24.11.12

Bundesliga

Van der Vaart verletzt sich gegen Düsseldorf schwer

HSV-Star van der Vaart fällt wohl bis zur Winterpause verletzt aus. Düsseldorf erkämpfte sich gegen Hamburg einen dringend benötigten Sieg.

Foto: dapd

Hamburgs Rafael van der Vaart liegt verletzt auf dem Rasen und greift sich an den rechten Oberschenkel. Im Spiel gegen Düsseldorf zog er sich einen Muskelfaserriss zu - ein Ausfall bis zur Winterpause droht
Hamburgs Rafael van der Vaart liegt verletzt auf dem Rasen und greift sich an den rechten Oberschenkel. Im Spiel gegen Düsseldorf zog er sich einen Muskelfaserriss zu - ein Ausfall bis zur Winterpause droht

Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat den freien Fall in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Nach zuvor sieben Spielen in Serie ohne Erfolgserlebnis feierte die Mannschaft von Trainer Norbert Meier am Freitagabend zum Auftakt des 13. Spieltages mit dem 2:0 (1:0) gegen den Hamburger SV den ersten Heimsieg der Saison und machte mit nunmehr 14 Punkten einen Sprung vom Relegationsrang auf Platz 13.

Nicht nur die Tore von Robbie Kruse (45.+2) und des sechs Minuten zuvor eingewechselten Stefan Reisinger (64.) waren für die Gast-Mannschaft von Trainer Thorsten Fink, zuvor zweimal ohne Gegentor, ein herber Rückschlag. Viel schwerer könnte die Verletzung von Rafael van der Vaart für den HSV, der mit 17 Zählern im Tabellen-Mittelfeld liegt, vor den folgenden Aufgaben der englischen Woche gegen Schalke 04 (Dienstag) und beim VfL Wolfsburg (Sonntag) wiegen. Düsseldorf kann hingegen etwas gelassener in die schweren Spiele bei Meister Borussia Dortmund (Dienstag) und gegen Eintracht Frankfurt (Freitag) gehen.

Van der Vaart droht ein Ausfall bis zur Winterpause. Der niederländische Nationalspieler zog sich in der Partie vermutlich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu. "Es fühlt sich an wie ein Faserriss. Es ist keine Verletzung, mit der man in einer Woche wieder spielen kann", sagte der 29-Jährige: "Es wird schwer, dieses Jahr nochmal zu spielen. Die Verletzung schmerzt mich mehr als die Niederlage." Van der Vaart war bereits in der ersten Halbzeit ausgeschieden und war durch Tomás Rincon ersetzt worden (32.).

"Wir haben nicht die Jahre gezählt, aber in unserer Situation sind diese drei Punkte natürlich unglaublich wichtig", sagte Jens Langeneke, der zwischenzeitlich am Innenband verletzt ausgewechselt werden musste, zum ersten Düsseldorfer Bundesliga-Heimsieg seit 15 Jahren. Auf der anderen Seite ärgerte sich der Trainer über seine Mannschaft: "Wir haben viel zu pomadig gespielt und müssen noch viel arbeiten, wenn wir auf Platz sechs vorrutschen wollen", sagte Thorsten Fink.

Meier bringt Nando Rafael für Ilsö

Fortuna-Trainer Meier veränderte seine Startformation auf einer Position: Für Ken Ilsö spielte Nando Rafael von Beginn an. Der zuletzt angeschlagene Robbie Kruse war dabei, zudem schaffte es Andrej Woronin in den Kader. Beim HSV ersetzte Dennis Aogo den angeschlagenen Marcell Jansen auf der linken Verteidigerposition. Und für den zuletzt wenig überzeugenden Artjoms Rudnevs ließ Trainer Fink mal wieder Marcus Berg ran.

HSV-Fans zünden Bengalos

Kurz vor dem Anpfiff sorgten einige HSV-Fans im Gästeblock durch das Zünden von Bengalischen Feuern für einen unschönen Auftakt, als dadurch eine am Begrenzungsgitter angebrachte Fahne Feuer fing. Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) wartete vier Minuten mit dem Anpfiff, bis Feuerwehrleute die kleinen Brände erstickt hatten.

Sportlich bekamen die 54.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena dann im ersten Durchgang wenig zu sehen. Viele kleine Fehler auf beiden Seiten prägten das Geschehen. Der HSV wirkte etwas routinierter, doch die wenigen vielversprechenden Torannäherungen verpufften am gegnerischen Strafraum. Die Düsseldorfer waren bemüht, agierten aber noch fahriger. Lediglich eine scharfe Ecke von Ronny Garbuschewski sorgte für Aufregung, als der Mall von Milan Badejl zu Torwart Rene Adler prallte.

Einen schweren personellen Schlag mussten die Gäste hinnehmen, als sich Spielmacher van der Vaart bei einem Sprint in die Kniekehle fasste und in der 32. Minute gegen Tomas Rincon ausgetauscht wurde. Wenig besser erging es der Fortuna, die wenig später Abwehrchef Jens Langeneke durch Leon Balogun ersetzen musste. Doch ein Geschenk von Hamburgs Heung-Min Son, der sich einen kapitalen Fehlpass leistete, brachte Düsseldorf in der Nachspielzeit nach einem Pass von Andreas Lambertz und einem Flachschuss in die kurze Ecke durch Kruse die Führung.

HSV etwas mutiger

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Garbuschewski eine weitere Chance mit einem 16-Meter-Schuss, den Adler aber parieren konnte. Dann wurde der HSV aber aktiver und hatte durch Bergs abgefälschten Schuss die erste Riesenmöglichkeit (50.). Wenig später landete ein von Kruse abgefälschter Freistoß von Hamburgs Kapitän Heiko Westermann im Tor (54), doch Referee Gagelmann gab den Treffer nicht. Berg soll vorher seinen Gegenspieler weggeschubst haben. Dann setzte sich der eingewechselte Reisinger an der Strafraumgrenze durch und traf zum 2:0 (64.). Der HSV blieb bemüht, hatte jedoch kein Glück. Ein Schuss des ehemaligen Düsseldorfers Maximilian Beister, bester Mann beiden Hanseaten, verfehlte nur knapp das Tor. Fink brache danach noch mit Rudnjevs für Badejl einen zweiten Stürmer (73.) – vergebens.

Quelle: dapd/mim
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