüber konnten sich die Münchner jedoch nur wenige Minuten freuen. Götze war nach einem zu kurz abgewehrten Eckball zur Stelle.

In der Schlussphase waren die Bayern näher dran am Sieg, Müller (85.) und Kroos (86.) vergaben aber aus aussichtsreicher Position. Weidenfeller war zudem bei einer verunglückten Flanke von Müller (88.) und kurze Zeit später bei einem Kopfball von Martinez zur Stelle.

Quelle: BM
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