01.12.12

Confed-Cup-Chaos

Brasiliens Starkoch greift in falschen Los-Topf

Eigentlich kann der brasilianische Starkoch Alex Atala gut mit Töpfen. Bei der Gruppenauslosung für den Confed Cup 2013 griff er jedoch in den falschen und rührte die Teams verkehrt zusammen.

Foto: REUTERS

Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke (M.) fiel der falsche Griff von Alex Atala (l.) nicht auf. Dem Topmodel Adriana Lima auch nicht
Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke (M.) fiel der falsche Griff von Alex Atala (l.) nicht auf. Dem Topmodel Adriana Lima auch nicht

Rekord-Weltmeister und Gastgeber Brasilien trifft beim Confed Cup 2013, der Generalprobe für die Fußball-WM-Endrunde 2014, in der Gruppe A auf Vize-Europameister Italien, Olympiasieger Mexiko und Japan. In der Gruppe B spielen WM- und EM-Champion Spanien, der WM-Vierte Uruguay, Tahiti und der noch zu ermittelnde Afrika-Vertreter. Dies ergab eine chaotische Gruppenauslosung am Samstag im Anhembi Convention Center von São Paulo. Der Vertreter Afrikas wird erst im Februar 2013 nach dem Afrika-Cup in Südafrika feststehen.

Fifa-Präsident Joseph Blatter hatte die Auslosungszeremonie vorab als "leichte Übung" bezeichnet. Dann passierte aber doch ein peinlicher Fehler. Losfee Alex Atala – ein brasilianischer Starkoch – griff einmal in den falschen Topf. Uruguay wurde dadurch fälschlicherweise der Position A 3 zugelost, obwohl der Südamerikameister in Gruppe B gehörte. Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke bemerkte den Fauxpas zunächst nicht, ignorierte ihn dann, um schließlich die Gruppenkonstellation für gültig zu erklären. Mit einem Einspruch eines der Teams dürfte aber kaum zu rechnen sein.

Das Confed-Cup-Turnier wird vom 15. bis 30. Juni 2013 in sechs brasilianischen Städten (Rio de Janeiro, Brasilia, Fortaleza, Belo Horizonte, Salvador und Recife) ausgetragen. Titelverteidiger ist die brasilianische Selecao, die zuletzt zweimal in Folge die WM-Generalprobe (2005 und 2009) für sich entschieden hat.

"Das ist ein Turnier der Champions", sagte Blatter, der in seiner Begrüßung erneut darauf hinwies, dass die teilnehmenden Confed-Cup-Teams insgesamt 12 Weltmeister repräsentieren: Brasilien (5 Titel), Italien (4), Uruguay (2) und Spanien (1). "Ich bin überzeugt, dass wir in der Lage sind, ein außergewöhnliches Turnier zu bieten und auch ein guter WM-Gastgeber 2014 sein können", sagte die brasilianische Staatspräsidentin Dilma Rousseff in ihrer Ansprache.

Nur Torlinientechnik kommt zum Einsatz

Die Fifa kündigte bereits an, beim Turnier 2013 die Torlinientechnik als einzige technische Hilfe für die Schiedsrichter bereitzustellen. Welche der beiden ausgewählten Systeme zum Einsatz kommt, wird im Dezember bei der Klub-WM in Japan entschieden. Dort werden das auf ein Magnetfeld basierende GoalRef-System in Yokohama und das auf Kamerabilder basierende Hawk-Eye in Toyota getestet.

Das Interesse an der Generalprobe der WM-Endrunde 2014 ist riesengroß. Laut Fifa sind bereits 132.000 Tickets im Vorverkauf abgesetzt worden, und damit schon 13-mal mehr als zum gleichen Zeitpunkt für den letzten Confed Cup in Südafrika. Als Prämien vergibt der Weltverband rund 15,4 Millionen Euro. Der Sieger streicht 3,1 Millionen Euro ein.

Der ehemalige brasilianische Nationalmannschaftskapitän Cafu präsentierte den offiziellen Confed-Cup-Ball "Cafusa" – zusammengesetzt aus Karneval, Fußball und Samba.

Quelle: sid/dpa/sara
Quelle: SID
27.09.12 1:11 min.
Bis zur WM 2014 in Brasilien sind es noch knapp zwei Jahre. Der WM-Pokal ist in Rio de Janeiro bereits eingetroffen und die Südamerikaner würden ihn am liebsten gar nicht mehr hergeben.
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